Wie herankommen?

Von Ulrich Straeter, Essen
|    Ausgabe vom 6. Oktober 2017

Die Artikel von Patrik Köbele lese ich immer gern, weil er „gewisse Probleme“ sehr genau auf den Punkt bringt und ich ihm fast immer zustimmen kann. Leider kommt bei vielen (auch anderen) Artikeln dann zum Schluss der „Parteihammer“, sonst könnte ich manchen Text viel besser in bürgerlichen Kreisen verteilen.
Es heißt: „…wenn wir der Arbeiterklasse umfassende Erklärungen und Perspektiven anbieten, mit denen die Menschen (sic!) ihre begründete Wut und ihre alltägliche Unzufriedenheit von  bürgerlichen Vorurteilen befreien können …“
Ja, das stimmt, nur: wie kommt man an diese Leute heran? Wer liest z. B. die UZ? Auch große Teile der Arbeiterklasse, wenn es sie denn in der Form noch gibt, lesen sie nicht und sind sozialistischem Denken gegenüber abweisend. Warum das so ist, wissen wir.
Wie so oft ist das „Was“ klar, aber das (schwierigere) „Wie“ nicht. Leider ist die „Linke“ (als Allgemeinbegriff) gespalten, z. B. in DKP, MLPD und die linke Partei (und sicher noch andere Gruppen). Man sollte sich selbst nichts in die Tasche lügen. Es ist verdammt schwer, an die Menschen heranzukommen. Und bei vielen Demos sehe ich immer dieselben Nasen.


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