Black Friday

Von CH
|    Ausgabe vom 1. Dezember 2017
 (Foto: [url=https://www.flickr.com/photos/diariocriticove/8211476930]Diariocritico de Venezuela/flickr.com[/url])
(Foto: Diariocritico de Venezuela/flickr.com / Lizenz: CC BY 2.0)

Eine Erscheinung bei sterbenden Gesellschaften ist der Drang nach hemmungsloser Völlerei. So überschlugen sich die Orgien im spätantiken Rom an Pomp und Extravaganz, während die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Probleme ungelöst blieben.
Ähnliches kommt einem in den Sinn, wenn man die neueste Marketingerfindung sieht, die zu uns über den Atlantik schwappt. Der „Black Friday“ verspricht „unerhörte Rabatte“ auf Konsumgüter, die sich der Durchschnittskonsument weder leisten kann, noch eigentlich braucht. Die immer schmaler werdende Lohntüte wird dann ausgequetscht, damit man in kollektiver Raserei einen 40-Zoll-Fernseher ergattert.
Anstatt sich mit ein bisschen neuem Elektroschrott kurzzeitig abzulenken, wäre es wohl sinnvoller, sich Gedanken über die heutigen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Probleme zu machen und wie die kommende Gesellschaftsform sie lösen kann.


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Leserbrief zu »Black Friday«, UZ vom 1. Dezember 2017





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