Politik
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Ethecon-Awards

|    Ausgabe vom 16. November 2018

Die diesjährige Verleihung der ethecon-Awards findet am Samstag in Berlin statt. Mit dem Blue Planet Award ehrt die Stiftung die US-amerikanische Friedensaktivistin Mary Ann Wright. Sie verließ 2003 die US-Armee, um gegen die Invasion des Iraks zu protestieren. Wright kritisierte zudem die damalige Bush-Regierung für ihren Umgang mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt und Nordkorea sowie die Einschränkung der bürgerlichen Freiheiten nach dem Anschlag auf das World Trade Center. Sie demonstrierte vor dem US-Gefängnis Guantánamo und entging als Teilnehmerin des „Ship to Gaza Convoy“ im Jahr 2010 nur knapp dem Massaker auf der „Mavi Marmara“.
Der Negativpreis „Black Planet Award“ stellt hochrangige Mitarbeiter des weltgrößten Automobilherstellers Volkswagen an den Pranger. Herbert Diess (Vorsitzender des Vorstands), Hans-Dieter Pötsch (Vorsitzender des Aufsichtsrats), Wolfgang Porsche (Großaktionär) und Stephan Weil (Großaktionär und Ministerpräsident von Niedersachsen) sollen „stets zu Gunsten des persönlichen Vorteils sowie des größtmöglichen Profits“ gearbeitet haben und „treten dabei Umwelt- und Gesundheitsschutz sowie Arbeits- und Menschenrechte mit Füßen“. An der Preisverleihung teilnehmen werden die Empfänger des Schmähpreises nicht. „Grundsätzlich sind die Geschmähten nicht zu den Verleihungen eingeladen, sie bekommen ihre Preistrophäe im Rahmen öffentlicher Aktionen persönlich zugestellt“, sagte Niklas Hoves, Geschäftsführer von ethecon, auf UZ-Anfrage.


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Leserbrief zu Artikel »Ethecon-Awards«, UZ vom 16. November 2018





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