Besuch der Frauenkommission in Trier

Von Konni Kanty
|    Ausgabe vom 7. Dezember 2018

Die Besuchergruppe vor der im Mai aufgestellten Statue

Die Besuchergruppe vor der im Mai aufgestellten Statue

( DKP Trier)

Ende November trafen sich die Frauenkommission der DKP und interessierte Genossinnen in Trier. Der Anlass, sich zu treffen, war der 200. Geburtstag von Karl Marx, der in der Stadt am 5. Mai mit einer großen linken Demo begangen wurde. Auch wenn seit dem Geburtstag selbst schon ein gutes halbes Jahr ins Land gegangen ist, konnte man auch an diesem Wochenende die Präsenz des Begründer des modernen Kommunismus in der Stadt stetig feststellen.
Nachdem die Frauenkommission den Freitagabend genutzt hatte, um sich intern auszutauschen und relevante Frauenpolitische Themen zu diskutieren, traf sie sich am Samstagvormittag mit den Genossinnen und Genossen der DKP Trier und der SDAJ Trier zu einem alternativen Stadtrundgang. Außerdem folgten auch Genossinnen der Kommunistischen Partei Luxemburgs (KPL), die in der „Union des femmes Luxembourgeoises“ organisiert sind, der Einladung ins nah gelegene Trier.
Kathrin Schug, ihres Zeichens Mitarbeiterin eines städtischen Museums, führte bereits eine große Gruppe zur alternativen Stadtführung im Rahmen der Marx-Konferenz von DKP und SDAJ im Mai von der Porta Nigra und dem dortigen Wohnhaus von Karl Marx über das ehemalige Casino am Kornmarkt bis hin zu dem Haus von Jennys Familie in der Neustraße. Glücklicherweise konnte Kathrin Schug auch diesmal für diese interessante alternative Stadtführung gewonnen werden, bei der selbst einige eingefleischte Trierer noch etwas dazulernen konnten. Im Anschluss ging es zum ehemaligen jüdischen Friedhof in Trier-Süd, der sonst nicht zugänglich ist. Der in der jüdischen Gemeinde Trier aktive Peter Szemere trotze mit uns dem sehr herbstlichen Wetter, berichtete von den verschiedenen Bräuchen auf einem jüdischen Friedhof und zeigte uns die Grabstätten von Karl Marx‘ Großeltern.
Nach einer Mittagspause konnten wir gespannt dem Vortrag eines angereisten Genossen über die „Aktualität eines alten Rauschebarts“ unter dem Titel „Wozu eigentlich noch Marx?“ im linken Treffpunkt Komplex–Infoladen Trier lauschen. Der Referent vermochte es, auch schwierigere Sachverhalte eingängig darzustellen und regte eine lebhafte Diskussion mit Mitgliedern, Sympathisantinnen und Gästen im Anschluss an.
Am letzten Tag haben sich die Frauen aus der Bundesrepublik und Luxemburg noch die Marx-Ausstellung im Karl-Marx-Geburtshaus in der Brückenstraße angesehen, die auch nach der Umgestaltung des politischen Teils der Ausstellung am 5. Mai dieses Jahres zu unserem Bedauern noch immer sichtbar durch die antikommunistische Doktrin der Friedrich-Ebert-Stiftung geprägt ist.
Die DKP Trier und die SDAJ Trier bedankt sich für die Ehre, Teil dieses Wochenendes gewesen sein zu dürfen und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit der Frauenkommission der DKP.


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