Doppelter Salto rückwärts

|    Ausgabe vom 10. März 2017

Andrea Nahles hat den doppelten Salto rückwärts geschafft. Wer kann das schon? Die Agenda 2010 als unsozial beklagen und sie zugleich als großartige Errungenschaft fürs deutsche Kapital bejubeln? Die Agenda 2010 staatstragend gegen Links verteidigen und sie zugleich homöopathisch ändern? Nahles ist in dieser Übung nicht besser als Martin Schulz, das immer noch glänzend neue Idol der Sozialdemokraten. Aber sie kann und muss trockene Details präsentieren, die zugleich werbe- und wahlkampfwirksam sind. Sie schafft das:
Die Arbeitsministerin stellte am vergangenen Montag die frisch vom Parteivorstand beschlossenen Forderungen vor. Sie sollen in das Wahlprogramm der SPD einfließen. Geplant sind minimale Korrekturen beim Arbeitslosengeld I. Für die Dauer einer Qualifikationsmaßnahme soll es nach ALG 1 für Willige ein „Arbeitslosengeld Q“ geben. Damit könne jemand die Leistung maximal 48 Monate lang beziehen. Eine solche Umschulungsbeihilfe gab es schon einmal - und wurde eingestampft.


  Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (leserbriefe@unsere-zeit.de):

Leserbrief zu Artikel »Doppelter Salto rückwärts«, UZ vom 10. März 2017





Wir bitten darum, uns kurze Leserzuschriften zuzusenden. Sie sollten unter der Länge von 1800 Zeichen bleiben. Die Redaktion behält sich außerdem vor, Leserbriefe zu kürzen und kann nicht versprechen, dass jeder Leserbrief beantwortet oder veröffentlicht wird. Anonyme Leserzuschriften werden in der Regel nicht veröffentlicht.