Die DDR ist schuld?

Von Gerhard Naumann, Berlin
|    Ausgabe vom 15. Februar 2019

Ganz abgesehen davon, dass Herr Utsch nur die CO2-Statistik anführt, die angeblich für die DDR galt (und die für die BRD gar nicht erwähnt). Braunkohle war bis zu den Pipelines Öl nach Schwedt und Erdgas nach Lubmin aus der Sowjetunion fast unsere einzige Energiequelle. Der CO2-Ausstoß wurde technisch so gut es ging reduziert.
Die DDR ist also am Klimawandel schuld. Herrlich! Und was ist mit der einen Million LKW, die täglich auf den Straßen der jetzigen BRD sausen? Mit Diesel angetrieben. Sind die alle sauberer als die VW-Diesel? Von denen spricht kaum jemand, wenn es um dieses Thema geht.
Und außerdem: Mit Regierungsbeschluss, der auch streng durchgesetzt wurde, durften in der DDR nur 20 Prozent der Güter mit LKW transportiert werden. Heute sind die dafür nötigen Neben- und Anschlussgleise weg oder verfilzt. Großhandelslager werden auf der grünen Wiese gebaut, ohne Gleisanschluss.
Wenn man schon solche Urteile fällt, sollte man sich erst mal zur Sache erkundigen. (…)


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