Erfrischend

Von Uli Macher, per E-Mail
|    Ausgabe vom 18. Januar 2019

Ich kenne die Berliner Debatte zur Kampagne „Enteignet ‚Deutsche Wohnen‘“ nicht. Aber zunächst ist es doch erfrischend, wenn endlich mal auf breiter Ebene wieder die Eigentumsfrage gestellt wird. Im Artikel „Milliarden für Enteignung“ wird darauf hingewiesen, dass Enteignung nur gegen Entschädigung stattfinden soll – „eine andere ist in diesem Staat gar nicht zulässig“.
Bedeutet es dann, dass die DKP (Berlin) somit ganz Abstand von der Enteignungsforderung nimmt? Muss die DKP nicht besser die Bewegung in Berlin zur Enteignung von DW stützen – und die Forderung nach entschädigungsloser Enteignung hineintragen? Was spricht dagegen, die Forderung nach entschädigungsloser Enteignung der Immobilienhaie zu verknüpfen mit der Forderung nach Schaffung von Wohnraum durch die „öffentliche Hand“?
Die Bündnispolitik der DKP war schon immer davon geprägt, progressive Forderungen aufzugreifen, entsprechende Bewegungen zu stützen – und über die (System-)Grenzen der aktuellen Forderung hinweg (in den Bewegungen) Perspektiven aufzuzeigen.


  Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (leserbriefe@unsere-zeit.de):

Leserbrief zu Artikel »Erfrischend«, UZ vom 18. Januar 2019





Wir bitten darum, uns kurze Leserzuschriften zuzusenden. Sie sollten unter der Länge von 1800 Zeichen bleiben. Die Redaktion behält sich außerdem vor, Leserbriefe zu kürzen und kann nicht versprechen, dass jeder Leserbrief beantwortet oder veröffentlicht wird. Anonyme Leserzuschriften werden in der Regel nicht veröffentlicht.