K-Pop

Von lm
|    Ausgabe vom 27. April 2018
 (Foto: [url=https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Seventeen_(%EC%84%B8%EB%B8%90%ED%8B%B4)_at_2015_Summer_K-POP_Festival.jpg]Korean Culture and Information Service (Jeon Han)/Wikimedia Commons[/url])
(Foto: Korean Culture and Information Service (Jeon Han)/Wikimedia Commons / Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Die Beschallung Nordkoreas mit K-Pop, einer besonders totalitären und zerstörerischen Waffe aus dem Arsenal der Kulturindustrie, ist beendet worden. Die Nordkoreaner werden aufatmen, schließlich sind Kampfeinheiten wie die Gruppe „Siebzehn“, trotz ihres äußerlich jungen Erscheinungsbildes offenbar in der Zeit der südkoreanischen Diktatur des General Park Chung-hee ausgebildet worden.
Kurz vor dem Gipfeltreffen mit Nordkorea hatte Südkorea in der letzten Woche diesen „Schritt zur Entschärfung des Propagandakriegs“ zwischen beiden Ländern bekanntgegeben und die Lautsprecher-Beschallung an der Grenze in Richtung Norden vorläufig eingestellt, wie das Armeeministerium mitteilte.
Neben scheinbar belanglosen Themen (vor allem: Liebe zu sich selbst), haben K-Pop-Bands durchaus tiefgehende, unterschwellige Botschaften. „Siebzehn“ schafft es beispielsweise in ihrem Song „Danke“ in nur einer Zeile die Verbundenheit Nord- und Südkoreas und die existenzielle gegenseitige Bedrohung zu thematisieren und dabei jegliche Annäherung zu negieren: „Mein Herz wird sich nicht ändern, es wird sich niemals ändern. Nicht einmal, wenn du mich auslöschst, wir werden uns nicht ändern. Wir sind eingemeißelt im Herzen des anderen.“


  Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (redaktion@unsere-zeit.de):

Leserbrief zu Artikel »K-Pop«, UZ vom 27. April 2018





Wir bitten darum, uns kurze Leserzuschriften zuzusenden. Sie sollten unter der Länge von 1800 Zeichen bleiben. Die Redaktion behält sich außerdem vor, Leserbriefe zu kürzen und kann nicht versprechen, dass jeder Leserbrief beantwortet oder veröffentlicht wird. Anonyme Leserzuschriften werden in der Regel nicht veröffentlicht.