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Themen: DKP
Interview

DKP stärken – Beitragsaufkommen erhöhen

Werner Sarbok im Gespräch mit Klaus Leger
|    Ausgabe vom 8. Dezember 2017

Aus dem Beschluss der 11. Tagung des Parteivorstands der DKP am 26.11.2017
Die DKP führt vom 1. Januar 2018 und bis zum 31. Dezember 2018 eine Kampagne zur Steigerung ihrer Finanzkraft durch eine Erhöhung des Beitragsaufkommens durch.
Ziel ist die Steigerung des bundesweiten, durchschnittlichen Beitrags von aktuell knapp 15,00 Euro um 2,00 Euro auf 17,00 Euro je Mitglied und Monat.

Aus der Beitragsordnung der DKP
Beiträge der Mitglieder sind auf der Grundlage des Bruttoeinkommens wie folgt zu entrichten:
bis        400,- Euro    mindestens      2,-
bis        500,- Euro    mindestens      4,-
bis        600,- Euro     mindestens      6,-
bis        800,- Euro     mindestens      8,-
bis     1 000,- Euro    mindestens    10,-
bis      1 200,- Euro     mindestens     13,-
bis     1  500,- Euro     mindestens    16,-
bis     1 800,- Euro     mindestens   20,-
bis     2 300,- Euro     mindestens    25,-
bis     2 500,- Euro     mindestens   30,-
bis     3 000,- Euro     mindestens   40,-
bis     3 500,- Euro     mindestens   50,-
bis    4 000,- Euro     mindestens   60,-
bis    5 000,- Euro     mindestens    75,-
über  5 000,- Euro     mindestens 100,-

Klaus Leger ist Bundeskassierer der DKP und Leiter ihrer Finanzkommission.

Klaus Leger ist Bundeskassierer der DKP und Leiter ihrer Finanzkommission.

Der Parteivorstand der DKP hat auf seiner letzten Tagung eine Kampagne zur Erhöhung des Beitragsaufkommens beschlossen. Darüber sprachen wir mit Klaus Leger, Bundeskassierer der DKP und Leiter ihrer Finanzkommission.

UZ: Welchen Stellenwert haben die Mitgliedsbeiträge für die DKP?

Klaus Leger: Mitgliedsbeiträge sind der mit Abstand höchste Einzelposten im Haushalt der DKP. Seit vielen Jahren gilt das Prinzip, dass die Kosten für unsere hauptamtliche Tätigkeit durch die PV-Anteile an den Beitragseinnahmen gedeckt sein müssen. Das werden wir auch in Zukunft so handhaben – und damit wird der unmittelbare Zusammenhang zwischen den Beitragseinnahmen und der organisationspolitischen Handlungsfähigkeit der DKP deutlich.

UZ: Wie haben sich die Beitragszahlungen in den letzten Jahren entwickelt?

Klaus Leger: Erfreulich stabil. 2017 werden die Beitragseinnahmen gegenüber dem Vorjahr sogar etwas anwachsen. Der durchschnittliche Mitgliedsbeitrag steigt bereits seit drei Jahren leicht an. Hier möchten wir auch mit unserer Kampagne zur Erhöhung des Beitragsaufkommens ansetzen.

UZ: Was ist das Ziel dieser Kampagne?

Klaus Leger: In ihrem 50. Lebensjahr ist die Handlungsfähigkeit der Kommunistischen Partei notwendiger denn je. Wir müssen die Wahrnehmbarkeit der DKP erhöhen. Nur so ist es möglich, unsere Partei wieder stärker in der Klasse, in Betrieben, Gewerkschaften und im Wohngebiet zu verankern. Das erfordert die Sicherung und den weiteren Ausbau der finanziellen Grundlagen der DKP auf allen Ebenen. Wir wissen: Organisierter Widerstand kostet Kraft, aber auch Geld!

UZ: Wie stellst du dir die Umsetzung vor?

Klaus Leger: Im Zeitraum der Kampagne werden möglichst alle Mitglieder der DKP durch die Kassiererinnen und Kassierer oder einem anderen Vorstandsmitglied auf eine Erhöhung der Beitragszahlung angesprochen. Wir wissen natürlich, dass insbesondere viele Genossinnen und Genossen mit einem geringen Einkommen die Grenze ihrer finanziellen Belastbarkeit erreicht haben. Daher wenden wir uns mit der Kampagne vor allem an Genossinnen und Genossen mit einem mittleren oder höheren Einkommen. Hier sehen wir Reserven, wenn beispielsweise Einkommensentwicklungen nicht immer mit der Beitragsordnung abgeglichen wurden. Viele Kreise und Gruppen sind mittlerweile auf Beitragseinzug durch Daueraufträge oder Einzugsermächtigungen umgestiegen. Auch das führt dazu, dass die Beitragshöhe nicht regelmäßig überprüft wird.
Die Kampagne wird dann ein Erfolg, wenn die Partei sich dieser Aufgabe kollektiv stellt und die finanzielle Sicherung der DKP auf einer Mitgliederversammlung in jeder Gruppe thematisiert wird.

UZ: Vor welchen finanziellen Herausforderungen steht die Partei in den nächsten Monaten?

Klaus Leger: 2018 feiern wir gleich mehrere Jubiläen, den 200. Geburtstag von Karl Marx, 100 Jahre KPD und Novemberrevolution, 50 Jahre DKP und SDAJ. Wir führen unseren 22. Parteitag im März durch und laden im September zum 20. UZ-Pressefest nach Dortmund ein. 2018 wird ein arbeitsreiches Jahr mit vielen Chancen, unsere politischen Positionen zu verbreiten. Diese Pläne lassen sich nur mit der tatkräftigen und finanziellen Unterstützung vieler Freunde und Mitglieder der DKP realisieren.

Aus dem Beschluss der 11. Tagung des Parteivorstands der DKP am 26.11.2017
Die DKP führt vom 1. Januar 2018 und bis zum 31. Dezember 2018 eine Kampagne zur Steigerung ihrer Finanzkraft durch eine Erhöhung des Beitragsaufkommens durch.
Ziel ist die Steigerung des bundesweiten, durchschnittlichen Beitrags von aktuell knapp 15,00 Euro um 2,00 Euro auf 17,00 Euro je Mitglied und Monat.

Aus der Beitragsordnung der DKP
Beiträge der Mitglieder sind auf der Grundlage des Bruttoeinkommens wie folgt zu entrichten:
bis        400,- Euro    mindestens      2,-
bis        500,- Euro    mindestens      4,-
bis        600,- Euro     mindestens      6,-
bis        800,- Euro     mindestens      8,-
bis     1 000,- Euro    mindestens    10,-
bis      1 200,- Euro     mindestens     13,-
bis     1  500,- Euro     mindestens    16,-
bis     1 800,- Euro     mindestens   20,-
bis     2 300,- Euro     mindestens    25,-
bis     2 500,- Euro     mindestens   30,-
bis     3 000,- Euro     mindestens   40,-
bis     3 500,- Euro     mindestens   50,-
bis    4 000,- Euro     mindestens   60,-
bis    5 000,- Euro     mindestens    75,-
über  5 000,- Euro     mindestens 100,-


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