Zwangsarbeiter-Mahnmal

(Hartmut Stinton)   
|    Ausgabe vom 5. Februar 2016

Trotz starken Regens und Sturmböen kamen am Sonnabend, 30.1.2016, etwa 50 Menschen zur Einweihung des Mahnmals an der Straße „Am Dammacker“ in Huckelriede bei Bremen.

Auf dem dortigen Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt, auf dem früher die Pferdeställe der Hindenburg-Kaserne standen, wurden 1942 bis 1944 in einem Außenlager des KZ Neuengamme über 1 000 Zwangsarbeiter und jüdische KZ-Häftlinge untergebracht und gequält.

Carsten Sieling betonte in einer Rede für die Veranstalter, dass die Initiative von unten, das heißt insbesondere von der Freiwilligen Feuerwehr (vor allem Wilfried Schleef, Vorsitzender des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt), aber auch von der Schule am Leibnitzplatz und einer Neustädter Gedenkinitiative um John Gerardú ausging und weiterbetrieben wurde. Die Ortsamtsleiterin, Frau Czichon, betonte, dass der Stein, der von Gefangenen der Justizvollzugsanstalt Bremen gestaltet wurde und noch nicht vollendet ist, Teil eines entstehenden Lehrpfades sein soll, zu dem als nächstes das ehemalige Jüdische Bad in der Vohnenstraße 3 und das ehemalige KPD-Haus am Buntentorsteinweg 95, das dann als Folterstätte der SA diente, hinzukommen sollen. Außerdem erwähnte sie anerkennend unsere Kameradin Inge Breidbach. Herr Schleef zeichnete ausführlich den Enstehungsprozeß des Mahnmals nach. Abschließend wurde von der Feuerwehr zu Suppe und lockerem Gespräch in ihr Gerätehaus eingeladen.


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