Arbeiterbewegung

Kieler Förde

Revolutionäre Matrosen und der Krieg heute
Florian Hainrich
Ausgabe vom 29. September 2017

Die Matrosen Max Reichpietsch und Albin Köbis wurden während der Novemberrevolution hingerichtet. Mit Zehn Schiffen wurde an die Revolutionäre in Kiel erinnert.

Liebe Eva

Ein Stück deutscher Geschichte
M. P. Veit
Ausgabe vom 1. September 2017

Erwirbt man Bücher von der „edition ost im Verlag Das Neue Berlin“, bekommt man (erfreulicherweise) in der Regel auch das, was der Titel verspricht. Das ist auch bei diesem Bändchen nicht wesentlich …

Kein „Verschwinden“ der Arbeiterklasse

Anmerkungen zu Lucas Zeises Rezension von Jörg Miehes Buch*
Herbert Münchow
Ausgabe vom 11. August 2017

Was sich da heute im Kern der Arbeiterklasse und in der Struktur – also im Klassenganzen (nach innen und außen) – verändert?

Das Ende der Doppelherrschaft

Die Juli-Krise 1917 in Russland
nh
Ausgabe vom 21. Juli 2017

Im Frühjahr 1917 und bis in den Sommer hinein hatten die Sozialrevolutionäre und Menschewiki die Mehrheit in den Sowjets der Arbeiter- und Soldatendeputierten. Noch schenkten viele Menschen ihnen Vertrauen. Das begann sich langsam zu …

Entschieden gegen den Kriegskurs

Hugo Haase, erster Vorsitzender der USPD
Michael Henkes
Ausgabe vom 7. Juli 2017
Der Rat der Volksbeauftragten, v. l. n. r. Emil Barth (USPD), Otto Landsberg (SPD), Friedrich Ebert (SPD), Hugo Haase (USPD), Wilhelm Dittmann (USPD), Philipp Scheidemann (SPD) (Dezember 1918) (Foto: public domain)

Der Rat der Volksbeauftragten, v. l. n. r. Emil Barth (USPD), Otto Landsberg (SPD), Friedrich Ebert (SPD), Hugo Haase (USPD), Wilhelm Dittmann (USPD), Philipp Scheidemann (SPD) (Dezember 1918) (Foto: public domain)

Blickt man heute auf die Führung der USPD, und damit auch auf ihre Gründer, zurück, dann ist man schnell versucht in ihnen allein eine progressive, gar revolutionäre, auf jeden Fall aber durch und durch antimilitaristische Kraft zu sehen. War es nicht Hugo Haase, neben Ledebour im April 1917 zum ersten Vorsitzenden der Partei gewählt, der immerzu gegen den Krieg protestierte und eine konsequent antimilitaristische Haltung zeigte, die letztlich 1916–1917 zur Trennung von den Mehrheitssozialdemokraten, d. h. der SPD und ihren rechten Führern führte? Das ist richtig. Aber Hugo Haase verhielt sich viel zu oft eben auch widersprüchlich, ja opportunistisch – im Sommer/Herbst 1917 im Zusammenhang mit der Rebellion der Heizer und Matrosen der kaiserlichen Hochseeflotte (siehe UZ vom 23. Juni), während für die Mehrheit der USPD-Mitglieder diese Rebellion zum Fanal wurde, und auch im Herbst/Winter 1918, also mitten in der Revolution.  

Umwälzung des Gesamtreproduktionsprozesses

Einige Anmerkungen zu Zeise: Wer gehört zur Arbeiterklasse? (UZ, Nr. 24/2017)
Jörg Miehe
Ausgabe vom 7. Juli 2017

(…) „Schrumpfung oder Ausdehnung“ – damit greift Zeise die plakative Schlussfolgerung von Miehes Buch auf und wendet sich vehement gegen die These von der Schrumpfung und gegen die damit einhergehende politische Einschätzung von der …

Wilhelm Liebknecht – Soldat der Revolution

Der Leipziger Hochverratsprozess vom Jahre 1872
Erich Kundel
Ausgabe vom 12. Mai 2017
Wilhelm Liebknecht (in der Mitte im Zeugenstand stehend), August Bebel (1. v.  r.) und Adolf Hepner (2. v.  r.) als Angeklagte beim Leipziger Hochverratsprozess.

Wilhelm Liebknecht (in der Mitte im Zeugenstand stehend), August Bebel (1. v.  r.) und Adolf Hepner (2. v.  r.) als Angeklagte beim Leipziger Hochverratsprozess.

Der Prozess begann am 11. März 1872 in einem Saal des Bezirksgerichts in Leipzig. Gleich zu Beginn war das Gericht bemüht, die des Hochverrats angeklagten Arbeiterführer Bebel. Liebknecht und Hepner als Unruhestifter und …

Kultur ist Klasse

Der Sitz der Karl-Liebknecht-Schule, ein Gebäude mit bewegter Geschichte
hb
Ausgabe vom 14. April 2017
200 Erwerbslose und Arbeitersportler waren aktiv (Foto: UZ-Archiv)

200 Erwerbslose und Arbeitersportler waren aktiv (Foto: UZ-Archiv)

Das Gebäude in Leverkusen-Wiesdorf, in dem sich seit 1977 die Karl-Liebknecht-Schule der DKP befindet, hat eine bewegte Geschichte. Mit seinen Wurzeln in der kommunistischen Kultur- und Sportbewegung konnte diese Tradition bis heute …

„Sie verpflichteten sich solidarisch zusammenzuhalten“

Vor 120 Jahren begann im Hamburger Hafen ein elfwöchiger Streik
Ausgabe vom 25. November 2016
 (Foto: Johann Hamann/wikimedia.org/gemeinfrei)

(Foto: Johann Hamann/wikimedia.org/gemeinfrei)

( Johann Hamann/wikimedia.org/gemeinfrei)   Schauerleute mit ihrem Vizen (auf der Tonne sitzend) im Hamburger Hafen. Das Foto zeigt so genannte „schwarze Schauerleute“ – die Männer arbeiteten als schwarze Kohlenträger. Schauerleute arbeiteten in Gruppen von je sechs bis zwölf Mann, angeführt von einem „Vizen“, der die Funktion eines Vorarbeiters und zugleich die des verlängerten Arms des „Baas“ hatte, also des Unternehmers, der die Schauerleute beschäftigte. (Foto von 1889)

Zur Geschichte der Kulturvereinigung Leverkusen

Am 21. März 1931 fand die feierliche Einweihung der Versammlungsstätte der Arbeiterbewegung statt
Achim Lebrun
Ausgabe vom 26. August 2016

Für die Geschichte der Kulturvereinigung Leverkusen (KVL) ist der Hinweis wichtig, dass der Name der Stadt Leverkusen auf den Chemiker Carl Leverkus zurückzuführen ist. Seine Ultramarinfabrik (der Ursprung des Bayer-Werkes) ließ er 1860 …

Nieder mit dem Krieg, nieder mit der Regierung

Vor 100 Jahren protestierten Arbeiterinnen und Arbeiter gegen den Krieg und gegen die Verhaftung Karl Liebknechts
Ausgabe vom 26. August 2016
Ansprache eines Mitglieds des Arbeiter- und Soldatenrats am Berliner Reichstag, November 1918 (Foto: Bundesarchiv, Bild 146-1972-038-34 / CC-BY-SA)

Ansprache eines Mitglieds des Arbeiter- und Soldatenrats am Berliner Reichstag, November 1918 (Foto: Bundesarchiv, Bild 146-1972-038-34 / CC-BY-SA)

Während die Konzerne immer mehr am Krieg verdienten, wurden die Lebensbedingungen für die Mehrheit der Menschen schon im 2. Halbjahr 1914 und Anfang 1915 immer schwieriger. Ein Kilo Brot kostete beispielsweise im April 1915 in der Stadt …

Gelebter Internationalismus

Lexikon der deutschen Kämpfer für die Spanische Republik
Günter Wehner
Ausgabe vom 13. Mai 2016
Denkmal für die deutschen Kämpferinnen und Kämpfer für die Spanische SRepublik von Fritz Cremer in Berlin-Friedrichshain (Foto: SpreeTom / wikimedia.org/ CC BY-SA 3.0)

Denkmal für die deutschen Kämpferinnen und Kämpfer für die Spanische SRepublik von Fritz Cremer in Berlin-Friedrichshain (Foto: SpreeTom / wikimedia.org/ CC BY-SA 3.0)

Spät aber dennoch rechtzeitig zum 80. Jahrestag des Spanienkrieges und der Internationalen Brigaden erschien das biografische Lexikon deutscher Spanienkämpfer. Den Herausgebern ist mit der umfassenden Zusammenstellung von 4 500 Namen …

Der Grabstein in der Diele

Erinnerung an Adolf Bauer, von den Faschisten im Juli 1932 ermordet
Heinz Stehr
Ausgabe vom 6. Mai 2016

Wer in den letzten 30 Jahren unseren Genossen Bernd Frohböse zu Hause in Brunsbüttel besuchte, musste fast zwangsläufig am Grabstein vorbei. Neuen Besuchern musste Bernd die Geschichte des Steins erklären. Seine Inschrift lautet: „Hier …

KPD-Verbot und politische Justiz

UZ-Dokumentation aus Anlass des 60. Jahrestages des Urteils gegen die KPD
Ausgabe vom Dokumentations-Seiten

2016 jährte sich zum 60. Mal das Verbot der KPD. Über das Verbot und seine Auswirkungen wurden zahlreiche Bücher und dicke Stapel an Broschüren veröffentlicht. In Biografien und vielen …