Die Beschäftigten der Charité Facility Management (CFM) sind von ihrer Gewerkschaft ver.di ab Mittwoch (nach Redaktionsschluss) zu einem unbefristeten Streik aufgerufen worden. „Wir sind nicht mehr bereit, das Sparschwein der Charité zu sein. Ohne unsere Arbeit würde das Klinikum nicht laufen“, so Robin Weber, Medizintechniker und Mitglied der Tarifkommission. In einer Urabstimmung hatten 99,3 Prozent der ver.di-Mitglieder, die bei der CFM beschäftigt sind, für einen unbefristeten Streik gestimmt.
Hintergrund sei das Scheitern der Tarifverhandlungen mit der CFM-Geschäftsführung, die sich weigere, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen, so ver.di.
Die CFM ist eine Tochtergesellschaft der Charité und erbringt zentrale infrastrukturelle Dienstleistungen wie Reinigung, Logistik und Technik. Trotz politischer Zusagen bleiben die Beschäftigten in schlechteren Arbeitsverhältnissen als ihre Kollegen an der Charité, die nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes entlohnt werden.