Wie geht Antifaschismus?

Von Thomas Mehner, Krefeld
|    Ausgabe vom 20. Juli 2018

Nach einer wirklich treffenden Darstellung der monopolkapitalistischen Profiteure des Flüchtlingselends und ihrer Methoden und Ziele (Lohndrückerei, schlechtere Arbeitsbedingungen, Ausweitung des Armutslohnsektors) sowie der politischen Betreiber der dazu nötigen bürgerlichen Politik sollte die strategische Orientierung klar sein: Kampf gegen den so erkannten Gegner, also das Monopolkapital und seine asozialen Interessen an Maximalprofit nach innen, Kampf gegen seine imperialistische Ausplünderungs-, Kriegs- und Zerstörungspolitik nach außen („mehr deutsche Verantwortung“), die das Flüchtlingselend erst verursacht, Kampf für die eigenen Interessen an Frieden und sozialer Sicherheit mit dem Ziel des Sozialismus. Diese zentrale Strategie wird auch Antimonopolismus genannt und ist Inhalt des von Kommunisten gegen das Monopolkapital als dominierendes gesellschaftliches Verhältnis geführten Kampfes. Sollte man meinen. Statt dessen zieht Lucas Zeise in der UZ jedoch zuallererst und allein die Schlussfolgerung: Immigration stoppen, Grenzen zu, damit die Menschen nicht noch mehr gegen die Falschen wüten. Vom Monopolkapital ist auf einmal keine Rede mehr. Was soll das? Günstigstenfalls ist so etwas das Nachbeten rechtsopportunistischer Entgleisungen von Pseudo-Linken wie Wehr oder Wagenknecht oder von Aufstehen gegen Rassismus. Schlimmstenfalls schreitet man so plötzlich Seit‘ an Seit‘ mit der AfD und rätselt, wie man da wohl hingekommen ist. Liebe UZ, Kommunisten brauchen da mehr klare antimonopolistische klassenmäßige Orientierungen, nicht so ein dummes Zeug.


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