One Billion Rising

Hunderttausende beim weltweiten Aktionstag
Von CHou
|    Ausgabe vom 2. März 2018

Hunderttausende Frauen demonstrierten weltweit am 14. Februar (Valentinstag), um ein Ende der Gewalt gegen Frauen einzufordern. Jedes Jahr finden tausende Aktionen in über 200 Ländern der Welt statt. Der Aktionstag „One Billion Rising“ (Eine Milliarde erhebt sich) wurde 2012 initiiert und fand 2013 zum ersten Mal statt. Es handelt sich um eine weltweite Kampagne für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen und für Gleichstellung. Die eine „Milliarde“ deutet auf eine UN-Statistik hin, nach der eine von drei Frauen in ihrem Leben entweder vergewaltigt oder Opfer einer schweren Körperverletzung wird, also mindestens eine Milliarde Frauen. Es ist eine der größten Kampagnen weltweit. Überall in der Welt wird bei den Aktionen das gleiche Lied gesungen und der gleiche Tanz gemeinsam getanzt. Im Liedtext „Break the Chain“ – „Brecht die Ketten“ – heißt es:
Ich kann eine Welt sehen, in der wir alle leben
Sicher und frei von allen Formen der Unterdrückung
Keine Vergewaltigung, Inzest oder Missbrauch
Frauen sind kein Besitz.
Eine klare Botschaft. Rund 60 000 Frauen haben 2018 an den „One Billion Rising“-Veranstaltungen in Deutschland in ca. 180 Städten teilgenommen. Es sind von Jahr zu Jahr mehr Teilnehmerinnen und mehr Aktionen geworden – viele junge Frauen beteiligen sich. Dieses Jahr standen die Veranstaltungen unter dem Motto „SOLIDARITÄT gegen die Ausbeutung von Frauen“ und erteilten mit einer deutlichen Ausrichtung gegen Rassismus und Faschismus rechten Bestrebungen, den Feminismus für sich zu nutzen, eine deutliche Absage.
Mit dem überall gleichen Lied und Tanz werden die kollektive Stärke und die globale Solidarität über alle Grenzen hinweg spürbar und beeindruckend zum Ausdruck gebracht.


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Leserbrief zu Artikel »One Billion Rising«, UZ vom 2. März 2018





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