Ein Platz für die Gingolds

Initiative fordert Würdigung der Antifaschisten
Von Martina Lennartz
|    Ausgabe vom 22. März 2019

Über 250 Freunde, Nachbarn, Genossen, Wegbegleiter und Interessierte sind am 9. März 2019 der Einladung der Etti-und-Peter-Gingold-Erinnerungsinitiative (gingold-initiative.de) nach Frankfurt-Niederrad gefolgt, um einer symbolischen Platzbenennung beizuwohnen. Die Kommunisten Etti und Peter Gingold gehören zu den Menschen, die sich unter Einsatz ihres Lebens dem Hitlerfaschismus entgegengestellt haben. In Würdigung ihrer Leistungen als Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime und als Aufklärer gegen Nationalismus, Menschenfeindlichkeit und Antisemitismus soll ein kleiner Platz unweit ihres ehemaligen Wohnorts nach ihnen benannt werden. Die Initiative versucht dies vergebens seit 2013 und hofft nun durch diese Veranstaltung und weitere Aktionen, neben dem personellen Wechsel im Ortsbeirat, auf Zustimmung.
Durch die feierliche Zeremonie führte Anka Hätzel. Peter-Christian Walther und Jürgen Lamprecht, beide Mitglied der Gingold-Erinnerungsinitiative, würdigten die Lebensleistung der Gingolds als Widerstandskämpfer. Die beiden Töchter von Etti und Peter, Silvia Gingold und Alice Czyborra, schilderten sehr emotional ihre Erinnerungen an das Familienleben in diesem Frankfurter Stadtteil.
Zum Abschluss der Veranstaltung wurde das Straßenschild „Etti-und-Peter-Gingold-Platz“ enthüllt.


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