Der rote Kanal

|    Ausgabe vom 20. April 2018

Weiße Nacht
Nicht unbedingt innovativ: Mit „Rebe­cka Martinsson“ kommt ein weiterer Ermittlertyp aus Skandinavien. Ida Engvoll spielt eine junge Karriereanwältin, die in ihrer Heimat im hohen Norden rätselhafte Morde aufzlärt. Außer dass die Titelheldin schön und hochintelligent ist und nicht so derangiert daherkommt wie viele andere Hauptpersonen, bleibt alles im sicheren Fahrwasser heutiger Krimikost.
Sa., 21.4., 20.15 Uhr, one

Die 50 Tage
Im Herbst 1989 übernimmt Egon Krenz die Positionen von Erich Honecker und wird Staatsratsvorsitzender und Generalsekretär der SED. Sein Ziel sei es gewesen, den Sozialismus in der DDR zu retten, wird er später sagen. Doch sein Plan, sein Land vor der andrängenden Konterrevolution zu retten, scheitert. Wenige Wochen nach dem Amtsantritt muss er seinen Posten wieder räumen. Die Klassenjustiz der BRD rächt sich 1997 an ihm und wirft ihn bis 2003 in den Knast. Die Dokumentation liefert wenig Neues und obwohl 2016 fertig gestellt, vermisst man saubere Recherche, sondern bekommt bekannte Häme.
So., 22.4., 21.00 Uhr, zdf info

Ein Platz an der Sonne
Montgomery Clift und Elizabeth Taylor in diesem US-Film von 1951, beide noch am Anfang ihrer Karriere, spielen sich in diesem klassischen Drama die Seele aus dem Leib. Der Aufsteiger, der zum „strahlenden Helden“ wird, dessen Abstieg aber schon im Aufstieg beginnt und der schließlich an sich selbst scheitert und verzweifelt. Die Romanvorlage „Eine amerikanische Tragödie“ von Theodore Dreiser kam nach endlosen Schnittkorrekturen durch Regisseur George Stevens erst in die Kinos.  Nach Ansicht von Charlie Chaplin schuf Stevens mit diesem Film ein Meisterwerk.
Mo., 23.4., 20.15 Uhr, arte


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Leserbrief zu Artikel »Der rote Kanal«, UZ vom 20. April 2018





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