Vorwurf konstruiert

Von Niki Müller, Friedrichstadt/Nordfriesland
|    Ausgabe vom 30. November 2018

Wir sollten nicht jeder Sau hinterherlaufen, die durchs Dorf getrieben wird. Wenn unsere Partei es in beeindruckender Weise geschafft hat, viele Genossinnen und Genossen für die Gedenkveranstaltung zur Novemberrevolution zu mobilisieren, die ja im engen Zusammenhang mit der eigenen Entstehungsgeschichte steht, dann ist dies erfreulich und lobenswert.
Wenn es Bündnispartner nicht im selben Maße geschafft haben, dafür zu mobilisieren, dann ist es bedauerlich. (…) Daraus jedoch einen Vorwurf gegen die verantwortlichen DKP- und SDAJ-Genossen zu konstruieren ist schon, gelinde gesagt, ziemlich schräg.
Und wenn darüber hinaus an diesem Traditionstag nicht nur das Ereignis als solches, sondern die Gründe der Entstehung sowie die Ursachen des Scheiterns – genauer der Niederschlagung – samt den dafür verantwortlichen Akteuren in kurzen Beiträgen an den historischen Stätten beleuchtet werden, dann ist dies nicht nur legitim. Es ist auch erforderlich. (…)
Was also will uns der Elmshorner Leserbrief mit seiner inhaltlich nicht genauer begründeten Kritik empfehlen? Wir schicken, falls die Partner zu wenig Teilnehmer mobilisieren konnten, einen Teil unserer Genossinnen wieder nach Hause, damit nicht der Eindruck entsteht, hier erscheinen so viele Kommunisten und das könnte als Dominanz empfunden werden? (…) Bündnispolitik ist für uns elementarer Bestandteil zur Durchsetzung gemeinsamer Interessen, es ist aber kein Selbstzweck. (…)
Ich danke den Kieler GenossInnen der DKP, der SDAJ und allen anderen Akteuren, die zum erfolgreichen Gelingen einer angemessenen Würdigung des 100sten Jahrestages der Novemberrevolution beigetragen haben.


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