Arsch der Woche

Von BR
|    Ausgabe vom 22. März 2019

„Pfeif doch auf die Umwelt – so lange wie ich hält die noch!“ Nach diesem Motto scheinen viele Ältere zu leben. Und auch jene GreisInnen und NachwuchsgreisInnen, die in den durch Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft und der Natur reichen Staaten als „politische Klasse“ definiert werden. Hauptsächlich an diese richtete sich der Protest der jungen Menschen in 1 600 Städten der Erde, die höflich, aber bestimmt („Sorry für die Störung, aber es ist wichtig!!!“) auf die Zerstörung der Lebensgrundlagen und damit ihrer Zukunft hinwiesen. Die Reaktionen aus der Politik glichen einem Wettlauf um den Ehrentitel „AdW“*. CDU-Generalsekretär Ziemiak hielt sich dieses Mal geschlossen, er hat sich schon einmal an einem saublöden Kommentar über die Aktivistin Greta Thunberg den Mund verbrannt. Der Chef der Freien Demokratischen Drückerkolonne, Lindner, blieb mit seiner Werbung für „Experten“ und Beraterfirmen („… die Sache den Profis überlassen“) im unteren Mittelfeld. So einer, ein Experte und Profi aus der Agentur für Dreckschleuderei, der AfD, hat eindeutig gewonnen – sein Name sei nicht genannt. Er schaffte es, den jungen Menschen die Verantwortung für das Massaker in Neuseeland zu unterschieben: „Die Klimapanikverbreiter tragen Mitverantwortung für diese Entwicklung.“

* AdW = Arsch der Woche


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