Große Spanne

|    Ausgabe vom 6. September 2019

Mit Beginn des Ausbildungsjahres weist das gewerkschaftliche WSI-Tarifarchiv auf die starken Unterschiede bei der Ausbildungsvergütung hin. Demnach reicht die Spannbreite von 325 Euro im Friseurhandwerk in Brandenburg im 1. Ausbildungsjahr bis zu 1 580 Euro im westdeutschen Bauhauptgewerbe im 4. Ausbildungsjahr. Zudem gebe es in vielen Branchen eine „erhebliche regionale Differenzierung“.
„In der großen Mehrzahl der Tarifbranchen liegen die Vergütungen für Auszubildende bereits heute deutlich oberhalb der geplanten Mindestausbildungsvergütung, die nach dem Willen der Bundesregierung ab 2020 bei 515 Euro liegen soll“, so der Leiter des WSI-Tarifarchivs Thorsten Schulten. Das Problem seien jedoch die vielen nicht-tarifgebundenen Unternehmen, die mitunter ihre Auszubildenden immer noch deutlich schlechter bezahlen. Die Einführung einer Mindestausbildungsvergütung sei deshalb auch für die „Stabilisierung des Tarifvertragssystems“ wichtig.


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