Interview

50 Prozent der Jugend hat keinen Job

|    Ausgabe vom 16. Oktober 2015

SDAJ: Was arbeitest du momentan?

Jon: Ich studiere Mathematik in Athen.

SDAJ: Arbeitest du neben deinem Studium?

Jon: Ja, wie viele Studenten. Ich suche momentan nach einem Nebenjob, der meine Studienpläne nicht stört. Um etwas Geld zu verdienen.

SDAJ: Wie viel Geld hast du im Monat?

Jon: Schwierige Frage. Das ist kompliziert. Normalerweise machen wir einen Haushaltsplan und daher kommt es drauf an wie viel Geld wir Zuhause zur Verfügung haben.

SDAJ: Kommst du mit deinem Geld aus?

John: Nein, nein. 50 Prozent der Jugend hat keinen Job und das ist in unserer Generation schwierig, denn wir müssen oft unsere Familien mit unterstützen.

SDAJ: Musst du deine Familie unterstützen?

Jon: Ja. Das war es was ich damit meinte, dass es nicht klar ist wie viel Geld ich habe. Das hängt vom Geld meiner Familie ab.

SDAJ: Wie sieht deine momentane Wohnsituation aus?

Jon: Ich lebe im Studentenheim und muss deswegen keine Miete zahlen. Aber es gibt nicht genug freie Plätze für alle. Es gibt viele, die für ihre Wohnung zahlen müssen. Sie zahlen so um die 200 Euro Kaltmiete.

SDAJ: Wie sieht das bei dir mit der Krankenversicherung aus? Ist sie gesetzlich vorgeschrieben?

Jon: Leider nein, sobald ich die Krankenversicherung nicht zahlen kann, muss ich jede Behandlung einzeln bezahlen.

SDAJ: Wie teuer sind Lebensmittel?

Jon: Essen ist sehr teuer, aber nicht nur für uns Studenten, sondern für die ganze Familie. Deswegen kämpfen wir für kostenloses Essen hier an der Uni. Wir verbringen hier sehr viel Zeit an der Uni und Essen ist teuer und jetzt sind die Steuern nochmal gestiegen.


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Leserbrief zu »50 Prozent der Jugend hat keinen Job«, UZ vom 16. Oktober 2015





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