Märchen

Betr.: Flüchtlingspolitik und Medien
Von Roland Winkler, Aue
|    Ausgabe vom 25. September 2015

Märchen beginnen mit „Es war einmal“. Modernste und aktuellste Heuchelmärchen beginnen mit „Wir haben nichts gegen … aber …“. Die Märchenonkels und -tanten senden ihre „Botschaften“ aus vielen Studios, Schreibstuben, Parteizentralen (…). Und das Volk hat aus alledem tausendfach Weitererzählten erst die richtigen, schönsten, grauseligsten Märchen gemacht, die wir bis heute alle so lieben und den lieben Kleinen sogar allabendlich mit in den Schlaf geben.

Das Blöde an den heutigen Märchen ist, sie gehen nicht gut aus und vor allem sie werden von den meisten gar noch geglaubt. Jeder kennt schon zahllose dieser Märchen, jeden Tag werden neue erzählt im Märchenlande. Das letzte kam mir gestern ins Ohr. Es begann, wie jedes und erzählte dann davon, dass unsere Krankenkassenbeiträge stiegen, wegen der Asylsuchenden, die auch märchenhaft beschrieben wurden.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute: Die Dummheit, die Einfalt und Ahnungslosigkeit warum schon vor den ersten Asylsuchenden unsere Gesundheit immer teurer wurde (…)


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Leserbrief zu Artikel »Märchen«, UZ vom 25. September 2015





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