Büchel dichtmachen

Das Aktionswochenende der DKP und SDAJ gegen das Atomwaffenlager Büchel
Von Mathias Meyers
|    Ausgabe vom 20. Juli 2018
2016 demonstrierte die DKP mit ihren drei Schwesterparteien NCPN, PTB und KPL in Büchel (Foto: Tom Brenner)
2016 demonstrierte die DKP mit ihren drei Schwesterparteien NCPN, PTB und KPL in Büchel (Foto: Tom Brenner)

Die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) und die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) beteiligen sich seit 2016 an der jährlich stattfindenden Aktionspräsenz der Kampagne „Büchel – atomwaffenfrei“. Von März bis Oktober finden unterschiedlicheAktionen gegen das Atomwaffenlager statt.
Ab dem 19. Juli übernehmen die DKP und die SDAJ die Staffel für vier Tage. Die Kommunistinnen und Kommunisten wollen ein ein starkes Signal gegen die Lagerung der US-Atomwaffen im rheinland-pfälzischen Büchel setzen und haben vielfältige Aktionen vorbereitet. Vorgesehen sind sowohl Aktionen und Kundgebungen vor dem Fliegerhorst als auch in den Städten der Umgebung. Mit aktionsorientierten Infoständen wird die DKP die Forderung nach Abschaffung der Atomwaffen vertreten und Unterschriften für den Aufruf „Abrüsten statt Aufrüsten!“ sammeln. Im gut ausgestatteten Camp auf der Friedenswiese vor den Toren des Atomwaffenlagers wird es ebenfalls ein Programm geben. Am 20. Juli wird Anne Rieger (Bundesausschuss Friedensratschlag) über Rüstungskonversion sprechen und ein Argumentationstraining zu dieser Frage anbieten. Abends wird Achim Bigus mit „Liedern gegen Faschismus und Krieg“ unseren Friedenskampf künstlerisch fördern. Am nächsten Tag findet um 14 Uhr eine internationale Kundgebung mit Beteiligung der Kommunistischen Parteien aus Belgien, Niederlande, Luxemburg vor dem Haupttor des Atomwaffenlagers statt. Am gleichen Tag ist um 18 Uhr ein Gespräch mit kommunistischen, autonomen und pazifistischen Frauen über die Geschichte der Frauenfriedensbewegung vorbereitet.
Mainzer Kommunisten besuchten am vergangenen Samstag die Internationale Woche der 20-wöchigen Aktionskampagne „Büchel ist überall – atomwaffenfrei jetzt!“ vor dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel. Aktivistinnen und Aktivisten unter anderem aus Neuseeland, Kasachstan, USA, Großbritannien und den Niederlanden unterstützten die Kampagne mit eigenen Beiträgen und Aktionen. Am 15. Juli meldeten die Nachrichten, dass es 18 Atomwaffengegnerinnen und -gegnern gelungen ist, in den Sicherheitsbereich des Fliegerhorst einzudringen – eine öffentlichkeitswirksame Aktion, für die Militärs ein besonderes Ärgernis und für uns eine starke internationalistische Solidarität.
Rheinland-Pfalz spielt in den militärischen Planungen der NATO und der Bundeswehr schon seit Jahrzehnten eine herausragende Rolle. Die Dichte an militärischen Anlagen ist beispiellos. Außer dem Fliegerhorst Büchel mit den dort lagernden Atomwaffen haben wir mit der Airbase Ramstein eine weitere zentrale militärische Einrichtung, von der aus zum Beispiel die Drohneneinsätze der USA weltweit gesteuert werden. Hinzu kommen weitere Flughäfen, Munitionslager, Kasernen und sonstige militärische Einrichtungen, die für die Kriege Deutschlands und der NATO von Bedeutung sind.
Die DKP und die SDAJ in Rheinland-Pfalz kämpfen als Teil der Friedensbewegung dagegen, dass Rheinland-Pfalz als Flugzeugträger der NATO und des deutschen Militarismus missbraucht wird. Die DKP fordert  den Stopp der nuklearen Aufrüstung, den Abzug der US-Atombomben aus Büchel und das Verbot aller Atomwaffen.


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