Die Mutter der Massen

Lübecker „KLS-vor-Ort“-Seminar zur Parteifrage
Von Kurt Baumann
|    Ausgabe vom 20. September 2019

Der Gründungsparteitag der KPD fand kürzlich erneut in einer Lübecker Jugendherberge statt. Engagiert wurden GenossInnen zu ultralinken Gewerkschaftern und forderten die Auflösung von Partei und Gewerkschaft hin zu einer anarchosyndikalistischen Einheitsorganisation. Viel Gelächter gab es auch, als der DKP-Wahlkandidat Robert Kühne in die Rolle eines Bremer Linksradikalen schlüpfte und vehement forderte, die gerade einberufene Nationalversammlung mit Waffen wieder auseinanderzujagen. Dieses Rollenspiel bildete den Abschluss des ersten Teils. Hier sollten die Teilnehmenden anhand des historisch-konkreten Prozesses der Herausbildung der KPD erarbeiten, wie weltanschauliche Prinzipien und ihre Anwendung, Kämpfe um politische Positionierungen und der praktische Klassenkampf der Arbeiterklasse gegen Krieg und Belagerungszustand, für Demokratie und Sozialismus zusammenhängen.
Lenins Parteitheorie eigneten wir uns mit Texten von Robert Steigerwald an. In weiteren Punkten wurde das Verhältnis der kommunistischen Partei zur Arbeiterklasse und zu den nichtmonopolistischen Schichten genauso wie zu den demokratischen Bewegungen unserer Zeit diskutiert. Der positiven Herleitung dieses Verhältnisses aus den Arbeiten Dimitroffs und Beiträgen zu aktuellen Diskussionen und praktischen Kämpfen folgte die Erarbeitung dieses Verhältnis mit Hilfe von Schriften linker und diverser Vertreter des rechten Opportunismus. Ausführliche Darlegungen zur Geschichte der KPD und der DKP bildeten den Abschluss.
Rosa Luxemburgs Aussage gegenüber dem Revisionismus Bernsteins, dass Abweichungen am besten bekämpft werden könnten durch die Handhabung des wissenschaftlichen Sozialismus durch die breiten Arbeitermassen selbst, wurde von den Teilnehmern aufgenommen.
Folglich steht ein neues Seminar ins Haus.


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