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Helmut-Kohl-Platz

Von lm
|    Ausgabe vom 9. November 2018
 (Foto: Bundesarchiv, Bild 183-1990-0502-026 / CC-BY-SA 3.0)
(Foto: Bundesarchiv, Bild 183-1990-0502-026 / CC-BY-SA 3.0)

Helmut Kohl hat während seiner Regentschaft einiges getan, um die Mietpreise nach oben zu treiben. Der soziale Wohnungsbau wurde faktisch abgeschafft, die Wohnungsgemeinnützigkeit abgeschafft. Alles, was die Versorgung gewährleistet und die Preise niedrig hielt, wurde als „Wettbewerbsverzerrung“ verteufelt. Daran hielt sich später auch Rot-Grün.
Und auch die CDU in Osnabrück macht Helmut Kohl in Sachen Wohnungspolitik alle Ehre: Ein Bürgerbegehren zur Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft lehnt sie ab und jedes Jahr fallen in dieser niedersächsischen Provinzmetropole mehr Wohnungen aus der Sozialbindung, als neue geschaffen werden. Ergebnis: Bezahlbarer Wohnraum ist kaum noch vorhanden.
Aber mit einer kühnen Idee will die Osnabrücker CDU doch noch die Preise drücken: Sie will den Berliner Platz in Helmut-Kohl-Platz umbenennen. Der Eigentümer des einzigen Anlieger-Hauses hat den Trick durchschaut und ist konsequent dagegen. Berlin klinge nach Weltstadt, Helmut Kohl dagegen mache die Lage unattraktiver. Die Mieter kennen wie so häufig ihre Interessen nicht und sind auch gegen eine Umbenennung – wegen irgendwelcher CDU-Spendenaffären und weil das Papierkram bedeute.
Aber mal ehrlich, wer würde denn für einen Mietpreis von sagen wir mal 5 Euro nicht gerne im Szeneviertel in der Seehofergasse wohnen, in der Merkelstraße (zentral, aber ruhig) oder mit Familie, Hund und SUV in der grünen Vorstadt als Anwohner der Ursula-von-der-Leyen-Allee?


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Leserbrief zu Artikel »Helmut-Kohl-Platz«, UZ vom 9. November 2018





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