Warnstreik in Berlin

Sicherheitspersonal an Flughäfen fordert einheitliche Bezahlung
Von WSK
|    Ausgabe vom 11. Januar 2019

Am Montag hatte ver.di die Beschäftigten des Sicherheitspersonals an den Flughäfen Berlin-Tegel und Schönefeld zu vierstündigen Warnstreik aufgerufen. Hunderte Kolleginnen und Kollegen beteiligten sich daran, so dass knapp 60 Flüge gestrichen werden mussten.
Mit diesem Warnstreik sollte ein erstes Signal an die Arbeitgeber gesendet werden, ein verhandlungsfähiges Angebot für die rund 23 000 Beschäftigten im Bereich der Sicherheit an deutschen Flughäfen vorzulegen. Der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) hatte auch in der vierten Verhandlungsrunde am 21. Dezember 2018 ein völlig unzureichendes Angebot vorgelegt. ver.di hatte darauf hingewiesen, dass die Arbeitgeber es in der Hand hätten, mit einem verhandlungsfähigen Angebot Streiks abzuwenden.
Mit der Erhöhung ihres Angebots in der vierten Verhandlungsrunde für eine Entgelterhöhung von lediglich 1,8 auf 2,0 Prozent pro Jahr bei einer zweijährigen Laufzeit hätten sie die Streiks nunmehr provoziert. Die Lohnanpassung für ostdeutsche Bundesländer soll nach Ansicht der Arbeitgeber zudem erst nach fünf Jahren beendet sein. Damit trage der BDLS nun die Verantwortung für die anstehenden Arbeitsniederlegungen.
ver.di will die Sicherheit an den Flughäfen durch eine einheitliche Bezahlung der Tätigkeiten in allen vergleichbaren Kontrollbereichen verbessern. Dadurch werde mehr Lohngerechtigkeit erreicht und Flexibilität im Personalbereich ermöglicht. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung des Stundenlohns im Bereich der Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrolle auf 20 Euro.
Weitere Arbeitskämpfe auch an anderen deutschen Flughäfen sind nicht ausgeschlossen. Die Verhandlungen werden am 23. Januar 2019 in Berlin fortgesetzt.


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