Tote im Sudan

|    Ausgabe vom 7. Juni 2019

Im Sudan sind Repressionskräfte gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen. Dabei sind bis Dienstag mindestens 35 Menschen getötet worden. Es werde versucht, mit Gewalt die seit Wochen andauernde Blockade im Zentrum Khartums aufzulösen, hieß es. Die Demonstranten seien „einem blutigen Massaker ausgesetzt“. Das Gewerkschaftsbündnis SPA rief die Menschen dazu auf, auf die Straßen zu gehen und friedlich zu demonstrieren, um den militärischen Übergangsrat zu stürzen. Ein Sprecher des Rats bestritt derweil, dass man versucht habe, die Blockade gewaltsam aufzulösen. Bilder des Nachrichtensenders „Al-Dschasira“ zeigten, wie etliche Menschen durch die Straßen liefen und in Deckung gingen. Einige Videos zeigten auch, wie Bewaffnete auf Demonstranten einschlugen. Der Demonstrant Ahmed Hamdan sagte, am Montagmorgen seien Polizisten und Mitglieder der Schnellen Einsatztruppen (RSF) – einer berüchtigten Militäreinheit – gegen die Demonstranten vorgegangen. Sie hätten die Blockade umzingelt und mit Tränengas und scharfer Munition geschossen. Der Ärzteverband bat Organisationen wie das Rote Kreuz und „Ärzte ohne Grenzen“ um Hilfe. Zudem würden Sicherheitskräfte in einem Krankenhaus in Khartum mit scharfer Munition schießen, hieß es.
Der regierende Militärrat kündigte alle Abkommen mit der Opposition auf und kündigte Wahlen innerhalb der nächsten neun Monate an.


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