Oligarchen nicht angetastet

Von Gunnar R. Vogel, per E-Mail
|    Ausgabe vom 22. Februar 2019

Der Artikel beschreibt vollkommen zu Recht eine wesentliche Gefahr, die dem immer noch im Wesentlichen in Kraft befindlichen Kompromiss innewohnt, der auf seiner positiven Seite die Entfernung der Schnapsdrossel Jelzin aus dem Kreml möglich machte – und damit den Weg frei auf den Kurs einer Konsolidierung des Landes, der unwidersprochen Erfolge aufzuweisen hat. (…)
Die Schattenseite dieses Kompromisses war, dass die wirtschaftliche Stellung der Oligarchen nicht wirklich angetastet wurde, keiner thematisierte, aus welchen Raubaktionen gegen das Volkseigentum sie „ihre“ Milliarden gezogen hatten, keiner ahndete ihre Verbrechen.
Den Preis dafür bezahlt die Russische Föderation jetzt. Der Geldsack Deripaska hat kein „Vaterland“, er hat einen Geldsack – den er zu schützen versucht. Wodurch: indem er das Unternehmen dem US-Imperialismus in die Hände spielt. Ein Wirtschaftsverbrecher konnte noch rechtzeitig verhaftet werden, bevor er das russische Öl und Gas an Exxon verschleudern konnte. Was wird nun mit dem Herrn Deripaska? Wird er gestoppt, oder geht die schleichende Machtübernahme in zentralen Schlüsselpositionen der russischen Wirtschaft durch den Imperialismus weiter? (…)
Dieser Kampf wird von Seiten des Imperiums mit allen verfügbaren Waffen ausgefochten, das heißt, wenn nötig, bis aufs Messer. (…)


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