Gegen das AKW in Tihange

Von WSK
|    Ausgabe vom 30. Juni 2017

Am vergangen Sonntag ist es der Anti-Atomkraft-Bewegung gelungen, 50000 Menschen für eine 90 Kilometer lange Menschenkette zwischen Tihange und Aachen zu mobilisieren. Unter dem Motto „Atomkraft überall abschalten“ kamen Menschen nicht nur aus der Wallonie, den Niederlanden oder dem Rheinland zusammen. Es trafen sich Menschen aus Lille, Tours, Barcelona, Sigmaringen, Rom und Brüssel. Es war ein bewegender Moment, als sich um 14.00 Uhr unter großer Beteiligung der Anwohner die Menschenkette entlang der Maas schloss.
Der Protest richtete sich gegen den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke Tihange 2 und Doel 3. Für viele deutsche Demonstranten ging es bei der Aktion auch um einen schnelleren Atomausstieg in der Bundesrepublik und um die Schließung der Brennelementefabrik in Lingen, die auch die belgischen AKW mit Brennstoff versorgt.
Die Aktion „spiegelt die Rückkehr der Frage nach der Nutzung der Atomenergie wieder und kündigt eine wirklich demokratische Debatte zu diesem Thema an. Die verantwortlichen Politiker können dies nicht mehr ignorieren“, erklärte die belgische Organisation „Fin du Nucléaire“. Sie kritisiert: „Hätte diese Debatte bereits zu dem Zeitpunkt stattgefunden, als die Atom-Reaktoren errichtet worden sind, hätten wir schon sehr viel früher diese ständige Bedrohung für unser Leben und die Gesundheit für die zukünftigen Generationen verhindern können.“
Trotz der gleichzeitig stattfindenden Blockade in Büchel waren unter den Zehntausenden auch zahlreiche Mitglieder der SDAJ und DKP.


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