Am 1. Dezember gedachten auf dem Friedhof in Stuttgart-Untertürkheim rund 100 Antifaschistinnen und Antifaschisten der Mitglieder der Stuttgarter Widerstandsgruppe Schlotterbeck, die vor 75 Jahren von der Gestapo im Konzentrationslager Dachau ermordet wurden. Der Kommunist Gotthilf Schlotterbeck, Mitbegründer der nach ihm benannten Gruppe, war Daimler-Arbeiter und aktiver Metallgewerkschafter. Nach einem Streik wurde er entlassen und fand keine Arbeit mehr, weil er auf die „schwarze Liste“ des Kapitals kam. Gotthilf gehörte zu den ersten, die 1933 nach der Machtübertragung an Hitler für ein Jahr in Haft kamen.
Gedenkfeier für die Widerstandsgruppe Schlotterbeck
Dieser Artikel ist für Sie kostenlos. Kritischer Journalismus braucht allerdings Unterstützung, um dauerhaft existieren zu können. Daher freuen wir uns, wenn Sie sich für ein Abonnement der UZ (als gedruckte Wochenzeitung und/oder in digitaler Vollversion) entscheiden. Sie können die UZ vorher 6 Wochen lang kostenlos und unverbindlich testen.
An die UZ-Redaktion (leserbriefe (at) unsere-zeit.de)