Musik

Poet, Punkrocker und Kämpfer

Attila The Stockbroker zum 60. Geburtstag
Gesine Pillardy
Ausgabe vom 13. Oktober 2017

Es ist gleich ob man den vielseitigen britischen Künstler Attila The Stockbroker als Solo-Musiker, mit seiner Band „The Barnstormers“ oder als „ranting poet“ (frei übersetzt: lärmender Dichter) Gedichte rezitierend auf der Bühne erlebt, …

Geniale Einfachheit

Zum 50. Todestag der US-amerikanischen Folk-Legende Woody Guthrie
Eva Petermann
Ausgabe vom 29. September 2017

In diesem September hat „Bear‘s Family“, eine Firma, die sich auf Wiederveröffentlichungen spezialisiert hat, anlässlich Woody Guthries 50. Todestag eine umfassende dreiteilige CD-Box herausgebracht …

Verteidigung der Sündenböcke

„Fremde in der Stadt“ – die neue CD von Werner Lutz
Eva Petermann
Ausgabe vom 11. August 2017

Nach der CD „Das Vorletzte“ hat der Erlanger Liedermacher Werner Lutz wieder eine CD herausgebracht: „Fremde in der Stadt“. Im Zentrum des im März 2017 erschienenen Albums, eingespielt mit den Begleitmusikern Mario Bock (Saxophon) und …

Pop gegen Links

Das Netzwerk „Global Citizen“ veranstaltet ein Gratis-Festival zum G20-Gipfel
Kai Degenhardt
Ausgabe vom 30. Juni 2017
Mit Händchenhalten und guter Laune gegen die Schrecken des Kapitalismus. (Foto: lobalcitizen.org)

Mit Händchenhalten und guter Laune gegen die Schrecken des Kapitalismus. (Foto: lobalcitizen.org)

Coldplay, Shakira, Herbert Grönemeyer, Pharrell Williams, Ellie Goulding, Andreas Bourani, Elyas M‘Barek, Florian David Fitz und viele andere – sie alle werden am 6. Juli auf die Bühne einer Hamburger Mehrzweckhalle kommen und sich „für …

Weil nichts bleibt, wie es war

Hannes Wader wird 75 Jahre alt und ist auf Abschiedstournee
Stefan „Schmiddl“ Schmidt
Ausgabe vom 23. Juni 2017
Hannes Wader beim „Festival der Jugend“ in Dortmund, 1978 (Foto: UZ-Archiv, Manfred Scholz)

Hannes Wader beim „Festival der Jugend“ in Dortmund, 1978 (Foto: UZ-Archiv, Manfred Scholz)

Knarz. Hannes knarzt. Er …

Der Sieg des Lichts über die Dunkelheit

Die Blockade von Leningrad, Schostakowitsch und die Revision der Geschichte
Jenny Farrell
Ausgabe vom 23. Juni 2017

Der kalte Krieg gegen Russland – ehemals Sowjetunion – geht weiter. Dazu gehört auch die Entsorgung der zahlreichen Gräueltaten aus dem öffentlichen Bewusstsein, die Nazi-Deutschland an der sowjetischen Bevölkerung beging, sowie der …

Vom Senftöpfchen auf die Pressefestbühne

Mit Poesie und Widerstand geht Konstantin Wecker durchs Leben
Ellen Beeftink
Ausgabe vom 2. Juni 2017
Konstantin Wecker auf dem UZ-Pressefest 2014 (Foto: Shari Deymann)

Konstantin Wecker auf dem UZ-Pressefest 2014 (Foto: Shari Deymann)

Irgendwann Mitte der 70er Jahre bin ich mit Freunden im Senftöpfchen in Köln. Jungem Nachwuchs der Kabarett- und Kleinkunstszene wurde hier ein Sprungbrett geboten, viele begannen hier ihre Karriere. Jetzt also ein mir ganz und gar …

Metropole des politischen Liedes

Seit 20 Jahren Festival in Weißenbach am Attersee
Ausgabe vom 12. Mai 2017

1997 war die Geburtsstunde eines einzigartigen Musikfestivals, das in Österreich seinesgleichen sucht: Das Festival des politischen Liedes. Vom 15. bis 18. Juni 2017 wird der kleine Ort Weißenbach am Attersee wieder zum Zentrum …

Legende des antifaschistischen Liedes

Esther Bejarano begeistert die Kubaner
Tobias Kriele
Ausgabe vom 20. Januar 2017
 (Foto: Jochen Vogler / r-mediabase.eu)

(Foto: Jochen Vogler / r-mediabase.eu)

( Jochen Vogler / r-mediabase.eu)

Rechte Töne

Melodie & Rhythmus: Die erste Ausgabe 2017
Ausgabe vom 6. Januar 2017

Die Rechten verdanken ihren gegenwärtigen Erfolg nicht zuletzt einer effizienten Nutzung der Potenziale von Pop-Subkultur und sozialen Medien. M&R zeigt, dass ihre Ästhetik nicht mehr von Springerstiefeln und dumpfem Nazi-Punk …

Auf den Straßen zu singen

Teil der Kampfmusik: Hanns Eislers Arbeiterchöre a cappella der Jahre 1925-1932
Hilmar Franz
Ausgabe vom 4. November 2016
Der Berliner Hans-Beimler-Chor bei seinem Auftritt auf dem UZ-Pressefest 2016 (Foto: Shari Deymann)

Der Berliner Hans-Beimler-Chor bei seinem Auftritt auf dem UZ-Pressefest 2016 (Foto: Shari Deymann)

In der wissenschaftlich revidierten und für heutige Praxis eingerichteten Hanns-Eisler-Gesamtausgabe werden im Verlag Breitkopf & Härtel demnächst die unbegleiteten Chorstücke neuerer Prägung für Arbeiterchöre aus den Jahren …

Peter Kruse mit der roten Bluse

Stefan Litwins operative „Moritat“ nach Peter Weiss‘ ungemütlicher „Nacht mit Gästen“
Hanns-Werner Heister
Ausgabe vom 4. November 2016

Zur künstlerischen Avantgarde hat die politische, d. h. also vor allem diejenigen, die in der Tradition von Marx, Engels usw. stehen und arbeiten, seit der Zeit der Weltwirtschaftskrise von 1929 usw. ein gelinde gesagt gebrochenes …

Ehrung für einen Spielmann

Zufällig wurde letzte Woche Bob Dylan genobelt
Manfred Idler
Ausgabe vom 21. Oktober 2016
Joan Baez und Bob Dylan auf dem Civil Rights March nach Washington D.C. am 28. August 1963 (Foto: public domain)

Joan Baez und Bob Dylan auf dem Civil Rights March nach Washington D.C. am 28. August 1963 (Foto: public domain)

Auf der Namensliste der LiteraturnobelpreisträgerInnen stehen viele, deren Spur in der Literaturgeschichte nicht allzu tief ist. Die Auswahl folgte schon oft weniger literarischen als den Kriterien der Opportunität, sei es, dass ein Land …

Eine Lektion in Musik

Lutz Gregors Film „Mali Blues“
Hans-Günther Dicks
Ausgabe vom 30. September 2016

Farbenprächtige Gewänder, exotische Musikinstrumente und eine riesige, nicht minder bunte Menschenmenge, die das Geschehen auf der Bühne mit rhythmischem Armeschwenken und Jubel begleitet und ihren Idolen gewiss noch näher auf die Pelle …

Hans Reffert, die Letzte …

Eine musikalische Zeitreise
Werner Lutz
Ausgabe vom 12. August 2016

Kurz vor seinem Tod am 21. Februar erschien „Chromatic Babylon“, das letzte Album von Hans Reffert. Hans Reffert gehörte zu den Urgesteinen der deutschen Rockmusik. Als Musiker war er seit 1960 bei Sigi Schwab, später spielte er bei …

Interview

„… sie verkaufen ihre Freiheit“

Hermann Glaser-Baur
Ausgabe vom 1. Juli 2016

UZ : Du bist einer der profiliertesten Musiker, Komponisten und Liedermacher Irlands. Das Pressefest der UZ ist dein Deutschland-Debüt. Warum so spät und warum bei dieser Veranstaltung? Willie Drennan : Es hat sich einfach so …

Solidarität mit Grup Yorum

DKP unterstützt Mahnwachen gegen das Konzertverbot
Ausgabe vom 10. Juni 2016
Mahnwache mit Musik: Protest in Gladbeck gegen das Verbot des Grup-Yorum-Konzertes (Foto: DKP)

Mahnwache mit Musik: Protest in Gladbeck gegen das Verbot des Grup-Yorum-Konzertes (Foto: DKP)

Mitglieder und Freunde der türkischen Grup Yorum protestieren in dieser Woche täglich von 11 bis 17 Uhr (Freitags bis 13 Uhr) vor dem Rathaus in Gladbeck gegen das Verbot ihres Konzertes. Am Donnerstag wollen zwei Musiker in den …

Interview

„Niemand bringt uns zum Schweigen“

Grup Yorum kommt zum UZ-Pressefest, dem Fest des Friedens und der Solidarität
Wera Richter
Ausgabe vom 27. Mai 2016

UZ : Grup Yorum spielt auf dem UZ-Pressefest in Dortmund. Was verbindet euch mit dem Fest der Kommunisten in Deutschland? Grup Yorum : Festivals dieser Art sind für uns von großer Bedeutung. Sie sind ein Beitrag zur internationalen …

Interview

„Niemand bringt uns zum Schweigen“

Grup Yorum kommt zum UZ-Pressefest, dem Fest des Friedens und der Solidarität
Wera Richter
Ausgabe vom 27. Mai 2016

UZ : Grup Yorum spielt auf dem UZ-Pressefest in Dortmund. Was verbindet euch mit dem Fest der Kommunisten in Deutschland? Grup Yorum : Festivals dieser Art sind für uns von großer Bedeutung. Sie sind ein Beitrag zur internationalen …

Interview

Marx als Kompass

Melina Deymann
Ausgabe vom 20. Mai 2016

UZ: „The Movement“ aus Dänemark spielen am Freitag, dem 1. Juli, auf dem UZ-Pressefest in Dortmund zusammen mit „Redska“ aus Italien. Was für Musik macht ihr? Lukas Sherfey: Wir sind eine Mod-Band (Mod ist die Kurzform von Modernism) und mixen das Ganze mit Elementen des Ska und der Energie des Punks. In Deutschland treten wir auch meistens in der Punkszene auf. UZ: Was brachte euch dazu explizit politische Musik zu machen? Lukas Sherfey: Wir machen keine „explizit“ politische Musik. Wir haben auch Liebeslieder und reine Rock-‘n‘-Roll-Songs, aber wir mögen es alles zu mixen. Das Politische wird gebraucht. Ich wollte eine Band mit einem coolen Stil und einer guten Botschaft! Wir folgen der Tradition vieler 60er-Jahre-Bands wie der frühen „The Who“, der „Kinks“ usw., in der Freiheit ein großes Gut ist. Es geht darum, zu tun, was man möchte, ohne herumgeschubst zu werden. Für mich ist es das, worum es bei Rockmusik geht. Wir garnieren das noch mit ein bisschen revolutionärem Verständnis. UZ: In einem eurer Lieder singt ihr „We got love, we got hope, we got Marx“ (Wir haben Liebe, wir haben Hoffnung, wir haben Marx) – ist Marx unsere (einzige) Hoffnung? Lukas Sherfey: Vielleicht nicht unsere einzige Hoffnung. Aber er machte großartige Analysen, die als Kompass genutzt werden können. Wenn ich etwas wie den Arabischen Frühling sehe und wie traurig er endete, dann denke ich an Marx. Es ist einfach zu rebellieren und mit Fahnen rumzulaufen, aber wenn du eine wirkliche Veränderung willst, muss sie daher kommen, wo die Macht liegt. Es ist die Arbeiterklasse, die die Macht hat, das System lahmzulegen, „Streik“ an das Tor zu schreiben, keine Befehle entgegenzunehmen usw. Aber sie muss organisiert sein, sonst verschwinden die Bewegungen so schnell wie sie gekommen sind – oder werden von den Rechten gekapert. Es ist ein Kampf auf vielen Ebenen, aber ohne Wurzeln in der Arbeiterklasse wird der Kampf fehlschlagen, dafür gibt es zu viele Beispiele. UZ: Ihr spielt auf dem UZ-Pressefest in Dortmund, dem Fest der Deutschen Kommunistischen Partei. Warum wollt ihr dort spielen? Lukas Sherfey: Wir spielen dort, weil wir eingeladen worden sind. Wir sind „The Movement“ und unterstützen Kommunisten, Anarchisten, Sozialisten, die Antifaschistische Aktion mit unserer Musik. UZ: Was erwartet ihr vom Pressefest? Lukas Sherfey: Ich weiß nicht was ich erwarten kann. Als ich ein Kind war, war das kommunistische Festival in Kopenhagen ein wirklich großes Ding. Drei Tage jeden Sommer. Im letzten Jahrzehnt waren die politischen Festivals in Dänemark ziemlich klein, selbst am 1. Mai. Aber ich hoffe, dass es in Dortmund eine großartige Erfahrung wird. Die neuen Generationen kämpfen gegen die reaktionäre Politik die wir heute erleben. Wir freuen uns sehr auf das Pressefest!

Interview

Marx als Kompass

Melina Deymann
Ausgabe vom 20. Mai 2016

UZ: „The Movement“ aus Dänemark spielen am Freitag, dem 1. Juli, auf dem UZ-Pressefest in Dortmund zusammen mit „Redska“ aus Italien. Was für Musik macht ihr? Lukas Sherfey: Wir sind eine Mod-Band (Mod ist die Kurzform von Modernism) und mixen das Ganze mit Elementen des Ska und der Energie des Punks. In Deutschland treten wir auch meistens in der Punkszene auf. UZ: Was brachte euch dazu explizit politische Musik zu machen? Lukas Sherfey: Wir machen keine „explizit“ politische Musik. Wir haben auch Liebeslieder und reine Rock-‘n‘-Roll-Songs, aber wir mögen es alles zu mixen. Das Politische wird gebraucht. Ich wollte eine Band mit einem coolen Stil und einer guten Botschaft! Wir folgen der Tradition vieler 60er-Jahre-Bands wie der frühen „The Who“, der „Kinks“ usw., in der Freiheit ein großes Gut ist. Es geht darum, zu tun, was man möchte, ohne herumgeschubst zu werden. Für mich ist es das, worum es bei Rockmusik geht. Wir garnieren das noch mit ein bisschen revolutionärem Verständnis. UZ: In einem eurer Lieder singt ihr „We got love, we got hope, we got Marx“ (Wir haben Liebe, wir haben Hoffnung, wir haben Marx) – ist Marx unsere (einzige) Hoffnung? Lukas Sherfey: Vielleicht nicht unsere einzige Hoffnung. Aber er machte großartige Analysen, die als Kompass genutzt werden können. Wenn ich etwas wie den Arabischen Frühling sehe und wie traurig er endete, dann denke ich an Marx. Es ist einfach zu rebellieren und mit Fahnen rumzulaufen, aber wenn du eine wirkliche Veränderung willst, muss sie daher kommen, wo die Macht liegt. Es ist die Arbeiterklasse, die die Macht hat, das System lahmzulegen, „Streik“ an das Tor zu schreiben, keine Befehle entgegenzunehmen usw. Aber sie muss organisiert sein, sonst verschwinden die Bewegungen so schnell wie sie gekommen sind – oder werden von den Rechten gekapert. Es ist ein Kampf auf vielen Ebenen, aber ohne Wurzeln in der Arbeiterklasse wird der Kampf fehlschlagen, dafür gibt es zu viele Beispiele. UZ: Ihr spielt auf dem UZ-Pressefest in Dortmund, dem Fest der Deutschen Kommunistischen Partei. Warum wollt ihr dort spielen? Lukas Sherfey: Wir spielen dort, weil wir eingeladen worden sind. Wir sind „The Movement“ und unterstützen Kommunisten, Anarchisten, Sozialisten, die Antifaschistische Aktion mit unserer Musik. UZ: Was erwartet ihr vom Pressefest? Lukas Sherfey: Ich weiß nicht was ich erwarten kann. Als ich ein Kind war, war das kommunistische Festival in Kopenhagen ein wirklich großes Ding. Drei Tage jeden Sommer. Im letzten Jahrzehnt waren die politischen Festivals in Dänemark ziemlich klein, selbst am 1. Mai. Aber ich hoffe, dass es in Dortmund eine großartige Erfahrung wird. Die neuen Generationen kämpfen gegen die reaktionäre Politik die wir heute erleben. Wir freuen uns sehr auf das Pressefest!

Der kleine Elefant

Fredrik Vahle macht Lieder für Kind und Kegel
Anna Cordi
Ausgabe vom 13. Mai 2016
CD-Cover

CD-Cover

Eltern wissen, es gibt drei Kategorien an Spielzeug, Musik, Büchern, die sich in den Kinderzimmern anhäufen. Die eine Kategorie finden Eltern gut. Bei Kindern ruft sie maximales Desinteresse hervor. Die zweite Kategorie besteht aus …

Das Instrument der Könige 
und der Engel

Die irische Harfenistin Dearbhla McTaggart kommt zum Pressefest
Hermann Glaser-Baur
Ausgabe vom 13. Mai 2016

Seit hunderten von Jahren ist die Harfe in vielen Teilen der Welt als das Instrument der Höfe, der Könige und des Adels bekannt. Auch Engel spielen zarte Weisen auf dem noblen Teil, wie uns religiöse Schriften und Bilder von …

Begreifen des Einzelnen und des Ganzen

Brechts „Maßnahme“ in Berlin mit Massenchor und Orchester nach Eislers Maßgabe
Hilmar Franz
Ausgabe vom 15. April 2016
Im Studio der Schallplattenfirma Homocord bei der Aufnahme des „Songs von der Ware“: Der Tenor Erik Wirl, Bertolt Brecht und Hanns Eisler. (Foto: Archiv Jürgen Schebera)

Im Studio der Schallplattenfirma Homocord bei der Aufnahme des „Songs von der Ware“: Der Tenor Erik Wirl, Bertolt Brecht und Hanns Eisler. (Foto: Archiv Jürgen Schebera)

8. April 2016: Probentag und szenisch-oratorischer Aufführungsabend mit überschwänglich langem Beifall in der Berliner Philharmonie. Gespräche noch länger danach, auch draußen. Möglich, dass die Erinnerungen noch lange wach bleiben, bei …

Von Hootenanny zum Lied für Flüchtlinge

Das Festival „Musik und Politik“ blickte auf DDR-Verwurzelungen zurück
Hilmar Franz
Ausgabe vom 4. März 2016

Franz Josef Degenhardts „Hört ihr noch den Ruf der Schwäne?“, gewidmet den „Freunden und Genossen vom Festival des Politischen Liedes 1975 in Berlin“, gab dem Eröffnungsprogramm des 16. …

Bunt gegen rechts

Ein neues Benefiz-Doppelalbum von Lucha Amada
Werner Lutz
Ausgabe vom 12. Februar 2016

Unter dem Titel „Lucha Amada II – love music. hate fascism“ ist vor kurzem der zweite Benefiz-Sampler des Musikkollektivs Lucha Amada erschienen. Es ist nach dem ersten Sampler, der 2011 von dem dj-Kollektiv produziert wurde, auch wieder …

Interview

Keine Angst vor neuen Klängen

Kulturpreis für Daniel Osorio
Manfred Idler
Ausgabe vom 12. Februar 2016
Daniel Osorio, Komponist und Kommunist

Daniel Osorio, Komponist und Kommunist

Der seit 2005 in Saarbrücken lebende chilenische Musiker und Komponist Daniel Osorio hat am hat am 21. Januar den Kulturpreis des Regionalverbandes Saarbrücken für Musik erhalten. Daniel Osorio hat nach seinem Kompositionsstudium an der Universidad de Chile an der Hochschule für Musik Saar Komposition und Elektroakustische Musik studiert. In seinen Kompositionen verbindet er südamerikanische Elemente mit zeitgenössischer mitteleuropäischer Musik. Die Jury bezeichnete Osorio als einen ausgewiesenen Könner mit sehr hohem musikalischem Niveau in seinem digitalisierten Klang.

Ein Strauß voller Liebe, Leben und Kampf

Neues vom Duo Bonjour/Köhler
Ausgabe vom 15. Januar 2016

„Paris erwacht“ ist der Titel des dritten Bühnenprogramms von Blandine Bonjour und Bernd Köhler. Dieses Mal hat das profilierte deutsch-französische Gesangsduo eine (übrigens brillante) Live-Aufnahme eines Konzertes vom Mai 2015 in …

Interview

Mit Herz und Stimme für das Volk, gegen Rassismus

„Grup Yorum“ trotzt Verboten und Repression
Ausgabe vom 27. November 2015

Eine Stimme und ein Herz gegen Rassismus – unter diesem Motto fand am 14. November in der König-Pilsener-Arena in Oberhausen ein mitreißendes Konzert der linken türkischen Band „Grup Yorum“ nebst Freunden statt. Trotz politisch bedingter Schikanen des türkischen Regimes in Kumpanei mit den deutschen Behörden konnte das Konzert stattfinden und mehr als 10 000 begeisterte, mehrheitlich türkische Fans, waren gekommen und feierten ein linkes Fest der Solidarität. Die deutschen Behörden hatten im Vorfeld ein Einreiseverbot verfügt und sich damit wieder als treueste Verbündete des faschistoiden AKP-Regimes erwiesen. Obwohl nur ein Mitglied der türkischen Stammbesetzung auf der Bühne stand, konnte das Konzert mit Hilfe in Deutschland lebender befreundeter Musikerinnen und Musiker stattfinden. Eine logistische Meisterleistung unserer türkischen Freundinnen und Freunde war dieses Fest außerdem. Fast alles vom Kartenverkauf über Einlasskontrolle, Ordner und Verpflegung wurde in Eigenregie durchgeführt. Und es war ein mitreißendes, kämpferisches politisches Kulturprogramm auf hohem musikalischem Niveau mit bis zu über 30 Mitwirkenden auf der riesigen Bühne. Ein wahres linkes fortschrittliches Fest der Solidarität, wie wir es auch vomUZ-Pressefest kennen. UZ sprach mit einem Mitglied der Gruppe, die vor Kurzem ihren 30. Geburtstag feierte, über den Aufbau, die Inhalte und Ziele von „Grup Yorum“.

Lieder aus dem Pütt

Zeitreise in die Geschichte der Arbeiterbewegung
Werner Lutz
Ausgabe vom 27. November 2015
Frank Baier, Sänger des Ruhrpotts

Frank Baier, Sänger des Ruhrpotts

Zugegeben, allein von der Aufmachung her hat das neue Album von Frank Baier einen nostalgischen Touch: es ist keine CD, sondern eine Vinyl-Schallplatte, und der Pappdeckelumschlag ist getackert (wie er es bei einer alten …