Aufstand der Matrosen

|    Ausgabe vom 2. November 2018
Der Kleinbürger schaut voller Sorge auf rote Matrosen vor seinem Laden.  (Foto: Riva Film)
Der Kleinbürger schaut voller Sorge auf rote Matrosen vor seinem Laden. (Foto: Riva Film)

In einem 90-minütigen Doku-Drama erzählen NDR und Arte die dramatischen Tage zwischen dem 30. Oktober und dem 9. November 1918.
Die Heizer des Kriegsschiffes SMS „König“ löschen auf hoher See das Feuer in den Kesseln und verweigern sich in den letzten Tagen des I. Weltkrieges, selbst verfeuert zu werden.
Im Zentrum stehen der Matrose Karl Artelt (Lucas Prisor), seine Verlobte Helene Hartung (Henriette Confurius) sowie deren Bruder August (Alexander Finkenwirth). Karl stellt sich an die Spitze der aufständischen Matrosen, sucht Kontakt zu revolutionären Arbeitern, will eingesperrte Genossen befreien. Ihm steht der neue Gouverneur von Kiel gegenüber, Admiral Wilhelm Souchon (Ernst Stötzner). Er will Sozialdemokraten einsetzen, um Verhandlungen mit den Matrosen führen zu können. Auf seine Truppen kann er sich nicht mehr verlassen. Dafür holt er den SPD-Reichstagsabgeordneten Gustav Noske (Rainer Reiners) nach Kiel.
Während tausende Menschen in Kiel noch die Gefallenen des Aufstandes ehren, tragen die aus Kiel in die Heimat abreisenden Matrosen schon den Funken der Revolution ins ganze Reich – die Novemberrevolution beginnt.
Durch die begleitenden Interviews erfährt man nicht viel, außer dass Björn Engholm noch lebt und Flotillenadmiral Kay-Uwe Schönbach durchaus Verständnis für den „Unmut“ der Matrosen zeigt, weil der Heldentod zum Ende des Krieges seiner Meinung nach „für weite Kreise der unteren Chargen der Marine so nicht mehr nachvollziehbar“ war. Na, immerhin.

So., 4.11., 20.15 Uhr, NDR


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