Objektiv Klassenkampf

Von Helmut Woda, Karlsruhe
|    Ausgabe vom 5. April 2019

Diese Position hat bei mir und meinen Genossinnen großes Erstaunen ausgelöst. Unsere Haltung gegenüber demokratischen, antifaschistischen und ökologischen Bewegungen ist nicht die Position des besserwisserischen Warners vor „ideologischer Umarmung“, sondern die des Mitstreiters, der seine für richtig gehaltenen Positionen darin einbringt. Und von Marx und Lenin ausgehend sagen wir dazu: „Die Akkumulation von Reichtum auf dem einen Pol ist also zugleich Akkumulation von Elend, Arbeitsqual, Sklaverei, Unwissenheit, Brutalisierung und moralischer Degradation auf dem Gegenpol. Die kapitalistische Produktion entwickelt daher nur die Technik und Kombination des gesellschaftlichen Produktionsprozesses, indem sie zugleich die Springquellen allen Reichtums untergräbt: die Erde und den Arbeiter.“ (Kapital, Band 1, S. 529 f.)
Erde und Arbeiter, beide sind sie „Springquellen des Reichtums“ und beide werden sie vom Kapital ausgebeutet. Der Kampf gegen die ökologische Katastrophe – und darum handelt es sich heute – ist ein Kampf gegen die Zerstörung der Lebensgrundlagen der Werktätigen, der gesamten Gattung Mensch. Das ist objektiv Klassenkampf, in dem man den Gegner klar benennt.
Und so sehe ich unsere Aufgabe. So sieht es die Beschlusslage der letzten Parteitage der DKP vor. Das haben wir auch zum Beispiel im Leitantrag unseres letzten Parteitages genau so formuliert. Daran gibt es nichts zu rütteln und zu bagatellisieren.


  Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (leserbriefe@unsere-zeit.de):

Leserbrief zu Artikel »Objektiv Klassenkampf«, UZ vom 5. April 2019





Wir bitten darum, uns kurze Leserzuschriften zuzusenden. Sie sollten unter der Länge von 1800 Zeichen bleiben. Die Redaktion behält sich außerdem vor, Leserbriefe zu kürzen und kann nicht versprechen, dass jeder Leserbrief beantwortet oder veröffentlicht wird. Anonyme Leserzuschriften werden in der Regel nicht veröffentlicht.