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1954 wird die 11-jährige Sadako in das Krankenhaus von Hiroshima gebracht, die Diagnose: Leukämie, die „Atombombenkrankheit“. Sie kennt die Legende von dem tausend Jahre alten Kranich. Wenn ein Kranker tausend Kraniche aus Papier faltet, so wird er wieder gesund.“ Sadako hofft und beginnt zu falten, Hunderte von Kranichen werden es, doch im Oktober 1955 stirbt sie. Sadako ist eines von unzähligen Kindern, das die Spätfolgen der Atombombe nicht überlebte. Ihre Hoffnung und ihre Leidensgeschichte wurden Bestandteil der japanischen Erinnerung. Ihre Mitschüler und später Kinder im ganzen Land fangen an Geld zu sammeln. Damit konnte die Statue gebaut und am 5. Mai 1958, dem „Tag der Kinder“ eingeweiht werden. Sie ist ein Werk des Künstlers Kiyoshi Ikebe und stellt Sadako dar, die in ihren Händen einen Kranich hält. Dieser „Orizuru“ ist zum Symbol des Friedens geworden. Kinder hängen jedes Jahr am Friedenstag Girlanden aus Papierkranichen dort auf. Ihr Wunsch ist in den Sockel eingemeißelt: „Unser Schrei, unser Gebet: Friede auf Erden.“
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