Armut konkreter

Von Uwe Moldenhauer, Hemer
|    Ausgabe vom 19. Juli 2019

Hier wird der Ausgabeposten „Medikamentenzuzahlung“ eines Hartz-IV-Empfängers angeführt. Ich möchte darauf hinweisen bzw. den Tipp geben, dass man/frau sich als Harzer von den Zuzahlungen bei der Krankenkasse befreien lassen und so Geld einsparen kann.
Weiter möchte ich auf eine anscheinend vergessene Gruppe armer Menschen aufmerksam machen: Dies sind Menschen, die in Heimen bzw. Übergangswohnheimen untergebracht sind. Sie müssen ihr Vermögen über 5 000 Euro – soweit vorhanden – an den Träger abführen und so ihr Erspartes aufgeben. Ebenso alle Einkünfte wie Rente und Sozialhilfe. Die alte Wohnung muss ebenfalls aufgegeben werden. In meinem Fall ist der Träger der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Als Gegenleistung wird das Wohnen und Essen frei gewährt. Außerdem erhalten sie zweimal im Jahr Bekleidungsgeld von ungefähr 100 Euro und ein monatliches Taschengeld von sage und schreibe 114,48 Euro.
Aufgrund von Geldmangel habe ich schon Versicherungen gekündigt. Erklärt mir jetzt jemand, wie eine gesellschaftliche Teilhabe, die ja eigentlich trainiert werden soll, realisiert werden kann?


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