Ein gutes halbes Jahr, nachdem sie die Zwangsräumung von rund 900 Menschen im Duisburger Stadtteil Marxloh verhindert hat, schlägt die Initiative Marxloher Nachbarn wieder Alarm. „Am Mittwoch erfuhren Bewohner:innen durch einen Brief der Stadtwerke, dass Zahlungen der IPG seit Dezember ausgeblieben sind. Die Stadtwerke stellten daraufhin Strafanzeige, kündigten Strom- und Gas-Verträge und drohen nun erneut mit Wassersperrung ab dem 3. April 2025“, erklärt die Initiative in einer Pressemitteilung vom 23. März. IPG I ist der Eigentümer der Wohnhäuser. Über IPGs Vorgehen in Duisburg berichtete UZ mehrfach.
Die betroffenen Mieter sind besorgt. „14 Tage vor Ablauf der Frist lässt die Stadt sie über ihre Zukunft in Unklarheit und hängt ihr Schicksal an die Überweisung einer undurchsichtigen Immobilienfirma“, bemängelt die Initiative Marxloher Nachbarn. Anstatt sich mit den Existenzängsten der Betroffenen auseinanderzusetzen, sei die Stadt Duisburg damit beschäftigt, „IPG vorsorglich zum Alleinschuldigen zu erklären, sollte es zur Wassersperre kommen“.
Die Initiative fordert die Stadt auf, den Betroffenen zuzusichern, dass die Energieversorgung sichergestellt bleibt und keine Räumung droht. Die IPG-Häuser müssten in Gemeineigentum überführt werden. Den Mietern müsse zudem ermöglicht werden, eigene Verträge mit Energieversorgern abzuschließen.