Oktoberrevolution international

Loslösung vom Opportunismus

Von KKE
|    Ausgabe vom 22. Dezember 2017
Aufführung bei der KKE-Festveranstaltung in Athen. (Foto: KKE)
Aufführung bei der KKE-Festveranstaltung in Athen. (Foto: KKE)

Auszug aus dem Beitrag der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE) auf der Veranstaltung der Partei der Arbeit Österreichs (PdA) zum 100. Jubiläum der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution in Wien (11. November 2017)

Die KKE ehrt die bolschewistischen Kommunisten, die den bürgerlichen kapitalistischen Staat in seinen Fundamenten zerstörten, um den demokratischsten Staat, den Staat der Arbeiterinstitutionen der Diktatur des Proletariats, aufzubauen. Auch wenn dieser Staat heute nicht mehr besteht, ändert das in keiner Weise die Tatsache, dass unser Zeitalter weiterhin jenes des Übergangs vom Kapitalismus zum Sozialismus ist, was sich aus den unüberwindbaren Sackgassen der kapitalistischen Produktionsweise selbst ergibt.
Es ist heute erforderlich, dass die Kommunisten Schlussfolgerungen aus dem Verlauf der sozialistischen Revolution und des sozialistischen Aufbaus ziehen. Was war das, das zum Sieg der Bolschewiki geführt hat?
Zunächst ist es offenkundig, dass dieser Sieg nicht möglich wäre ohne das Bestehen der organisierten Vorhut der Arbeiterklasse, ohne das Bestehen der bolschewistischen Partei, einer Partei, gestählt in den Klassenkämpfen und im Kampf gegen die Strömungen des Opportunismus, der Menschewiki und der Sozialrevolutionäre, die den Fatalismus pflegten, parlamentarische Illusionen verbreiteten, die bürgerliche Provisorische Regierung unterstützten, die im Februar 1917 gebildet wurde, die die Sowjets während eines kritischen Zeitraums fesselten und versuchten, sie ihrer Kraft zu berauben. Ohne die ideologisch-politische und organisatorische Loslösung vom Opportunismus, dem harten Kampf gegen ihn, gegen die parlamentarischen Illusionen und die Logik der Verwaltung und Reform des Kapitalismus, würde es keine Revolution geben.
So wie es auch keine siegreiche Entwicklung der Revolution geben könnte, wenn Lenin und die bolschewistische Partei im April 1917 nicht die Aufgaben für die sozialistische Revolution festlegten, indem sie frühere Erwägungen überwanden. Somit können wir mit Sicherheit sagen, dass der Rote Oktober die unersetzliche Rolle der politischen revolutionären Vorhut, der Kommunistischen Partei als leitendem Faktor sowohl während der sozialistischen Revolution als auch insgesamt im Kampf für die Gestaltung, Verstärkung und den endgültigen Sieg der neuen kommunistischen Gesellschaft aufzeigte.
Seitdem mögen 100 Jahre vergangen sein, aber die Rolle des Opportunismus, der Hang zum Kompromiss mit dem Kapitalismus, zum „Klassenfrieden“, zur Verwaltung des Systems, die von opportunistischen und sozialdemokratischen Kräften alter und „neuer“, aber die für die Arbeiterbewegung genauso gefährlicher Art kultiviert werden, bleiben genauso schmutzig oder sogar schmutziger. Für die Kommunisten kann es kein „überbrückendes“ Bündnis und keine Einheit mit diesen Kräften geben, die innerhalb der Volks- und Arbeiterbewegung „Träger“ der bürgerlichen Ideologie sind, diese immer entwaffnet und zahn- und kraftlos haben will. Im Gegenteil, es ist der Kampf mit dem Opportunismus und der Sozialdemokratie, der den revolutionären Kräften Kraft gibt.


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Leserbrief zu Artikel »Loslösung vom Opportunismus«, UZ vom 22. Dezember 2017





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