Politik
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SPD will keinen Antimilitarismus

|    Ausgabe vom 5. April 2019

Die Berliner SPD will die Bundeswehr nicht mehr an den Schulen der Stadt um Nachwuchs werben lassen. Das haben die Sozialdemokraten auf ihrem Landesparteitag am Wochenende beschlossen. „Es wird militärischen Organisationen untersagt, an Berliner Schulen für den Dienst und die Arbeit im militärischen Bereich zu werben“, heißt es im Antrag. Minderjährige seien in einem Alter, in welchem sich zentrale Lebens- und Wertvorstellungen erst noch entwickeln müssen. „Dementsprechend anfällig sind sie für militärische Propaganda und Verharmlosung der realen Gefahren eines militärischen Einsatzes“, begründet die Berliner SPD ihren Antrag.
Die Bundesführung der SPD zeigt kein Verständnis für ihre Berliner Genossen. „Jugendoffiziere machen keine Werbung“, behauptete SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil. Seiner Meinung nach sollten sie weiter sicherheitspolitische Diskussionen an den Schulen führen können. Bundestags-Vizepräsident Thomas Oppermann (SPD) schrieb auf „Twitter“, er sei „entsetzt“ und „Wer so einen Unsinn beschließt, sollte sich selbst von unseren Schulen fernhalten“. Die Bundeswehr sei eine demokratische Parlamentsarmee und verdiene Respekt. Das ist nicht verwunderlich: die SPD-Bundestagsfraktion stimmt regelmäßig für die Verlängerung der Auslandseinsetze der Bundeswehr.


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