Bei den Gräbern der Sowjetsoldaten

KKE und DKP erinnerten in Gerresheim an den Überfall auf die Sowjetunion
Von Uwe Koopmann
|    Ausgabe vom 5. Juli 2019
500 sowjetische Zwangsarbeiter wurden in Gerresheim zu Tode gequält (Foto: Uwe Koopmann)
500 sowjetische Zwangsarbeiter wurden in Gerresheim zu Tode gequält (Foto: Uwe Koopmann)

Bereits 1925 hatte Hitler die Vernichtung des Bolschewismus zum politisch ideologischen Hauptziel des deutschen Faschismus erhoben. Am 22. Juni erfolgte der Überfall der Nazitruppen auf die Sowjetunion. Über 500 sowjetische Opfer aus dem weiteren Kriegsverlauf sind auf einem Gräberfeld des Gerresheimer Waldfriedhofes bestattet. Genossinnen und Genossen der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE) und der DKP sowie die VVN-BdA gedachten ihrer am Jahrestag. Am Gedenkstein wurde ein Gebinde roter Nelken abgelegt.
Michael Rössig las aus den „Kriegstagebüchern“ vor, in denen Konstantin Michailowitsch Simonow einen anschaulichen Überblick vom Kriegsverlauf vermittelt. Erinnerungen an den Besuch der Festung von Brest-Litowsk wurden aufgefrischt. Dort hatten die Rotarmisten einen heldenhaften Widerstand gegen die militärische Übermacht der Nazi-Truppen geleistet.
Hunderte sowjetische Kriegsgefangene wurden zur Ausbeutung und Vernichtung nach Gerresheim deportiert. Sie mussten in der Glashütte und in anderen Fabriken zur Zwangsarbeit leisten. Als das sowjetische Gräberfeld auf dem Waldfriedhof belegt war, wurden weitere 1 500 Opfer des Nationalsozialismus auf dem Friedhof „Am Gallberg“ in Massengräbern bestattet.
Sowjetische Überlebende des Terrors errichteten noch im Mai 1945 am Eingang des Friedhofes „Am Gallberg“ mit einem Findling einen Gedenkstein, der an die Verbrechen der Nazis erinnert.


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