Streit um US-Basis in Japan

|    Ausgabe vom 5. Oktober 2018

m Streit um die Verlegung eines US-Truppenstützpunkts auf Japans Südinsel Okinawa droht der Regierung des rechtskonservativen Ministerpräsidenten Shinzo Abe ein empfindlicher Dämpfer. Bei der Wahl zum Gouverneur von Okinawa, wo das Gros der USA-Truppen in Japan stationiert ist, hat Regierungskandidat Atsushi Sakima eine Niederlage erlitten. Sieger der Wahl ist der frühere Oppositionsabgeordnete Denny Tamaki.
Im Mittelpunkt des Wahlkampfes standen die Pläne der Regierung Abe, den mitten in einem Wohngebiet der Stadt Ginowan gelegenen Marineinfanterie-Stützpunkt Futenma in das weniger dicht besiedelte Küstengebiet Haneko auf Okinawa zu verlegen. Tamaki will, dass der Stützpunkt ganz aus Okinawa verschwindet. Sein Wahlsieg könnte die Umsetzung der Pläne der Zentralregierung erschweren.
Der Stützpunkt Futenma hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Proteste in der Bevölkerung auf Okinawa ausgelöst. Schon seit 2006 besteht eine Vereinbarung, den Stützpunkt nach Haneko im Westen der Insel zu verlegen, in ein Naturschutzgebiet. Dieses bietet Lebensraum für bedrohte Arten, unter anderem für den Meeressäuger Dugong.


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