Der rote Kanal

|    Ausgabe vom 19. Oktober 2018

Warlock
Drei der Großen des US-amerikanischen Kinos der 50er und 60 Jahre: Richard Widmark, Henry Fonda und Anthony Quinn, sind in diesem Western gemeinsam zu sehen. Die Story ist nicht unbedingt umwerfend, klassische Dramaturgie, routiniert von Edward Dmytryk in Szene gesetzt. 1959 stehen die drei Hollywoodstars mitten in ihrer langen Karriere und zeigen auch in diesem B-Picture ihr Können.
Fr., 19.10., 22.25 Uhr, 3Sat

Eric Burdon
Wer danach noch nicht ins Bett will oder kann: Der Mitschnitt eines Konzerts des Musikers, der den „Blues hat“, den er so unvergleichlich über die Rampe bringt. Auch wenn die zahlreichen Ups and Downs des Rock-‘n‘-Roll-Lebens mit den üblichen Drogenexzessen nicht spurlos an ihm vorübergegangen sind, zeigt er auf der Bühne in Berlin einmal mehr, dass er zusammen mit seiner hochkarätigen Band spielend leicht den Saal rocken kann.
Sa., 20.10., 00.30 Uhr, arte

Die Protokollantin
Eine neue Serie startet im ZDF: Die großartige Iris Berben in der Rolle einer Frau, die bei Kriminalfällen die Verhöre minutiös zu protokollieren hat. Was dies für eine Belastung ist, auch durch das eigene Erleben mit dem ungeklärten Verschwinden ihrer Tochter vor elf Jahren und der Entlassung des mutmaßlichen Mörders, spielt Iris Berben intensiv und berührend. Gute Schauspielerkolleginnen und -kollegen an ihrer Seite, Nina Grosse schrieb ein hoffentlich gutes Drehbuch, auf dass die Serie die fünf Folgen trägt.
Sa., 20.10., 21.45 Uhr, ZDF

The Loft
Es ist nur das Hollywood-Remake des gleichnamigen belgischen Films von 2008, der in seiner Heimat alle Besucherrekorde brach. Aber der Regisseur blieb, auch einige Darsteller und Crew-Mitglieder. Fünf Ehemänner, ein Geheimnis: Sie teilen sich ein Loft für sexuelle Abenteuer. Jeder hat einen Schlüssel, die Wohnung ist alarmgesichert und alle haben sich zur Diskretion verpflichtet. Als eines Tages eine Tote, blutüberströmt und gefesselt, dort auf dem Bett liegt, stehen sie vor einem Problem: Einer von ihnen muss der Mörder sein, aber keiner gibt die Tat zu. Die Clique kommt vor Ort zusammen, um herauszufinden, was passiert ist. Und das möglichst bevor die Polizei kommt.
Sa., 20.10., 23.45 Uhr, MDR

Tatort: KI
Die sowohl vom Sender wie auch in Vorschauen publizierte Inhaltsangabe zu diesem bayerischen Krimi der wie ein altes Ehepaar agierenden Batic und Leitmayr lässt nichts Spannendes noch Erhellendes erhoffen. Eine völlig abgedrehte Geschichte über Menschen, die in die Fänge von Forschern zur „Künstlichen Intelligenz“ geraten, und Polizisten, die hilflos sind und den Ereignissen eher hinterherlaufen, wird wohl kein Highlight der traditionellen Serie am Sonntagabend sein.
So., 21.10., 20.15 Uhr, ARD

Frankfurt, Dezember 17
Möglicherweise die bessere Wahl, wenn man denn schon das Gerät einschaltet: Die Erzählstruktur ist ungewöhnlich. Drei Handlungsstränge sind es, die hier miteinander verwoben werden, sich zum Teil gegenseitig bedingen, manchmal nur andere Facetten der Tragödie beleuchten. Die Zusammenhänge werden dabei erst nach und nach klar, der Film von Petra K. Wagner verzichtet auf eine klare Chronologie. So lernen wir die Protagonisten erst durch Rückblicke wirklich kennen, die Wagner aber nicht als solche kennzeichnet. Ein bisschen Mitdenken wird hier also schon vorausgesetzt, um der Geschichte folgen zu können.
So., 21.10., 20.15 Uhr, One


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Leserbrief zu Artikel »Der rote Kanal«, UZ vom 19. Oktober 2018





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