Umweltfrage hat Klassenaspekt

Von Isaak Funke, Berlin
|    Ausgabe vom 8. März 2019

Ich finde es problematisch, wenn wir Demonstranten gegen Dieselfahrverbote ohne zu differenzieren als „reaktionäre deutsche Möchtegern-Wutbürger“ oder Klimawandel-Leugner diffamieren. Der Artikel geht überhaupt nicht darauf ein, dass der Auslöser für die Proteste in Frankreich ursprünglich eine vermeintliche Öko-Steuer auf Kraftstoff war. Wir als DKP sollten den Fokus darauf legen, dass die Autoindustrie für die entstandenen Schäden aufkommt und die Autos der Betroffenen kostenlos austauscht bzw. so anpasst, dass sie den aktuellen Regelungen entsprechen. Insofern sind Proteste der Betroffenen der Betrügereien der Automonopole absolut gerechtfertigt. Warum sollen sie jetzt benachteiligt werden?
Es ist sehr verwunderlich, dass dazu in dem Artikel nichts erwähnt wird, sondern dass wir uns scheinbar auf die Seite der bürgerlichen Öko-Fanatiker schlagen. Auch die Ökologie/Umwelt-Frage hat einen Klassenaspekt. Eine „Rettung“ der Umwelt auf Kosten der Arbeiterklasse kann keine Position sein, die eine kommunistische Partei vertritt. Die Großkonzerne müssen dafür zahlen.


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