Theorie & Geschichte

Dieses Land nennt sich gerne Demokratie

Demokratie: Dekor, Transformation und Hoffnung
Ekkehard Lieberam
Ausgabe vom 22. September 2017
Blockupy 2013, Umgang mit Grundrechten: Polizeiabsperrungen vor der EZB in Frankfurt am Main, um Proteste zu verhindern. Am 2. Juni kesselte die Polizei kurz nach Beginn fast 1 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Blockupy-Demonstration gg. die EZB ein. (Foto: Blogotron/wikimedia.com/public domain)

Blockupy 2013, Umgang mit Grundrechten: Polizeiabsperrungen vor der EZB in Frankfurt am Main, um Proteste zu verhindern. Am 2. Juni kesselte die Polizei kurz nach Beginn fast 1 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Blockupy-Demonstration gg. die EZB ein. (Foto: Blogotron/wikimedia.com/public domain)

Zur Bundestagswahl 2017 lässt z. B. die Landeszentrale für politische Bildung in Baden-Württemberg keinen Zweifel daran: „Deutschland ist eine Demokratie.“ Jeder dürfe Abgeordnete wählen. Und alle Abgeordneten zusammen bildeten die …

Kommentar

Die Kommunisten und die Zukunft

Kommentar von Uli Brockmeyer
Ausgabe vom 22. September 2017

Anlässlich des 150. Jahrestages der Herausgabe des 1. Bandes von Karl Marx’ Hauptwerk „Das Kapital“ hat man sich in den Redaktionen verschiedener Medien darüber Gedanken gemacht, wie es denn möglich sein kann, dass dieses Werk, zumal es …

Michael Gaismair, „ein Müntzerscher“

Die Bauernkriege in Deutschland und die Tiroler Aufstände
Gerhard Feldbauer
Ausgabe vom 15. September 2017
Die beiden Bauernführer Thomas Müntzer und Michael Gaismair waren erklärte Gegner der Geldfälschung und der Wuchergeschäfte und wussten über die kriminelle Energie der Angehörigen der Obrigkeit Bescheid. (Foto: http://www.bauernkriege.de/michaelgaismair.html)

Die beiden Bauernführer Thomas Müntzer und Michael Gaismair waren erklärte Gegner der Geldfälschung und der Wuchergeschäfte und wussten über die kriminelle Energie der Angehörigen der Obrigkeit Bescheid. (Foto: http://www.bauernkriege.de/michaelgaismair.html)

In Abhandlungen über den …

Aufstand gegen den Krieg

Erinnern an den Roten Oktober und die Zukunft des Sozialismus
Raimund Ernst
Ausgabe vom 15. September 2017

Runde Geburtstage kommen und gehen. Ihr Rhythmus gehorcht dem Kalender. Dies gilt für Menschen ebenso wie für große historische Ereignisse. Welches Gewicht das jeweilige Jubiläum erhält, entscheiden …

Was ist Politische Ökonomie?

Ein Haufen Begriffe, eine Gegenstandsbestimmung und ein paar Splitter Begriffsgeschichte
Jürgen Strubel
Ausgabe vom 8. September 2017
Entspanntes Lesen eines schweren Werkes (Foto: Christoph Hentschel)

Entspanntes Lesen eines schweren Werkes (Foto: Christoph Hentschel)

Der Begriff „Politische …

Eine Hintertür zur SED-Perestroika?

Rückblick: Das SPD-SED-Papier 1987
Walter Bauer
Ausgabe vom 8. September 2017
Gespräch zwischen Erich Honecker, Oskar Lafontaine und Gerhard Schröder (Foto: Bundesarchiv, Bild 183–1987-0909–423/Sindermann, Jürgen/CC-BY-SA 3.0)

Gespräch zwischen Erich Honecker, Oskar Lafontaine und Gerhard Schröder (Foto: Bundesarchiv, Bild 183–1987-0909–423/Sindermann, Jürgen/CC-BY-SA 3.0)

Der …

Marktwirtschaftsimitat

Franz Anger
Ausgabe vom 8. September 2017

Während marktkonforme Ideologieproduzenten den Untergang des Sozialismus in der DDR und andernorts auf eine prinzipielle Funktionsuntüchtigkeit einer jeden Planökonomie zurückzuführen versuchen, unternimmt es Gerfried Tschinkel, in …

Kämpfer für die Freiheit

Vor 70 Jahren starb Hans Kahle
Werner Abel
Ausgabe vom 1. September 2017
Richard Staimer (links), zu dieser Zeit Kommandeur der XI. Internationalen Brigade, in der Mitte der sowjetische Journalist und Berichterstatter über den Spanischen Krieg Michail Kolzow und rechts Hans Kahle (1936/37) (Foto: Unbekannt/ public domain)

Richard Staimer (links), zu dieser Zeit Kommandeur der XI. Internationalen Brigade, in der Mitte der sowjetische Journalist und Berichterstatter über den Spanischen Krieg Michail Kolzow und rechts Hans Kahle (1936/37) (Foto: Unbekannt/ public domain)

Als Thomas Mann seine berühmte Feststellung traf, dass der Antikommunismus die Grundtorheit der Epoche sei, wird auch die Phantasie des großen Schriftstellers nicht für die Vorstellung gereicht haben, dass diese Grundtorheit eines Tages …

Liebe Eva

Ein Stück deutscher Geschichte
M. P. Veit
Ausgabe vom 1. September 2017

Erwirbt man Bücher von der „edition ost im Verlag Das Neue Berlin“, bekommt man (erfreulicherweise) in der Regel auch das, was der Titel verspricht. Das ist auch bei diesem Bändchen nicht wesentlich …

Wir waren Zeugen der Verbrechen

Erinnerungen an den heldenhaften Kampf des vietnamesischen Volkes
Irene und Gerhard Feldbauer
Ausgabe vom 25. August 2017
6.12.1967: Die Genossenschaftsbauern bringen die zweite Reisernte des Jahres ein. Links sieht man Ein-Mann-Deckungslöcher. (Foto: Irene Feldbauer)

6.12.1967: Die Genossenschaftsbauern bringen die zweite Reisernte des Jahres ein. Links sieht man Ein-Mann-Deckungslöcher. (Foto: Irene Feldbauer)

Es ist jetzt 50 Jahre her, dass wir in Hanoi unseren ersten Einsatz als Auslandskorrespondenten für die Nachrichtenagentur ADN und die Zeitung „Neues Deutschland“ begannen. Warum ergreifen wir jetzt das Wort? Die internationale Lage ist …

Gegen das Vergessen

Amanda Poschen
Ausgabe vom 25. August 2017
Feier zur Einweihung des Denkmals am 2. Mai 1945 (Foto: UZ-Archiv)

Feier zur Einweihung des Denkmals am 2. Mai 1945 (Foto: UZ-Archiv)

Russland wird bis heute zum Feindbild Nummer 1 für die westliche Welt stilisiert. Anstatt ein freundschaftliches Verhältnis mit Russland aufzubauen, setzen die Imperialisten, auch Deutschland, weiterhin auf einen aggressiven Kurs gegen …

Utopie, Hoffnung, Widerstand

August 1977: Ernst Blochs Tod spaltet die Universität Tübingen
Walter Bauer
Ausgabe vom 18. August 2017
Ernst Bloch, 1954 (Foto: [url=https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Bloch#/media/File:Bundesarchiv_Bild_183-27348-0008,_Berlin,_Ernst_Bloch_auf_Begegnung_der_Geistesschaffenden.jpg]Quasch/Krueger / Bundesarchiv[/url])

Ernst Bloch, 1954 (Foto: Quasch/Krueger / Bundesarchiv / Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE)

Knapp ein Jahrzehnt nach …

Ein Mann gegen die Welt

Eine neue Biographie über Richard Nixon
Reiner Zilkenat
Ausgabe vom 11. August 2017
Präsident Richard M. Nixon mit dem Führer der Minderheit im Senat, Hugh Scott, dem Führer der Minderheit im Repräsentantenhaus, Gerald R. Ford, und dem Abgeordneten John Rhodes im Kabinettraum des Weißen Hauses in Washington. (Foto: Foto: Gerald R. Ford Presidential Library/gemeinfrei)

Präsident Richard M. Nixon mit dem Führer der Minderheit im Senat, Hugh Scott, dem Führer der Minderheit im Repräsentantenhaus, Gerald R. Ford, und dem Abgeordneten John Rhodes im Kabinettraum des Weißen Hauses in Washington. (Foto: Foto: Gerald R. Ford Presidential Library/gemeinfrei)

Was ist der kommende Kurs des US-Imperialismus, fragen sich viele im Angsicht von Donald Trump. Die Frage ist nicht neu, denn sie wurde schon bei vielen US-Präsidenten gestellt. Einer von ihnen war Richard Nixon (1969 - 1974).

Kein „Verschwinden“ der Arbeiterklasse

Anmerkungen zu Lucas Zeises Rezension von Jörg Miehes Buch*
Herbert Münchow
Ausgabe vom 11. August 2017

Was sich da heute im Kern der Arbeiterklasse und in der Struktur – also im Klassenganzen (nach innen und außen) – verändert?

Die gewollte Eskalation

25 Jahre Rostock-Lichtenhagen
Tatjana, Rostock
Ausgabe vom 11. August 2017
Am 24. August 1992 brannten die Faschisten nicht nur die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber im Sonnenblumenhaus in Rostock-Lichtenhagen nieder, sondern griffen auch über mehrere Tage Flüchtlinge, Gegen­demonstranten und auch die Polizei und Feuerweh (Foto: picture alliance / Bauer)

Am 24. August 1992 brannten die Faschisten nicht nur die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber im Sonnenblumenhaus in Rostock-Lichtenhagen nieder, sondern griffen auch über mehrere Tage Flüchtlinge, Gegen­demonstranten und auch die Polizei und Feuerweh (Foto: picture alliance / Bauer)

Die schwersten faschistischen Krawalle der Nachkriegszeit fanden im August 1992 in Rostock-Lichtenhagen statt.

Der 9. August 2007

Die Spekulation mit US-Hypotheken bricht zusammen und läutet die Finanzkrise ein
Lucas Zeise
Ausgabe vom 4. August 2017

Was als „subprime“ Krise begonnen hatte, weitete sich immer weiter aus und markiert den Anfang der weltweiten Krise, die sich bis heute auswirkt.

Auslöser der Weltwirtschaftskrise

Warum der Zusammenbruch der Spekulation so schwerwiegende Folgen hatte
Lucas Zeise
Ausgabe vom 4. August 2017

Als die Finanzblase platzte, waren viele Linke ratlos, auch wenn das erprobte Handwerkszeug ihnen helfen hätte können.

Bewirkte Wirkungen

Zur Geschichte der „Kapital“-Rezeption seit 1867
Georg Fülberth
Ausgabe vom 21. Juli 2017
Karl Marx 1867 (Foto: Foto: Friedrich Karl Wunder/ wikimedia.org/ gemeinfrei – public domain)

Karl Marx 1867 (Foto: Foto: Friedrich Karl Wunder/ wikimedia.org/ gemeinfrei – public domain)

Wer behauptet, „Das …

Die Logik der Privatisierung

… und der Kampf um das öffentliche Eigentum
Lucas Zeise
Ausgabe vom 21. Juli 2017

Es ist unter Linken kaum kontrovers, dass öffentliches Eigentum verteidigt werden muss. Nicht von ungefähr verläuft die Scheidelinie zwischen Links und Rechts innerhalb der Partei „Die Linke“ entlang der Frage, wie man es mit der …

Das Ende der Doppelherrschaft

Die Juli-Krise 1917 in Russland
nh
Ausgabe vom 21. Juli 2017

Im Frühjahr 1917 und bis in den Sommer hinein hatten die Sozialrevolutionäre und Menschewiki die Mehrheit in den Sowjets der Arbeiter- und Soldatendeputierten. Noch schenkten viele Menschen ihnen Vertrauen. Das begann sich langsam zu …

Das eigene Schicksal beherrschen

Gramsci im 100. Jahr des Roten Oktober
Hannes A. Fellner
Ausgabe vom 14. Juli 2017
 (Foto: Lars Mörking)

(Foto: Lars Mörking)

„Bildet euch, denn wir brauchen all eure Klugheit. Bewegt euch, denn wir brauchen eure ganze Begeisterung. Organisiert euch, denn wir brauchen eure ganze Kraft.“ Titelblatt der ersten Ausgabe des von Gramsci herausgegebenen …

Antikapitalistische Strategie

Manfred Sohns alternativer Ratgeber gegen die AfD
Franz Anger
Ausgabe vom 14. Juli 2017

Weil die staatstragenden Akteure der hiesigen Marktwirtschaftsdemokratie die Alternative für Deutschland (AfD) lediglich moralisierend als Störfall und politischen Irrläufer attackieren, hat Manfred Sohn unlängst unter dem Titel „Falsche …

Entschieden gegen den Kriegskurs

Hugo Haase, erster Vorsitzender der USPD
Michael Henkes
Ausgabe vom 7. Juli 2017
Der Rat der Volksbeauftragten, v. l. n. r. Emil Barth (USPD), Otto Landsberg (SPD), Friedrich Ebert (SPD), Hugo Haase (USPD), Wilhelm Dittmann (USPD), Philipp Scheidemann (SPD) (Dezember 1918) (Foto: public domain)

Der Rat der Volksbeauftragten, v. l. n. r. Emil Barth (USPD), Otto Landsberg (SPD), Friedrich Ebert (SPD), Hugo Haase (USPD), Wilhelm Dittmann (USPD), Philipp Scheidemann (SPD) (Dezember 1918) (Foto: public domain)

Blickt man heute auf die Führung der USPD, und damit auch auf ihre Gründer, zurück, dann ist man schnell versucht in ihnen allein eine progressive, gar revolutionäre, auf jeden Fall aber durch und durch antimilitaristische Kraft zu sehen. War es nicht Hugo Haase, neben Ledebour im April 1917 zum ersten Vorsitzenden der Partei gewählt, der immerzu gegen den Krieg protestierte und eine konsequent antimilitaristische Haltung zeigte, die letztlich 1916–1917 zur Trennung von den Mehrheitssozialdemokraten, d. h. der SPD und ihren rechten Führern führte? Das ist richtig. Aber Hugo Haase verhielt sich viel zu oft eben auch widersprüchlich, ja opportunistisch – im Sommer/Herbst 1917 im Zusammenhang mit der Rebellion der Heizer und Matrosen der kaiserlichen Hochseeflotte (siehe UZ vom 23. Juni), während für die Mehrheit der USPD-Mitglieder diese Rebellion zum Fanal wurde, und auch im Herbst/Winter 1918, also mitten in der Revolution.  

Umwälzung des Gesamtreproduktionsprozesses

Einige Anmerkungen zu Zeise: Wer gehört zur Arbeiterklasse? (UZ, Nr. 24/2017)
Jörg Miehe
Ausgabe vom 7. Juli 2017

(…) „Schrumpfung oder Ausdehnung“ – damit greift Zeise die plakative Schlussfolgerung von Miehes Buch auf und wendet sich vehement gegen die These von der Schrumpfung und gegen die damit einhergehende politische Einschätzung von der …

Im Widerstreit der An- und Draufsichten

Lenins „Partei neuen Typus“
Heinz Karl
Ausgabe vom 30. Juni 2017
Lenin, 1919 (Foto: Foto: Grigori Petrowitsch Goldstein/wikimedia.org/public domain)

Lenin, 1919 (Foto: Foto: Grigori Petrowitsch Goldstein/wikimedia.org/public domain)

In Heft 4_2017 der Marxistischen Blätter erscheint u. a. der Beitrag „Lenins ‚Partei neuen Typus’ im Widerstreit der An- und Draufsichten“. Er basiert auf einem Referat des Berliner Historikers Prof. Dr. Heinz Karl auf dem Kolloquium der Marx-Engels-Stiftung in Wuppertal, das dem Andenken unseres Genossen Günter Judick gewidmet war. Im Folgenden bringen wir als Vorabdruck Auszüge aus dem Beitrag:

Ein Überblick über die Lohnarbeit von Frauen

LZ
Ausgabe vom 16. Juni 2017
Z. - Nr. 110, Juni 2017

Z. - Nr. 110, Juni 2017

Die Lohnarbeit von Frauen ist ein altes kapitalistisches und zugleich brandaktuelles Thema. Die aktuelle Ausgabe 110 der „Z. – Zeitschrift Marxistische Erneuerung“ hat dieses Thema zum Schwerpunkt. Wie immer handeln die Autoren der …

Zwei Beiträge zur Oktoberrevolution

Nina Hager
Ausgabe vom 16. Juni 2017
Z. - Nr. 110, Juni 2017

Z. - Nr. 110, Juni 2017

„1917–2017“ hieß das Hauptthema des Märzhefts von Z. Im Zentrum der Beiträge standen die Oktoberrevolution und ihre Wirkungen. Dabei ging es auch um die Frage „inwieweit dieses historische Ereignis von Bedeutung (…) für die sozialen und …

Wer zählt zur Arbeiterklasse?

Ein Autor beklagt aus falschen Gründen ihr Schrumpfen
Lucas Zeise
Ausgabe vom 16. Juni 2017

Hier hat sich jemand daran gemacht, mit viel Aufwand eine Aussage empirisch zu belegen, die aus theoretischen Gründen falsch ist. „Die traditionelle Arbeiterklasse wird kleiner. Nicht nur relativ, sondern auch absolut. In der BRD wie in …

Die „formierte Gesellschaft“

CDU/CSU-Regierungsziel von 1965
WB
Ausgabe vom 9. Juni 2017
Die beiden waren niemals Freunde. Adenauer (r.) machte seinem Nachfolger Ludwig Erhardt nicht erst nachdem er abgedankt war, das Leben schwer. Doch beide waren sich vor allem dann einig, wenn es um Kapitalinteressen und die„Größe“ (West-)Deutschlands ging (Foto: KAS-ACDP/Paul Bouserath, CC-BY-SA 3.0 DE)

Die beiden waren niemals Freunde. Adenauer (r.) machte seinem Nachfolger Ludwig Erhardt nicht erst nachdem er abgedankt war, das Leben schwer. Doch beide waren sich vor allem dann einig, wenn es um Kapitalinteressen und die„Größe“ (West-)Deutschlands ging (Foto: KAS-ACDP/Paul Bouserath, CC-BY-SA 3.0 DE)

Vor etwas mehr als vierzig Jahren (am 5. Mai 1977) starb der ehemalige CDU-Wirtschaftsminister unter Bundeskanzler Konrad Adenauer (1949 – 1963) und sein Nachfolger als Bundeskanzler (1963 – 1966), Ludwig Erhard. Mit diesem Namen wird …

Kämpfer für Italiens und Spaniens Freiheit

Mussolini ließ die Brüder Rosselli am 9. Juni 1937 ermorden
Gerhard Feldbauer
Ausgabe vom 2. Juni 2017
Carlo Rosselli (Foto: unbekannt /wikimedia.org/ gemeinfrei)

Carlo Rosselli (Foto: unbekannt /wikimedia.org/ gemeinfrei)

m April war der 80. Todestag von Antonio Gramscis. Es wird auch weiter immer Anlässe geben, sich des großen italienischen Theoretikers der kommunistischen Weltbewegung zu erinnern. Seine nach dem Machtantritt Mussolinis 1922 erarbeitete …

Thomas Müntzer, Gegenspieler Luthers

Gerhard Feldbauer
Ausgabe vom 26. Mai 2017
Die Schlacht bei Frankenhausen. Zeitgenössische Darstellung. (Foto: wikimedia.org/ gemeinfei)

Die Schlacht bei Frankenhausen. Zeitgenössische Darstellung. (Foto: wikimedia.org/ gemeinfei)

Eine herausragende …

Kalter Staatsstreich

Im Mai 1947 wurde in Italien auf Betreiben der US-Regierung die antifaschistische Einheitsregierung gestürzt
Gerhard Feldbauer
Ausgabe vom 19. Mai 2017

Mit seinem Rücktritt als Ministerpräsident der amtierenden Regierung am 13. Mai 1947 bezweckte Alcide De Gasperi von der Democrazia Cristiana (DC) die im April 1944 im Befreiungskrieg gegen Hitlerdeutschland gebildete antifaschistische …

Wilhelm Liebknecht – Soldat der Revolution

Der Leipziger Hochverratsprozess vom Jahre 1872
Erich Kundel
Ausgabe vom 12. Mai 2017
Wilhelm Liebknecht (in der Mitte im Zeugenstand stehend), August Bebel (1. v.  r.) und Adolf Hepner (2. v.  r.) als Angeklagte beim Leipziger Hochverratsprozess.

Wilhelm Liebknecht (in der Mitte im Zeugenstand stehend), August Bebel (1. v.  r.) und Adolf Hepner (2. v.  r.) als Angeklagte beim Leipziger Hochverratsprozess.

Der Prozess begann am 11. März 1872 in einem Saal des Bezirksgerichts in Leipzig. Gleich zu Beginn war das Gericht bemüht, die des Hochverrats angeklagten Arbeiterführer Bebel. Liebknecht und Hepner als Unruhestifter und …

Mit Nazis und gegen den Osten

Zu Adenauers Regierungserklärung von 1949 und den Folgen
Nina Hager
Ausgabe vom 12. Mai 2017
Wahlkampf 1949: Drei Lügen auf einem Plakat.

Wahlkampf 1949: Drei Lügen auf einem Plakat.

  Schweigen, Lügen, Relativieren, Diskreditieren. Das gibt es …

Atomwaffen gegen die Sowjetunion

40er Jahre, Kalter Krieg: US-Planungen für einen Nuklearkrieg
Reiner Zilkenat
Ausgabe vom 5. Mai 2017
US-Präsident Harry S. Truman vor dem Kongress. Seine Rede vom 12. März 1947 („Truman-Doktrin“) gilt als „offizieller“ Auftakt des bereits vorher vorbereiteten und eingeleiteten „Kalten Krieges“ gegen die Sowjetunion und ihre Verbündeten. (Foto: Harry S. Truman Library & Museum /gemeinfrei)

US-Präsident Harry S. Truman vor dem Kongress. Seine Rede vom 12. März 1947 („Truman-Doktrin“) gilt als „offizieller“ Auftakt des bereits vorher vorbereiteten und eingeleiteten „Kalten Krieges“ gegen die Sowjetunion und ihre Verbündeten. (Foto: Harry S. Truman Library & Museum /gemeinfrei)

Angesichts des 100. Jahrestages der Oktoberrevolution sollte der Blick in die Geschichte auch die zahlreichen Versuche imperialistischer Mächte nicht außer Acht lassen, die Sowjetmacht mit militärischen, politischen, ökonomischen und …

Ein großer Staatsmann?

Zu Konrad Adenauers 50. Todestag
Nina Hager
Ausgabe vom 28. April 2017
Lesung der Pariser Verträge im Deutschen Bundestag am 25. Februar 1955. Rede Konrad Adenauers.

Lesung der Pariser Verträge im Deutschen Bundestag am 25. Februar 1955. Rede Konrad Adenauers.

In der vergangenen Woche wurde der 50. Todestag des ersten Kanzlers der Bundesrepublik Deutschlands, Konrad Adenauer (5. Januar 1876 – 19. April 1967), begangen: Mit „Nachrufen“, Kranzniederlegungen, Straßenumbenennungen, einer neuen …

Das Blutbad an der Portelle delle Ginestra

Am 1. Mai vor 70 Jahren auf Sizilien
Gerhard Feldbauer
Ausgabe vom 28. April 2017

Der 1. Mai, der Kampf- und Feiertag der arbeitenden Menschen, hat an der Portelle delle Ginestra auf Sizilien eine besondere Bedeutung. Jährlich wird dort der Opfer des Blutbades gedacht, das am 1. Mai 1947 Mafia-Banden im Dienste der …

Gernika – 80 Jahre danach

Gabriele Senft
Ausgabe vom 28. April 2017

"Auf dem Wandgemälde, an dem ich arbeite und das ich Guernica nennen werde, und in all meinen letzten Werken, bringe ich deutlich meine Abscheu vor der militärischen Kaste zum Ausdruck, die Spanien in einen Ozean von Leid und Tod versenkt hat.“ Picasso (Foto: Gabriele Senft)

„Als es vorbei war, kamen die Menschen ins Freie. Niemand weinte. Ihre Gesichter zeigten Erstaunen. Keiner von uns konnte verstehen, was er sah.“ Alberto de Onaindia, Augenzeuge der Bombardierung von Guernica (baskisch Gernika) …

Interview

Siege soll man feiern – Nicht nur aus Niederlagen lernen

UZ-Interview zum Sonderheft der Marxistischen Blätter und zum Kampagnenstart „100 Plus“
Fritz Pasemann-Senkel.
Ausgabe vom 21. April 2017

UZ : Anfang Mai wird das dicke Sonderheft der Marxistischen Blätter zur Oktoberrevolution ausgeliefert. Warum im Mai und nicht erst direkt zum 100. Jubiläum im Oktober? Lothar Geisler : Aus zumindest zwei Gründen. Erstens weil wir …

Ein Vorbild für unsere Zeit

Louise Michel, eine mutige und standhafte Kämpferin der Pariser Kommune
Gerhard Feldbauer
Ausgabe vom 21. April 2017

Unzählig sind die Frauen, die in den Reihen der Kämpfer für den Fortschritt standen. So war es auch in der ersten proletarischen Revolution der Welt, der Pariser Kommune vom 18. März bis 28. Mai 1871. Eine von ihnen war die auf …

Der Griff nach der deutschen Atombombe

1957 wandten sich bundesdeutsche Physiker mit einer Erklärung gegen die atomare Bewaffnung der Bundeswehr
Walter Bauer/UZ
Ausgabe vom 14. April 2017
Bundestagswahl 1957, SPD Plakat: 1960 beschloss die SPD auf dem Hannover-Parteitag eine prinzipielle Zustimmung zur atomaren Bewaffnung.  (Foto: Hoff/wikimedia.org/Bundesarchiv Bild 144–400-05/CC-BY-SA 3.0)

Bundestagswahl 1957, SPD Plakat: 1960 beschloss die SPD auf dem Hannover-Parteitag eine prinzipielle Zustimmung zur atomaren Bewaffnung. (Foto: Hoff/wikimedia.org/Bundesarchiv Bild 144–400-05/CC-BY-SA 3.0)

Bundestagswahl 1957, SPD Plakat: 1960 beschloss die SPD auf dem Hannover-Parteitag eine prinzipielle Zustimmung zur atomaren Bewaffnung. ( Hoff/wikimedia.org/Bundesarchiv Bild 144–400-05/CC-BY-SA 3.0)

Kultur ist Klasse

Der Sitz der Karl-Liebknecht-Schule, ein Gebäude mit bewegter Geschichte
hb
Ausgabe vom 14. April 2017
200 Erwerbslose und Arbeitersportler waren aktiv (Foto: UZ-Archiv)

200 Erwerbslose und Arbeitersportler waren aktiv (Foto: UZ-Archiv)

Das Gebäude in Leverkusen-Wiesdorf, in dem sich seit 1977 die Karl-Liebknecht-Schule der DKP befindet, hat eine bewegte Geschichte. Mit seinen Wurzeln in der kommunistischen Kultur- und Sportbewegung konnte diese Tradition bis heute …

Revolutionärin, Kämpferin für Frauenrechte

Zum 200. Geburtstag von Mathilde Franziska Anneke
Gerhard Feldbauer
Ausgabe vom 7. April 2017
Mathilde Franziska Anneke (um 1840) (Foto: public domain)

Mathilde Franziska Anneke (um 1840) (Foto: public domain)

Mathilde Franziska …

Spaltung durch die Politik des Burgfriedens

Vor 100 Jahren wurde die USPD gegründet (1917 – 1922)
Heinz Karl
Ausgabe vom 31. März 2017
„Die Maske herunter! Für die Opfer der Vorkämpfer der Revolution: Taschen zu! Für den Krieg: Taschen auf!“, Flugblatt der USPD Württemberg, Stuttgart (Dezember 1918?)

„Die Maske herunter! Für die Opfer der Vorkämpfer der Revolution: Taschen zu! Für den Krieg: Taschen auf!“, Flugblatt der USPD Württemberg, Stuttgart (Dezember 1918?)

„Die Maske herunter! Für die Opfer der Vorkämpfer der Revolution: Taschen zu! Für den Krieg: Taschen auf!“, Flugblatt der USPD Württemberg, Stuttgart (Dezember 1918?)

Auch „in Deutschland brodelt es schon …“

Die Februarrevolution in Russland mobilisierte das Proletariat
nh
Ausgabe vom 31. März 2017
Berlin 1917: Schlange vor einem Lebensmittelgeschäft. (Foto: Bundesarchiv, Bild 183-N0703–343/CC-BY-SA 3.0)

Berlin 1917: Schlange vor einem Lebensmittelgeschäft. (Foto: Bundesarchiv, Bild 183-N0703–343/CC-BY-SA 3.0)

Proteste gegen den Krieg gab es vor Ausbruch des 1. Weltkrieges in vielen Ländern Europas – auch im Deutschen Kaiserreich. Hunderttausende nahmen an Aktionen teil. Doch der Verrat rechter sozialistischer bzw. sozialdemokratischer Führer …

Lenins Aprilthesen

Ein Beispiel für die Suche nach Übergängen zum Sozialismus
Hans-Peter Brenner
Ausgabe vom 31. März 2017
Sitzung der Soldatensektion des Petrograder Sowjets (Foto: gemeinfrei)

Sitzung der Soldatensektion des Petrograder Sowjets (Foto: gemeinfrei)

Am 22. Januar 1917 hielt W. I. Lenin in seinem Exilort Zürich vor jungen schweizerischen Arbeitern einen „Vortrag über die Revolution von 1905“. Er spannte darin einen historischen Bogen zu den aktuellen revolutionären Unruhen in …

Revolutionen in der Geschichte

Gerrit Brüning
Ausgabe vom 24. März 2017
Französische Revolution 1789: Sturm auf die Bastille (Foto: Bibliothèque nationale de France / public domain)

Französische Revolution 1789: Sturm auf die Bastille (Foto: Bibliothèque nationale de France / public domain)

Französische Revolution 1789: Sturm auf die Bastille ( Bibliothèque nationale de France / public domain)

Zwischen Februar und Oktober

Lenins klare Strategie und bewegliche Taktik
Günter Judick
Ausgabe vom 17. März 2017
Lenin spricht im Taurischen Palast in Petrograd, 4. (17.) April 1917 (Foto: P. I. Wolikow/public domain)

Lenin spricht im Taurischen Palast in Petrograd, 4. (17.) April 1917 (Foto: P. I. Wolikow/public domain)

Die russische Revolution von 1917 war die größte Volksrevolution der Neuzeit. Innerhalb von acht Monaten durchlief sie in einem einheitlichen Prozess die Etappen der bürgerlich-demokratischen Umwälzung hin zur Errichtung der Macht der …

In Erinnerung an den Kampf für die Spanische Republik

Zwei Rezensionen von Günter Wehner
Ausgabe vom 17. März 2017
Frauen und der spanische Krieg

Frauen und der spanische Krieg

„Sie werden nicht durchkommen“ Unmittelbar nach dem Erscheinen …

Amerikas (atomare) Faust

Soeben erschienen: „Marxistische Blätter“ 2_2017
LoG
Ausgabe vom 10. März 2017

Wir betrachten es keineswegs als unsere Aufgabe, zu spekulieren, was Trump wohl noch alles tun wird oder wie, wann und mit welcher Hinterlassenschaft seine Regierungszeit dereinst mal enden könnte“, heißt es im Editorial der jüngsten …

1917 – 2017: Zum 100. Jahrestag der russischen Revolution

Aus dem Editorial von Z. – Zeitschrift Marxistische Erneuerung, Nr. 109 (März 2017)
Ausgabe vom 10. März 2017

„Der hundertste Jahrestag der russischen Doppelrevolution vom Februar und Oktober 1917 wirft die Frage nach deren geschichtlicher Bedeutung auf und danach, inwieweit dieses historische Ereignis von Bedeutung ist für die sozialen und …

Gelesen

Ausgabe vom 10. März 2017

Engels 1874 zum Programm der blanquistischen Kommuneflüchtlinge: „Die deutschen Kommunisten sind Kommunisten, weil sie durch alle Zwischenstationen und Kompromisse, die nicht von ihnen, sondern von der geschichtlichen Entwicklung …

Für Frieden und Brot

Vor 100 Jahren wurde in Russland die zaristische Herrschaft beseitigt
Nina Hager
Ausgabe vom 3. März 2017
Demonstration auf dem Newski-Prospekt.  (Foto: unbekannt; photo retake by George Shuklin/ State museum of political history of Russia/ gemeinfrei)

Demonstration auf dem Newski-Prospekt. (Foto: unbekannt; photo retake by George Shuklin/ State museum of political history of Russia/ gemeinfrei)

Zweieinhalb Kriegsjahre hatten genügt, um die zaristische Herrschaft in Russland vollständig zu zerrütten. Hunger und Elend herrschten im Russland der Romanows. Die Not der Volksmasse hatten sich während des imperialistischen Ersten …

Alles für die Kinder

Eine beispiellose Tat der Solidarität der Internationalen Brigaden in Spanien
Werner Abel
Ausgabe vom 24. Februar 2017
Das Kinderheim „Ernst Thälmann“ (1937) (Foto: Archiv/ privat)

Das Kinderheim „Ernst Thälmann“ (1937) (Foto: Archiv/ privat)

Das Kinderheim „Ernst Thälmann“ (1937) ( Archiv/ privat)

Der erste Vorsitzende

In Erinnerung an Kurt Bachmann
Walter Bauer
Ausgabe vom 17. Februar 2017
Kurt Bachmann zwischen Max Reimann (r.) und Herbert Mies (l.) (Foto: UZ-Archiv)

Kurt Bachmann zwischen Max Reimann (r.) und Herbert Mies (l.) (Foto: UZ-Archiv)

Vor zwanzig Jahren, am 23. Februar 1997, starb – 87-jährig – Kurt Bachmann. Von 1968 bis 1972 war er Vorsitzender unserer Partei und danach Mitglied des Präsidiums der DKP. Wie die meisten unserer älteren Genossinnen und Genossen füllt …

Der Völkermord des Mussolini-Faschismus in Äthiopien

Allein am 19. Februar 1937 wurden in Addis Abeba 30 000 Menschen ermordet
Gerhard Feldbauer
Ausgabe vom 17. Februar 2017
Italienische Soldaten in Äthiopien  (Foto: Library of Congress’s Prints and Photographs division under the digital ID cph.3c03800./public domain)

Italienische Soldaten in Äthiopien (Foto: Library of Congress’s Prints and Photographs division under the digital ID cph.3c03800./public domain)

Als am 5. Mai 1937 Paradetruppen der Kolonialarmee Mussolinis in die äthiopische Hauptstadt einzogen, ging ein barbarischer Eroberungsfeldzug vorerst zu Ende, bei dem 275 000 Menschen umgebracht worden waren. Begonnen hatte der von …

Februarrevolution

Hans-Peter Brenner
Ausgabe vom 17. Februar 2017
Demonstration von Arbeiterinnen und Arbeitern der Putilow-Werke am 23. Februar 1917 (Foto: gemeinfrei)

Demonstration von Arbeiterinnen und Arbeitern der Putilow-Werke am 23. Februar 1917 (Foto: gemeinfrei)

Winter 1916/17. …

Wenn Russland nicht imperialistisch ist – was ist es dann?

Zu einer wichtigen Frage der Friedensbewegung – Eine Erwiderung auf Björn Schmidt
Rainer Dörrenbecher
Ausgabe vom 17. Februar 2017
Lebhaftes kapitalistisches Treiben: Geschäftsviertel im Moskauer Presnenski-Distrikt mit lokalem „World Trade Center“ (Foto: [url=https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:WTC-Moscow.jpg]Wecameasromans[/url]r)

Lebhaftes kapitalistisches Treiben: Geschäftsviertel im Moskauer Presnenski-Distrikt mit lokalem „World Trade Center“ (Foto: Wecameasromansr / Lizenz: CC BY 3.0)

In der UZ vom 27. 1. 2017 wurde ein Beitrag von Björn Schmidt zu den „Aufgaben der DKP in der Friedensbewegung“ veröffentlicht, um die Hauptorientierung des DKP-Parteivorstandes in der Friedenspolitik nachvollziehen zu können. Ergänzend …

Ein Pyrrhussieg

Am 17. Februar 1947 fiel Hanoi nach 61 Tagen erbittertem Widerstand in die Hand der französischen Truppen
Gerhard Feldbauer
Ausgabe vom 10. Februar 2017
Soldaten der vietnamesischen Befreiungsstreitkräfte hissen ihre Fahne in Dien Bien Phu (7. Mai 1954) (Foto: Foto: unbekannt/vor 1960 veröffentlicht/public domain in Vietnam)

Soldaten der vietnamesischen Befreiungsstreitkräfte hissen ihre Fahne in Dien Bien Phu (7. Mai 1954) (Foto: Foto: unbekannt/vor 1960 veröffentlicht/public domain in Vietnam)

Mit der Proklamation der Demokratischen Republik Vietnam nach der siegreichen Augustrevolution am 2. September 1945 hatte das Land das seit 1858 errichtete französische Kolonialjoch beseitigt und wieder seine nationale Unabhängigkeit …

DDR – unvergessen

Ein neuer Band der Buchreihe „Als Zeitzeugen erlebt“
Ulla Ermen
Ausgabe vom 10. Februar 2017

Seit über zwanzig Jahren folgt der GNN Verlag mit seiner Buchreihe „Als Zeitzeugen erlebt“ den „Spuren der Wahrheit“ – allen Verleumdungen und Halbwahrheiten zum Trotz. Der zwölfte Band, „DDR unvergessen“, erschien im Dezember 2016. 65 …

Recht als Produziertes und als Produzierendes

Zu Hermann Klenners „Recht, Rechtsstaat und Gerechtigkeit“
Ekkehard Lieberam, Roland Wötzel
Ausgabe vom 3. Februar 2017
Hermann Klenner, Gast auf einer Tagung der Kommunistischen Plattform (2007) (Foto: Die Linke/ KPF)

Hermann Klenner, Gast auf einer Tagung der Kommunistischen Plattform (2007) (Foto: Die Linke/ KPF)

Bescheiden bezeichnet …

Tauglich machen für den Arbeitsmarkt

Zur Neuausgabe von Freerk Huiskens „Erziehung im Kapitalismus“
Franz Anger
Ausgabe vom 3. Februar 2017

Um in der Marktwirtschaftsgesellschaft seinen Lebensunterhalt verdienen zu können, müsse man sich als junger Mensch in den pädagogischen Lehranstalten zu vorsortiertem „Humankapital“ verdinglichen lassen, das die Damen und Herren …

Von der Ruhrlade zum Verfassungsschutz

Kapitalismuskritik wird kriminalisiert 
Ulrich Sander
Ausgabe vom 27. Januar 2017

Bis 1989 war der Kapitalismus kein Begriff, mit dem sich die Bundesrepublik zieren mochte. Nach den Erfahrungen mit dem Faschismus als einem der möglichen Resultate kapitalistischer Entwicklung wandten die Wortführer der vorherrschenden …

Generalplan zur „Judenvernichtung“

Vor 75 Jahren fand die Wannsee-Konferenz statt
nh
Ausgabe vom 20. Januar 2017

Am 20. Januar 1942 kamen in der Villa „Am Großen Wannsee 56 – 58“ in Berlin hochrangige Vertreter der faschistischen Macht zusammen. SS-Obergruppenführer Reinhard Heydrich – zu dieser Zeit nicht nur Leiter des Reichssicherheitshauptamts …

Die Emanzipation der Naturforschung

Vor 375 Jahren starb der von der Inquisition verurteilte Galileo Galilei
Gerhard Feldbauer
Ausgabe vom 20. Januar 2017
Statue von Galileo Galilei (1564–1642); an den Uffizien, Florenz. (Foto: [url=https://de.wikipedia.org/wiki/Galileo_Galilei#/media/File:Galileo_Galilei01.jpg]JoJan[/url])

Statue von Galileo Galilei (1564–1642); an den Uffizien, Florenz. (Foto: JoJan / Lizenz: CC BY-SA 3.0)

Nach Giordano Bruno, der …

Kennst du unseren Max?

Vor 40 Jahren, am 18. Januar 1977 starb Max Reimann – ab 1948 Parteivorsitzender der KPD
Walter Bauer/UZ
Ausgabe vom 13. Januar 2017
Max Reimann (rechts) mit Jupp Angenfort  (mitte) u. a. bei den Weltfestspielen der Jugend und Studenten 1951 in Berlin, der Hauptstadt der DDR (Foto: UZ-Archiv)

Max Reimann (rechts) mit Jupp Angenfort (mitte) u. a. bei den Weltfestspielen der Jugend und Studenten 1951 in Berlin, der Hauptstadt der DDR (Foto: UZ-Archiv)

Max Reimann wurde am 31. Oktober 1898 in Elbing geboren. Seine Biographie vor 1948 kurz zusammenzufassen ist nicht einfach: Arbeitersohn, Metallarbeiter, später Bergarbeiter – 1913 Mitglied des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes und …

100 Jahre nach der Oktoberrevolution - Wir können.

Jann Meier
Ausgabe vom 6. Januar 2017
Lenin spricht in Moskau vor Soldaten (Foto: gemeinfrei)

Lenin spricht in Moskau vor Soldaten (Foto: gemeinfrei)

Wer eine Ausbildung …

Anstöße – Erträge – Spiegelungen

Festschrift für Friedrich-Martin Balzer
Dieter Kraft
Ausgabe vom 6. Januar 2017

Wenn Manfred Weißbecker ein Buch herausgibt, dann bedarf es keiner Empfehlung – erst recht nicht, wenn es sich um „Ein Lesebuch von und für Friedrich-Martin Balzer“ handelt. Dieser über 400 Seiten starke Band zu Balzers 75. Geburtstag …

Ruhmreiches Scheitern

Gut gemeint, aber ärgerlich: Robert Cohen hat Teile der Gestapo-Akten zu Olga Benario herausgegeben.
Cristina Fischer
Ausgabe vom 6. Januar 2017

Olga Benario ist die bekannteste deutsche Kommunistin der 20er und 30er Jahre. Mehrere Biographien und Filmporträts wurden ihr bereits gewidmet. Ruth Werner, ehemalige Kundschafterin der Roten Armee, hatte in der DDR 1958 mit einem …

Größtmögliche Gleichheit

Fidel Castro über Sozialismus auf Kuba nach dem Ende der Sowjetunion
Ausgabe vom 23. Dezember 2016
 (Foto: Roberto Chile)

(Foto: Roberto Chile)

Federico Mayor Zaragoza*: Zusammen mit China, Vietnam und …

Ein unermüdlicher Streiter für den Marxismus

Georgi Walentinowitsch Plechanow (11.12.1856–30.5.1918)
Nina Hager
Ausgabe vom 23. Dezember 2016
Georgi Plechanow im Jahr 1917 (Foto: Karl Karlovich Bulla/gemeinfrei)

Georgi Plechanow im Jahr 1917 (Foto: Karl Karlovich Bulla/gemeinfrei)

Georgi Plechanow im Jahr 1917 ( Karl Karlovich Bulla/gemeinfrei)

Die Nachhaltigkeit des Bitterfelder Weges

Zur Bewegung der schreibenden Arbeiter in der DDR
Dietrich Löffler
Ausgabe vom 16. Dezember 2016

Der Bitterfelder Weg gehört zu den umstrittensten Kapiteln der jüngeren Literatur- und Kulturgeschichte. Der Autor, Prof. Dr. Rüdiger Bernhardt, ist wie kaum ein anderer befähigt, dazu Stellung zu nehmen. Er ist von Anfang in und für die …

Arbeiterklasse und Rechtsextremismus

Eine Untersuchung mit etlichen Mängeln
Georg Polikeit
Ausgabe vom 16. Dezember 2016
Front National – die neue Arbeiterpartei? (Foto: Blandine Le Cain/flickr.com/CC BY 2.0)

Front National – die neue Arbeiterpartei? (Foto: Blandine Le Cain/flickr.com/CC BY 2.0)

Das Buch „Rückkehr nach Reims“ von Didier Eribon ist im Wesentlichen eine stark psychoanalytisch angelegte Autobiographie eines französischen Linksintellektuellen, den vor allem zwei Probleme bewegen: von seiner Herkunft aus einem …

Imperialistische Widersprüche in der EU

Militarisierung findet auch künftig im Rahmen der NATO statt 
Beate Landefeld
Ausgabe vom 9. Dezember 2016
Am 24. 9. 1987 nahmen Bundeskanzler Helmut Kohl und der französische Staatspräsident Francois Mitterrand an der deutsch-französischen Heeresübung Kecker Spatz teil. Hier: Mitterrand und Kohl bei einer Pressekonferenz auf dem Luftwaffenstützpunkt Manching. (Foto: Bundesarchiv, B 145 Bild-F076314–0006/Engelbert Reineke/CC-BY-SA 3.0)

Am 24. 9. 1987 nahmen Bundeskanzler Helmut Kohl und der französische Staatspräsident Francois Mitterrand an der deutsch-französischen Heeresübung Kecker Spatz teil. Hier: Mitterrand und Kohl bei einer Pressekonferenz auf dem Luftwaffenstützpunkt Manching. (Foto: Bundesarchiv, B 145 Bild-F076314–0006/Engelbert Reineke/CC-BY-SA 3.0)

Als die „Handvoll Großmächte, die die Welt beherrschen“ beschrieb Lenin 1916 die „alten“ kapitalistischen Länder England und Frankreich, die „jungen“ Deutschland, USA, Japan, das rückständige Russland, abhängig von britischen und …

Die Verschwörung von Beloweschsk

Vor 25 Jahren wurde der UdSSR der Todesstoß versetzt
Willi Gerns
Ausgabe vom 9. Dezember 2016
Am 8. Dezember 1991 unterzeichneten Boris Jelzin (2. von rechts), Leonid Krawtschuk (links) und Stanislaw Schuschkewitsch (Mitte), den sogenannten Vertrag von Minsk bzw. die Vereinbarungen von Beloweschskaja Puschtscha. (Foto: RIA Novosti archive, image #52076 / Yuriy Ivanov / CC-BY-SA 3.0)

Am 8. Dezember 1991 unterzeichneten Boris Jelzin (2. von rechts), Leonid Krawtschuk (links) und Stanislaw Schuschkewitsch (Mitte), den sogenannten Vertrag von Minsk bzw. die Vereinbarungen von Beloweschskaja Puschtscha. (Foto: RIA Novosti archive, image #52076 / Yuriy Ivanov / CC-BY-SA 3.0)

Am 8. Dezember 1991 wurde in den belorussischen Wäldern von Boris Jelzin, dem Präsidenten der Russischen SFSR, Leonid Krawtschuk, dem Präsidenten der Ukrainischen SSR, und Stanislaw Schuschkewitsch, dem Vorsitzenden des Obersten Sowjets …

Zwei Pflichten

Weshalb Interbrigadisten Mitglieder der KP Spaniens wurden (Teil II und Schluss)
Werner Abel
Ausgabe vom 9. Dezember 2016

Die kommunistischen Interbrigadisten kamen aus den verschiedensten Ländern und Regionen. Die Parteiarbeit in den Internationalen Brigaden musste anders und effizienter organisiert werden. Diese Interbrigadisten in einer Partei, der KP …

Der erste große Sieg

Die Moskauer Schlacht zerstörte die Legende von der „Unbesiegbarkeit“ der Wehrmacht
nh
Ausgabe vom 9. Dezember 2016
1. Dezember 1941, frische Kräfte gehen an die Front (Foto: RIA Novosti archive, image #429/Oleg Ignatovich/CC-BY-SA 3.0)

1. Dezember 1941, frische Kräfte gehen an die Front (Foto: RIA Novosti archive, image #429/Oleg Ignatovich/CC-BY-SA 3.0)

In den ersten Monaten nach dem Überfall des faschistischen Deutschlands auf die Sowjetunion gelang es den drei Heeresgruppen der Wehrmacht sowie den Truppen ihrer Verbündeten mehr als 1 000 Kilometer tief in die Sowjetunion vorzudringen. …

Zwei Pflichten

Weshalb Interbrigadisten Mitglieder der KP Spaniens wurden (Teil I)
Werner Abel
Ausgabe vom 2. Dezember 2016

Es war ein kluger Entschluss der KP Spaniens (PCE), dass sie Ende 1938, als sich die Niederlage der 2. Spanischen Republik mit aller Deutlichkeit abzeichnete, die Unterlagen der Kommission für ausländische Kader des Zentralkomitees …

Konzentration und Zentralisation des Kapitals

Aus dem Editorial der Zeitschrift Z.
Ausgabe vom 2. Dezember 2016

Im Editorial der neuen Ausgabe der Zeitschrift Z. – Zeitschrift marxistische Erneuerung wird der Schwerpunkt wie folgt vorgestellt: „Das ‚postdemokratische Zeitalter‘ ist gekennzeichnet durch die ‚Dominanz riesiger Unternehmen, welche … …

„Sie verpflichteten sich solidarisch zusammenzuhalten“

Vor 120 Jahren begann im Hamburger Hafen ein elfwöchiger Streik
Ausgabe vom 25. November 2016
 (Foto: Johann Hamann/wikimedia.org/gemeinfrei)

(Foto: Johann Hamann/wikimedia.org/gemeinfrei)

( Johann Hamann/wikimedia.org/gemeinfrei)   Schauerleute mit ihrem Vizen (auf der Tonne sitzend) im Hamburger Hafen. Das Foto zeigt so genannte „schwarze Schauerleute“ – die Männer arbeiteten als schwarze Kohlenträger. Schauerleute arbeiteten in Gruppen von je sechs bis zwölf Mann, angeführt von einem „Vizen“, der die Funktion eines Vorarbeiters und zugleich die des verlängerten Arms des „Baas“ hatte, also des Unternehmers, der die Schauerleute beschäftigte. (Foto von 1889)

Unheilvoller Geschichtsrevisionismus

Italien: Bald nach 1945 konnten sich die Faschisten wieder formieren – und zogen ins Parlament ein
Gerhard Feldbauer
Ausgabe vom 25. November 2016

Die Ehrung von unter dem Besatzungsregime der Hitlerwehrmacht in Mussolinis Repubblica Sociale Italiana (RSI) gefallenen Soldaten und Schwarzhemden (der italienischen SS) durch die von dem sozialdemokratischen Partito Democratico (PD) …

Umfangreiche und abgesicherte Erkenntnisse

Seminar zur marxistischen und anderen Faschismustheorien
Kurt Baumann
Ausgabe vom 18. November 2016

Die Karl-Liebknecht-Schule war, so der Leiter Jürgen Lloyd „außerordentlich gut“ besucht, das Thema zieht. Als Titelzitat dient die Aussage von Reinhard Opitz, man müsse die benannten Erkenntnisse über den Faschismus sich aneignen, um …

Täter vor Gericht

Eine Untersuchung über den Umgang der DDR-Justiz mit Naziverbrechern
Ernst Albrecht
Ausgabe vom 18. November 2016
Im Jahr 2012 erhielten rund 900 000 ausländische Staatsangehörige eine deutsche „Kriegsrente“, bezahlt aus Steuermitteln. Darunter waren beispielsweise Zehntausende ehemalige Freiwillige der Waffen-SS aus den baltischen Staaten. (Foto: Bundesarchiv, Bild 183-J16133/CC-BY-SA 3.0)

Im Jahr 2012 erhielten rund 900 000 ausländische Staatsangehörige eine deutsche „Kriegsrente“, bezahlt aus Steuermitteln. Darunter waren beispielsweise Zehntausende ehemalige Freiwillige der Waffen-SS aus den baltischen Staaten. (Foto: Bundesarchiv, Bild 183-J16133/CC-BY-SA 3.0)

Die Bundesregierung stellt 4 Millionen Euro für die Aufarbeitung der Nazivergangenheit ihrer Ministerien zur Verfügung. Ein löblicher Vorsatz, wenn auch sehr spät. Über 90 Jahre alte Männer werden wegen Verbrechen in faschistischen …

Ein imperialistisches Unterordnungsverhältnis

Zur Position Deutschlands im von den USA bestimmten globalen Herrschaftssystem
Lucas Zeise
Ausgabe vom 18. November 2016
Die deutsche Kriegsministerin Ursula von der Leyen im Gespräch mit dem damals frisch ernannten Chef des Pentagon, Ash Carter (rechts), beim „Allianz Forum“ am 22.6.2015 in Berlin. Zwischen den beiden Friedrich Merz, Vorsitzender der „Atlantik-Brücke

Die deutsche Kriegsministerin Ursula von der Leyen im Gespräch mit dem damals frisch ernannten Chef des Pentagon, Ash Carter (rechts), beim „Allianz Forum“ am 22.6.2015 in Berlin. Zwischen den beiden Friedrich Merz, Vorsitzender der „Atlantik-Brücke" (Foto: Master Sgt. Adrian Cadiz)

In geradezu beeindruckender Weise haben sich Presse und Politiker der BRD ablehnend zu Donald Trump, dem frisch gewählten Präsidenten der USA, geäußert. Einige scheinen die Gelegenheit ergreifen zu wollen, Deutschlands bisher eindeutig …

Das geht anders!

Marxistische Blätter mit Schwerpunkt „Deutsch-türkische Freundschaft“ erschienen
Ausgabe vom 11. November 2016

Über Erdogans Politik als bezahlter „Türsteher“ der EU, der Flüchtende fernhalten soll, oder als „Terrorpate“ des IS schreiben nicht nur bundesdeutsche Linke. Im Syrien-Krieg hat „der ganz starke Mann des Landes“ eine klar erkennbare …

Blutbefleckte Schuhe

Die Germanistin und ehemalige Zwangsarbeiterin Vera Friedländer rechnet furios mit dem deutschen Salamander-Konzern ab
Cristina Fischer
Ausgabe vom 11. November 2016

Mit 16 Jahren wurde Vera Friedländer im Januar 1945 als sogenannte Halbjüdin zusammen mit polnischen, serbischen und französischen Arbeitern in den Reparaturbetrieb des Schuhkonzerns Salamander in der Berliner Köpenicker Straße 6–7 …

Gestützt durch Kapital und Vatikan

Am 1. November 1926 ging Mussolini zur offen terroristischen Diktatur über
Gerhard Feldbauer
Ausgabe vom 4. November 2016
Benito Mussolini (in der Mitte) mit Kumpanen während des Marschs auf Rom am 22. Oktober 1922 (Foto: unbekannt/public domain)

Benito Mussolini (in der Mitte) mit Kumpanen während des Marschs auf Rom am 22. Oktober 1922 (Foto: unbekannt/public domain)

Mit dem Verbot der kommunistischen und sozialistischen, aber auch aller antifaschistischer Positionen beschuldigter Presseorgane leitete Mussolini am 1. November 1926 den Übergang zur offen terroristischen Diktator ein. Das Interdikt …

60 Jahre seit dem Verbot der KP Saarland

Franz Hertel hat mehr als ein Geschichtsbuch geschrieben
Thomas Hagenhofer
Ausgabe vom 4. November 2016

Das Saarland hat aufgrund seiner besonderen bewegten Geschichte im letzten Jahrhundert ein eigenes Datum für das Verbot der kommunistischen Partei in den 50er Jahren, den 9. April 1957. Das Verbot wurde im Zuge der Eingliederung des …

Erich Hackl in Hamburg

80 Jahre Spanischer Bürgerkrieg
Ausgabe vom 4. November 2016

Am 7. November stellt der österreichische Schriftsteller Erich Hackl seine neue Anthologie über den Spanischen Bürgerkrieg „So weit uns Spaniens Hoffnung trug“ vor. Er wird  aus dieser von ihm zusammengestellten und kürzlich erschienen …

An der Seite des spanischen Volkes

Antifaschisten aus Hof in den Internationalen Brigaden
Randolph Oechslein
Ausgabe vom 4. November 2016

Seine neuesten Forschungsergebnisse zur Beteiligung von Hofern in den Interbrigaden stellte Randolph Oechslein, Vorsitzender der DKP in Hof, vor. Die gemeinsame Veranstaltung der Marx-Engels-Stiftung e. V. und der DKP Hof am 26. Oktober …

Voluntarios de la Libertad – Freiwillige der Freiheit

Zum Jahrestag der Gründung der Internationalen Brigaden (Teil 2 und Schluss)
Werner Abel
Ausgabe vom 28. Oktober 2016
Interbrigadisten der XI. Internationalen Brigade aufseiten der Spanischen Republik während der Schlacht von Belchite (1937). (Foto: Michail Kolzow / public domain)

Interbrigadisten der XI. Internationalen Brigade aufseiten der Spanischen Republik während der Schlacht von Belchite (1937). (Foto: Michail Kolzow / public domain)

Teil I endete damit, dass die Interbrigadisten, die an der Seite der Republik kämpften, aus unterschiedlichen Beweggründen nach Spanien kamen. Für viele von ihnen war der erste Anlaufpunkt – vor dem Weitertransport nach Albacete oder direkt an die Front – in Spanien die alte Festung von Figueras.

Heute in Spanien, morgen in Italien

Am 27. Oktober 1936 formierte sich das Garibaldi-Bataillon
Gerhard Feldbauer
Ausgabe vom 28. Oktober 2016

In der Chronik über die Vereidigung der Spanischen Republik gegen die von Hitler und Mussolini militärisch massiv unterstützten Franco-Faschisten haben die italienischen Antifaschisten ruhmreiche Seiten geschrieben. Unter den …

Die Dreieraggression von 1956

Der Arabische Nationalismus feierte in der Suezkrise einen großen Erfolg und wird vom Westen seitdem bekämpft
Marc Stellberg
Ausgabe vom 28. Oktober 2016
1956: Gamal Abdel Nasser wird von Anhängern gefeiert. (Foto: CIA/public domain)

1956: Gamal Abdel Nasser wird von Anhängern gefeiert. (Foto: CIA/public domain)

Vor 60 Jahren, im Oktober 1956, begannen Großbritannien, Frankreich und Israel gemeinsam eine Militärintervention gegen die Republik Ägypten. Israel besetzte die Sinaihalbinsel und britisch-französische Einheiten landeten in der …

Diktatur hinter der Fassade formaler Demokratie

Am 30. Oktober 1966 fand der Kongress „Notstand der Demokratie“ statt
Walter Bauer
Ausgabe vom 28. Oktober 2016
Proteste gegen die Notstandsgesetze in Dortmund im Jahr 1968. (Foto: Klaus Rose)

Proteste gegen die Notstandsgesetze in Dortmund im Jahr 1968. (Foto: Klaus Rose)

Vor 50 Jahren, am 30. Oktober 1966, wurde von bundesdeutschen Demokraten in Westdeutschland der „Notstand der Demokratie“ ausgerufen. Es war ein Kongress, auf dem in Frankfurt a. M. über 20 000 Menschen aus der ganzen Bundesrepublik …

Voluntarios de la Libertad – Freiwillige der Freiheit

Zum Jahrestag der Gründung der Internationalen Brigaden (Teil 1)
Werner Abel
Ausgabe vom 21. Oktober 2016
Aus dem Album zum 1. Jahrestag der Internationalen Brigaden (Foto: Montage: aus Un año de las Brigadas Internacionales/unbekannt)

Aus dem Album zum 1. Jahrestag der Internationalen Brigaden (Foto: Montage: aus Un año de las Brigadas Internacionales/unbekannt)

Selbst das Wetter schien es gut gemeint zu haben. „Es war ein Oktobersonntag voller Sonne. So früh schon soviel ungewohnte Bewegung! Die kleine Stadt Albacete, Wiege der Internationalen Brigaden, ist früh auf den Beinen“, schrieb der …

Das Bundesjustizministerium und die alten Nazis

„Die Akte Rosenburg“ bestätigt lang Bekanntes
nh
Ausgabe vom 21. Oktober 2016
 (Foto: Bundesarchiv, Bild 151–39-21/CC-BY-SA 3.0)

(Foto: Bundesarchiv, Bild 151–39-21/CC-BY-SA 3.0)

( Bundesarchiv, Bild 151–39-21/CC-BY-SA 3.0) Berlin – Volksgerichtshof, Prozess nach dem 20. Juli 1944; Hermann Reinecke, Roland Freisler, Heinrich Lautz.

Vor 70 Jahren endete der Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess

Verurteilt wegen Verbrechen gegen den Frieden, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit
nh
Ausgabe vom 14. Oktober 2016
 (Foto: Work of the United States Government/public domain)

(Foto: Work of the United States Government/public domain)

( Work of the United States Government/public domain) Acht der Angeklagten in Nürnberg während des Prozesses gegen die Hauptkriegsverbrecher 1945–1946 (vordere Reihe, v. l. n. r.): Hermann Göring, Rudolf Heß, Joachim von Ribbentrop, Wilhelm Keitel (dahinter, v. l. n. r.): Karl Dönitz, Erich Raeder, Baldur von Schirach, Fritz Sauckel  

„Nachtrag“ zur „Einheitsfeier“ in Dresden

Horst Schneider zur Auseinandersetzung um das Geschichtsbild in Sachsen nach der „Wende“
Ausgabe vom 14. Oktober 2016

Vor 15 Jahren schrieb der Historiker Prof. Dr. Horst Schneider aus Dresden in der „Geschichtskorrespondenz“, der Zeitschrift des Marxistischen Arbeitskreises zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, unter anderem:

Lern- und Gedenkstätte in Mörfelden-Walldorf

Ein langer Weg von der Entdeckung bis heute
Rudi Hechler
Ausgabe vom 7. Oktober 2016
Gedenkstätte Mörfelden-Walldorf (Foto: Treber)

Gedenkstätte Mörfelden-Walldorf (Foto: Treber)

Gedenkstätte Mörfelden-Walldorf. Mehr als zwei Stunden dauerte die Einweihung, bei der Verwandte der Zwangsarbeiterinnen zu Wort kamen. ( Treber)

Windflüchter

Das Buch macht Mut, an einer friedlichen Zukunft mitzuarbeiten
Harry Popow
Ausgabe vom 7. Oktober 2016

Windflüchter – das sind Bäume und Sträucher an der Meeresküste, die unter konstanten Westwinden stark gekrümmt wurden. Ein anderer Wind weht in der menschlichen Gesellschaft. Er ist eisig und menschenfeindlich, fegt mit aggressiver …

Zwischen Reform und Revolution

Bericht über ein Seminar an der Karl-Liebknecht-Schule
Gerrit Brüning / Pablo Graubner
Ausgabe vom 30. September 2016

Am 27./28. August fand in der Karl-Liebknecht-Schule das Wochenendseminar zum Thema „Revolutionäre Strategie in nichtrevolutionäre Zeiten“ statt. Zwanzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer – darunter …

Was nun?

Walter Bauer
Ausgabe vom 30. September 2016

Nicht nur eine zentrale DKP-Veranstaltung, sondern auch Gruppen und Kreise beschäftigten sich mit diesem historischen und dennoch aktuellen Jahrestag. Interessante Zeitzeugengespräche, die historische Einordnung des KPD-Verbots, aber …

Keine Lösung ist auch kein Problem

Hermann Wollner
Ausgabe vom 30. September 2016

Es gibt nicht nur die „Lückenpresse“, es gibt auch die „Lückenwissenschaft“. Letzterem Phänomen widmet sich die taz-Wirtschaftskorrespondentin Ulrike Herrmann in ihrem 280-Seiten-Buch „Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung“. Der …

Geistiger Neubeginn 1945

1945 – Eine „Stunde Null“ in den Köpfen? • Eine Rezension
Ludwig Elm
Ausgabe vom 23. September 2016
Nicht nur diese Trümmer mussten beseitigt werden … (Foto: UZ-Archiv)

Nicht nur diese Trümmer mussten beseitigt werden … (Foto: UZ-Archiv)

Der Sammelband „1945 – Eine ‚Stunde Null‘ in den Köpfen? Zur geistigen Situation in Deutschland nach der Befreiung vom Faschismus“ ist aus einem Kolloquium hervorgegangen, das vom Berlin-Brandenburger Bildungswerk e. V. und dem …

Alte Fragen im neuen Gewand?

Beiträge zur aktuellen Transformationsdebatte • Rezension von Nina Hager
Ausgabe vom 16. September 2016
Nischni-Nowgorod, Blagowecki-Platz, Oktober 1917: Auftakt der revolutionären Aktionen vor Ort. (Foto: Archiv)

Nischni-Nowgorod, Blagowecki-Platz, Oktober 1917: Auftakt der revolutionären Aktionen vor Ort. (Foto: Archiv)

Ein Schwerpunkt des Septemberhefts der Zeitschrift „Z. – Zeitschrift für marxistische Erneuerung“ mit Beiträgen von Frank Deppe, Jürgen Reusch/Jörg Goldberg, Michael Zander und Christina Kaindl lautet „Transformationsdebatte – aktuelle …

Historische Migrationsbewegungen

Ursprüngliche Akkumulation und industrielle Reservearmee
Klaus Stein
Ausgabe vom 9. September 2016
Deutsche Auswanderer auf dem Weg in die USA auf dem Schiff „Samuel Hop“ (geschönt, Zeichnung), 1850 (Foto: Bundesarchiv, Bild 137-041316 / CC-BY-SA 3.0)

Deutsche Auswanderer auf dem Weg in die USA auf dem Schiff „Samuel Hop“ (geschönt, Zeichnung), 1850 (Foto: Bundesarchiv, Bild 137-041316 / CC-BY-SA 3.0)

Die Vereinten Nationen schätzen die aktuelle Zahl der Menschen, die in einem anderen Land als dem ihrer Geburt leben, auf 244 Millionen. Die Internationale Organisation für Migration geht sogar von mehr als 250 Millionen internationaler …

Bedrohungen aufgedeckt

Ein tiefer Blick in das Manipulationsgefüge im real existierenden Kapitalismus
Uli Brockmeyer
Ausgabe vom 26. August 2016

Die Chefin eines Geheimdienstes verstößt gegen Grundregeln ihres Amtes. Ein Feldwebel einer deutschen Spezialtruppe erhält einen Mordauftrag. Hacker im Internet beschäftigen die Geheimdienste und sich selbst. Konservative Katholiken …

Zur Geschichte der Kulturvereinigung Leverkusen

Am 21. März 1931 fand die feierliche Einweihung der Versammlungsstätte der Arbeiterbewegung statt
Achim Lebrun
Ausgabe vom 26. August 2016

Für die Geschichte der Kulturvereinigung Leverkusen (KVL) ist der Hinweis wichtig, dass der Name der Stadt Leverkusen auf den Chemiker Carl Leverkus zurückzuführen ist. Seine Ultramarinfabrik (der Ursprung des Bayer-Werkes) ließ er 1860 …

Nieder mit dem Krieg, nieder mit der Regierung

Vor 100 Jahren protestierten Arbeiterinnen und Arbeiter gegen den Krieg und gegen die Verhaftung Karl Liebknechts
Ausgabe vom 26. August 2016
Ansprache eines Mitglieds des Arbeiter- und Soldatenrats am Berliner Reichstag, November 1918 (Foto: Bundesarchiv, Bild 146-1972-038-34 / CC-BY-SA)

Ansprache eines Mitglieds des Arbeiter- und Soldatenrats am Berliner Reichstag, November 1918 (Foto: Bundesarchiv, Bild 146-1972-038-34 / CC-BY-SA)

Während die Konzerne immer mehr am Krieg verdienten, wurden die Lebensbedingungen für die Mehrheit der Menschen schon im 2. Halbjahr 1914 und Anfang 1915 immer schwieriger. Ein Kilo Brot kostete beispielsweise im April 1915 in der Stadt …

Weitreichende Folgen für die Demokratie

Forderung nach Aufhebung des KPD-Verbots ist unverzichtbar – Wiedergutmachung an politisch Verfolgten jetzt!
Willi Hendricks, Duisburg
Ausgabe vom 12. August 2016
Am 16. November 1988: Konstituierung der Initiativgruppe zur Rehabilitierung der Opfer des Kalten Krieges beim DKP-Parteivorstand in Düsseldorf (Foto: UZ-Archiv)

Am 16. November 1988: Konstituierung der Initiativgruppe zur Rehabilitierung der Opfer des Kalten Krieges beim DKP-Parteivorstand in Düsseldorf (Foto: UZ-Archiv)

Am 16. November 1988 wurde in Düsseldorf die Initiativgruppe für die Rehabilitierung der Opfer des kalten Krieges ins Leben gerufen. Ihr Zustandekommen war das Ergebnis vorausgegangener Bemühungen zahlreicher politisch Verfolgter aus der …

Vor 60 Jahren wurde die KPD verboten

Ausgabe vom 12. August 2016
Aktion der KPD in während des Verbotsprozesses in Karlsruhe, Januar 1955. (Foto: Anton Tripp)

Aktion der KPD in während des Verbotsprozesses in Karlsruhe, Januar 1955. (Foto: Anton Tripp)

Die Trümmer in den Städten waren noch nicht beseitigt, da begann mit der Gründung der Bundesrepublik wieder die Verfolgung von Kommunistinnen und Kommunisten und anderen antifaschistisch-demokratischen Kräften. Bereits 1950 wurde …

Sie verkörperten das bessere Deutschland

Die ersten deutschen Freiwilligen im Juli/August 1936 an der Aragón-Front
Werner Abel
Ausgabe vom 5. August 2016
Kämpfer der Spanischen Republik: „Grupo Thälmann“ – ein Foto des sowjetischen Schriftstellers Michail Kolzow (Foto: Mikhail Koltsov/wikimedia.org/gemeinfrei)

Kämpfer der Spanischen Republik: „Grupo Thälmann“ – ein Foto des sowjetischen Schriftstellers Michail Kolzow (Foto: Mikhail Koltsov/wikimedia.org/gemeinfrei)

Als am 18. Juli 1936 …

Max Friedemann: Kämpfe in Barcelona

Ausgabe vom 5. August 2016

Neue alarmierende Nachrichten trafen aus Marokko ein. Die aus den Volksfrontwahlen hervorgegangene Regierung ließ sich trotz Warnungen der Kommunistischen Partei von den Generalen mit heuchlerischen Loyalitätserklärungen beruhigen. Die …

Bis heute nicht rehabilitiert

Zum 60. Jahrestag des KPD-Verbots
Peter Dürrbeck
Ausgabe vom 29. Juli 2016
Aktion gegen das drohende Verbot, Karlsruhe 1955 (Foto: UZ-Archiv)

Aktion gegen das drohende Verbot, Karlsruhe 1955 (Foto: UZ-Archiv)

Am 17. August 1956, also vor 60 Jahren, verkündete das Bundesverfassungsgericht das Verbotsurteil gegen die Kommunistische Partei Deutschlands. Vorausgegangen war ein fünf Jahre dauerndes Verfahren. Eingeleitet wurde das Verfahren durch …

„Der Kriegszustand ist nicht ausgerufen worden“

Als in Spanien die Generäle putschten
Werner Abel
Ausgabe vom 22. Juli 2016
„Sie kommen nicht durch!“ – Madrid 1936: Überall wird zum Widerstand gegen die Faschisten aufgerufen (ein Foto des sowjetischen Journalisten Michail Kolzow) (Foto: Mikhail Koltsov/wikimedia.org/gemeinfrei)

„Sie kommen nicht durch!“ – Madrid 1936: Überall wird zum Widerstand gegen die Faschisten aufgerufen (ein Foto des sowjetischen Journalisten Michail Kolzow) (Foto: Mikhail Koltsov/wikimedia.org/gemeinfrei)

Am 18. Juli 1936 …

Den Rassismus begreifen und bekämpfen

Im Kapitalismus ist die Konkurrenz real, die die falsche Ideologie scheinbar erklärt
Jürgen Lloyd
Ausgabe vom 22. Juli 2016

Dass der Rassismus als stark um sich greifende Ideologie zu bekämpfen sei, darüber besteht Einigkeit. Wie das zu tun ist, ist umstritten. Kann man es, indem man alle Antirassisten sammelt und ansonsten „rote Linien“ zieht, jenseits …

Post aus Chile

Korrespondenz mit Margot Honecker
…Michael P. Veit
Ausgabe vom 22. Juli 2016

Im Grunde ist es eine Binsenwahrheit, aber leider scheint sie noch nicht in die Köpfe aller Rezensentinnen und Rezensenten vorgedrungen zu sein: Eine Buchrezension ist eine Rezension, nicht mehr, aber auch nicht weniger. In den folgenden …

Wie ist das mit dem Feind meines Feindes?

Klassenpositionen und gesellschaftliche Ziele beachten
Robert Steigerwald
Ausgabe vom 8. Juli 2016
Robert Steigerwald hört während der Feier zu seinem 90. Geburtstag dem Sänger und Rezitator Erich Schaffner zu (Foto: Tom Brenner)

Robert Steigerwald hört während der Feier zu seinem 90. Geburtstag dem Sänger und Rezitator Erich Schaffner zu (Foto: Tom Brenner)

Ende Januar hat sich in Beirut ein eigenartiges Bündnis zusammengeschoben, über das österreichische „Antiimperialisten“ im Internet berichten. Unter der Überschrift „Islamische und linke AntiimperialistInnen vereinigen sich“ steht da u. …

Strategiedebatten

Willi Gerns zur Zusammenarbeit mit Robert Steigerwald
Ausgabe vom 8. Juli 2016
Von links nach rechts: Robert Steigerwald, Willi Gerns und Herbert Mies auf einer Konferenz der DKP, März 1984 in Bochum. (Foto: UZ-Archiv)

Von links nach rechts: Robert Steigerwald, Willi Gerns und Herbert Mies auf einer Konferenz der DKP, März 1984 in Bochum. (Foto: UZ-Archiv)

Robert und ich sind seit einem halben Jahrhundert in der politischen Arbeit und durch persönliche Freundschaft miteinander verbunden. Besonders eng war die Zusammenarbeit in den gut zwei Jahrzehnten von der Neukonstituierung der DKP als …

Krise – über das gewohnte Auf und Ab hinaus …

Das Schwerpunktthema der neuen Marxistischen Blätter 4_2016
LoG
Ausgabe vom 1. Juli 2016

Die Krise des Kapitalismus geht weit über das gewohnte zyklische Auf und Ab hinaus. Das Gefühl und die Einsicht, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann, wächst. In der Krisen-Diagnose gibt es große Übereinstimmungen, egal unter …

Interview

„Lenin ist alles andere als ein toter Hund“

Zur kritischen Neuausgabe von Lenins Werk „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“
Markus Bernhardt
Ausgabe vom 1. Juli 2016
Dr. Volker Külow ist Historiker und Publizist aus Leipzig. Er ist freiberuflicher Berater für Kommunikation und war Mitglied des Sächsischen Landtages für die Partei „Die Linke“

Dr. Volker Külow ist Historiker und Publizist aus Leipzig. Er ist freiberuflicher Berater für Kommunikation und war Mitglied des Sächsischen Landtages für die Partei „Die Linke“

UZ : Zusammen mit Wladislaw Hedeler haben Sie eine kritische Neuausgabe von Lenins berühmter Analyse „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“ veröffentlicht. Was waren Ihre Beweggründe für diese Arbeit? …

Im Kampf gegen die Okkupanten

Der Kollektivvorwurf und die Deportation der Krimtataren waren Unrecht
Willi Gerns
Ausgabe vom 24. Juni 2016

In dem Beitrag „Hilfstruppen gegen Moskau“ (UZ vom 20. Mai 2016) wird auf dem Hintergrund der antirussischen Politisierung des Eurovision Song Contest (ESC) auch kurz auf die Kollaboration von Krimtataren mit den faschistischen deutschen …

In „einem schnellen Feldzug“ niederwerfen …

Zum 75. Jahrestag des Überfalls des faschistischen Deutschland auf die Sowjetunion
Anton Latzo
Ausgabe vom 24. Juni 2016
Die Ruinen von Minsk, Juli 1941. Die faschistischen Okkupanten zerstörten in der Sowjetunion über tausend Städte und 70 000 Dörfe – letztere oft, weil die Bewohner die Partisanen unterstützten. (Foto: Foto: Bundesarchiv, Bild 101I-137-1009-17 / Cusian, Albert / CC-BY-SA 3.0)

Die Ruinen von Minsk, Juli 1941. Die faschistischen Okkupanten zerstörten in der Sowjetunion über tausend Städte und 70 000 Dörfe – letztere oft, weil die Bewohner die Partisanen unterstützten. (Foto: Foto: Bundesarchiv, Bild 101I-137-1009-17 / Cusian, Albert / CC-BY-SA 3.0)

Wortbrüchig und ohne vorherige Kriegserklärung überfiel vor 75 Jahren (22. Juni 1941) das faschistische Deutschland die Sowjetunion. Zu diesem Zeitpunkt tobte in der Welt schon fast zwei Jahre ein Krieg zwischen den beiden …

Konkurrenz und gemeinsamer Kampf

Zum Umgang mit der Immigration – Eine Tagung der Marx-Engels-Stiftung
lmö
Ausgabe vom 17. Juni 2016

Die Ursachen für Flucht sind bekannt: Krieg, aber auch Zerstörung sozialer Grundlagen und staatlicher Strukturen. Möglichkeiten, sich in den Kommunen zu engagieren, um die Situation derer, die nach Deutschland gekommen sind ein Stück …

Arg bescheiden

Türckes Philosophie des Geldes
Herbert Becker
Ausgabe vom 17. Juni 2016

Eine Erzählung wird vorgelegt, gemeint als Sachbuch, dabei ist es fast ein Roman geworden. Der Autor, emeritierter Hochschullehrer der HWTK Leipzig und bekannt geworden mit einigen Titeln, so einer „Philosophie des Traums“ oder einer …

Dieses Buch ist ein Muss!

Zur kommentierten Neuauflage von Lenins Imperialismusschrift
HW
Ausgabe vom 17. Juni 2016

Das Erstaunlichste an dieser Neuauflage von Lenins Imperialismusschrift ist ihre Existenz. Sicher: Marx kam zwischenzeitlich wieder in Mode, eroberte den ein oder anderen Seminarraum, manch wohlwollenden Kommentar im Feuilleton und …

75 Jahre nach dem Überfall auf die Sowjetunion

Die Lehren heißen: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!
Ausgabe vom 17. Juni 2016
Der Überfall war lange geplant: Hitler im Hauptquartier des Oberbefehlshabers des Heeres Generalfeldmarschall von Brauchitsch. Von links am Kartentisch: Generalfeldmarschall Keitel, von Brauchitsch, Hitler, Generaloberst Halder (Foto: Bundesarchiv, Bild 146-1971-070-61 / CC-BY-SA 3.0)

Der Überfall war lange geplant: Hitler im Hauptquartier des Oberbefehlshabers des Heeres Generalfeldmarschall von Brauchitsch. Von links am Kartentisch: Generalfeldmarschall Keitel, von Brauchitsch, Hitler, Generaloberst Halder (Foto: Bundesarchiv, Bild 146-1971-070-61 / CC-BY-SA 3.0)

Die deutschen Kommunistinnen und Kommunisten gedenken gemeinsam mit den anderen antifaschistischen Kräften und der Friedensbewegung des 75. Jahrestages des Überfalls der faschistischen deutschen Wehrmacht auf die sozialistische …

Antikommunistische Legenden

Faschistische Propaganda gegen die Spanische Republik
Werner Abel
Ausgabe vom 10. Juni 2016
Barcelona, 1931: Ausrufung der 2. Spanischen Republik. Nach den „zwei schwarzen Jahren“ siegte Anfang 1936 bei den Parlamentswahlen die „Frente popular“. (Foto: Banda Municipal de Barcelona/ wikimedia.com/ CC BY-SA 3.0)

Barcelona, 1931: Ausrufung der 2. Spanischen Republik. Nach den „zwei schwarzen Jahren“ siegte Anfang 1936 bei den Parlamentswahlen die „Frente popular“. (Foto: Banda Municipal de Barcelona/ wikimedia.com/ CC BY-SA 3.0)

Wie zuvor schon die Faschisten in Italien und in Deutschland, so versuchten auch in Spanien die reaktionären Generäle, ihre Putschpläne mit der Legende der „drohenden Machtübernahme durch die Kommunisten“ zu begründen. Diese Generäle …

Unversöhnliche Erinnerungen

Wiederaufführung eines filmischen Doppelporträts, 80 Jahre nach Franco-Putsch und Beginn des Spanien-Kriegs
Hilmar Franz
Ausgabe vom 3. Juni 2016
Spanienkämpfer-Denkmal von Fritz Cremer in Berlin-Friedrichshain, Gedenkstätte der 3000 Interbrigadisten

Spanienkämpfer-Denkmal von Fritz Cremer in Berlin-Friedrichshain, Gedenkstätte der 3000 Interbrigadisten

Unversöhnliche Erinnerungen“ an den Terror der faschistischen Machtergreifung gegen Rotspanien auf der einen Seite, an den internationalen antifaschistischen Widerstand auf der anderen Seite des tiefen Grabens: Die Ernst …

„Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen“

Zum Verhältnis von Friedenskampf und Kampf um Sozialismus (Teil II)
Hermann Kopp
Ausgabe vom 27. Mai 2016
Jean Jaurès (Foto: public domain)

Jean Jaurès (Foto: public domain)

Große Teile der Arbeiterbewegung standen aber damals bürgerlichen Friedenskräften noch lange distanziert gegenüber. Auch und gerade galt das für viele aus ihrem revolutionären Flügel. Arbeiterbewegung und bürgerliche Friedenskräfte …

„Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich 
wie die Wolke den Regen“

Zum Verhältnis von Friedenskampf und Kampf um Sozialismus (Teil I)
Hermann Kopp
Ausgabe vom 20. Mai 2016
Eine britische Mörsereinheit im Juni 1915 bei Gallipoli: Der 1. Weltkrieg wurde, wie von Friedrich Engels bereits 1887 vorausgesagt, zu einem „Weltkrieg von einer bisher nie geahnten Ausdehnung und Heftigkeit …“ (Foto: Ernest Brooks / wikimedia.com / gemeinfrei)

Eine britische Mörsereinheit im Juni 1915 bei Gallipoli: Der 1. Weltkrieg wurde, wie von Friedrich Engels bereits 1887 vorausgesagt, zu einem „Weltkrieg von einer bisher nie geahnten Ausdehnung und Heftigkeit …“ (Foto: Ernest Brooks / wikimedia.com / gemeinfrei)

„Immer trägt eure gewalttätige und chaotische Gesellschaft – selbst wenn sie Frieden will, selbst wenn sie scheinbar in Ruhe ist – in sich den Krieg; sie trägt ihn in sich wie eine schwarze, noch ruhige Wolke das Gewitter.“ Das rief der damals 35-jährige Sozialist Jean Jaurès 1895 im französischen Parlament den bürgerlichen Abgeordneten zu, und fügte hinzu: „Es gibt nur ein Mittel, den Krieg zwischen den Völkern abzuschaffen, nämlich Schluss zu machen mit dem ökonomischen Krieg, mit der Unordnung der heutigen Gesellschaft, nämlich den allgemeinen Kampf ums Leben – der in den allgemeinen Kampf auf den Schlachtfeldern mündet – durch eine Ordnung der sozialen Eintracht und der Einheit zu ersetzen.“ In Deutschland haben Jaurès’ Worte in einer nicht ganz korrekten, aber doch sinngemäßen Übersetzung in letzter Zeit wieder Karriere gemacht: „Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen.“ Jaurès fiel bekanntlich am Abend des 31. Juli 1914 – wenige Tage, nein nur Stunden vor Beginn des 1. Weltkriegs – dem Attentat eines französischen Chauvinisten zum Opfer. Sein Mörder, ein gewisser Villain, kam zwar in Untersuchungshaft, wurde aber nach Kriegsende von einem Geschworenengericht freigesprochen – Jaurès’ Witwe musste sogar die Prozesskosten tragen. Doch dies nur am Rande. Sozialisten gegen den Krieg … Dass die bürgerlich-kapitalistische Gesellschaft den Krieg in sich trägt, kriegsträchtig ist, und dass nicht zuletzt deshalb alles daran gesetzt werden muss, sie zu überwinden – diese Einsicht war proklamiertes Gemeingut unter den Sozialisten der 2. Internationale. Sie prägte die Antikriegs-Beschlüsse der internationalen Sozialistenkongresse von Stuttgart (1907), von Kopenhagen (1910) – und schließlich des außerordentliche Internationalen Sozialistenkongresses von Basel, der Ende November 1912 stattfand und ausschließlich der drohenden Weltkriegsgefahr gewidmet war. Das dort einmütig verabschiedete „Manifest über die Kriegsgefahr und die Aufgaben des internationalen Proletariats“ trug kein Geringerer vor als Jean Jaurès. Das Manifest von Basel machte es der internationalen Arbeiterbewegung zur Aufgabe, den drohenden Krieg zu verhindern; falls das nicht möglich wäre, „für dessen rasche Beendigung einzutreten“ und die dabei entstehende politische Krise zu nutzen, um „die Beseitigung der kapitalistischen Klassenherrschaft zu beschleunigen“. „Die großen Völker Europas“, hieß es in dem Manifest u. a., „sind beständig auf dem Punkte, gegeneinander getrieben zu werden, ohne dass diese Attentate gegen Menschlichkeit und Vernunft auch nur durch den geringsten Vorwand eines Volksinteresses gerechtfertigt werden könnten … Darum stellt der Kongress mit Genugtuung fest die vollständige Einmütigkeit der sozialistischen Parteien und der Gewerkschaften aller Länder im Kriege gegen den Krieg.“ Mit dieser „vollständigen Einmütigkeit“ war es bekanntlich zu Beginn des großen Krieges vorbei. Fast alle Parteien der 2. Internationale in den kriegführenden Ländern – allen voran die weitaus größte und angesehenste, die deutsche Sozialdemokratie – schlossen, unter eklatantem Bruch mit den von ihnen mitgefassten Beschlüssen der Sozialistenkongresse, „Burgfrieden“ mit ihren herrschenden Klassen, plädierten für die „Vaterlandsverteidigung“ und stimmten für die Kriegskredite. Und das Leitungsgremium der Internationale, das Internationale Sozialistischen Büro (ISB) – es war in Brüssel ansässig und emigrierte nach dem deutschen Einfall ins neutrale Belgien in die Niederlande – erwies sich als unfähig und unwillig, diesem Bruch etwas entgegenzusetzen. Deshalb begannen die Kräfte – die Parteien und Gruppen –, die an den bisherigen internationalistischen Positionen festhalten wollten, sich unabhängig von der jetzt sozialchauvinistischen Mehrheit der 2. Internationale zu organisieren. Umstritten blieb freilich auch noch in Kiental (vom 25. bis 30. April 1916 fand im „Hotel Bären“ in Kiental die Zweite Konferenz der Internationalen Sozialisten statt, an der u. a. Lenin, Sinowjew, Robert Grimm und Angelica Balabanova teilnahmen. Vom 5. bis 8. September 1915 hatte im schweizerischen Zimmerwald die erste Konferenz stattgefunden), welche Konsequenzen aus dem Verrat an den gemeinsam beschlossenen Grundsätzen zu ziehen sind. Das betraf zum einen das Verhältnis zu den Kräften, die damit den Frieden mit den herrschenden Klassen auf ihre Fahnen geschrieben hatten, und es betraf zum andern, damit eng zusammenhängend, die Orientierung im Friedenskampf. In beiden Fragen kam es in Kiental zu einem Kompromiss, der sich widerspiegelte in der Resolution zur Friedensfrage und der Resolution „Das ISB und der Krieg“, in der die Positionen des ISB, des im Jahr 1900 gegründeten Internationalen Sozialistischen Büros, einer scharfen Kritik unterzogen wurden. Beide Resolutionen wurden einstimmig angenommen. Und in beiden sahen auch die Bolschewiki einen Fortschritt gegenüber den Positionen von Zimmerwald. Dauerhafter Frieden In der Resolution zur Friedensfrage von Kiental ist mehrmals von „einem dauerhaften Frieden“ die Rede. „Gibt es auf dem Boden der kapitalistischen Gesellschaft keine Möglichkeit, einen dauerhaften Frieden herzustellen“, liest man dort, „so werden dessen Voraussetzungen durch den Sozialismus geschaffen. Der Sozialismus, der das kapitalistische Privateigentum aufhebt, beseitigt mit der Ausbeutung durch die besitzenden Klassen und mit der nationalen Unterdrückung zugleich die Kriegsursachen. Der Kampf für den dauerhaften Frieden kann nur im Kampf für die Verwirklichung des Sozialismus bestehen.“ Das war, wohlgemerkt, nicht nur die Position der Bolschewiki und der Zimmerwalder Linken, sondern eine, die von allen mitgetragen wurde, die an der Konferenz von Kiental teilnahmen. Und es ist eine Position, die sich bereits im Kommunistischen Manifest findet. Dort heißt es: „Mit dem Gegensatz der Klassen im Innern der Nation fällt die feindliche Stellung der Nationen gegeneinander.“ Dies ist die einzige, jedoch gewichtige Äußerung zum Problem von Krieg und Frieden in diesem grundlegenden Dokument der revolutionären Arbeiterbewegung. Mit einer anderen Frage aber hat sich die Arbeiterbewegung in ihrer Formierungsphase, haben sich auch Marx und Engels bis in die 1880er Jahre hinein praktisch nie befasst: nämlich mit der, ob und wie denn die Verhütung von Krieg noch vor der Überwindung der Klassengesellschaft möglich wäre. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass die Arbeiterbewegung jener Zeit von einer Voraussetzung ausging, die auch von anderen gesellschaftlichen Kräften nicht hinterfragt wurde: Das Führen von Kriegen galt als selbstverständliches „Recht“ souveräner Staaten. Das ius ad bellum, das Recht zum Krieg, war Bestandteil des damals geltenden Völkerrechts; es wurde seit dem Westfälischen Frieden 1648 von den souveränen Staaten in Anspruch genommen – ganz unabhängig von ihrer jeweiligen Staatsform und ihrem Regime. Deshalb wurde auch die Existenzberechtigung bewaffneter Streitkräfte nie in Frage gestellt. Nicht die Abschaffung des Militärs, sondern seine Demokratisierung, seine Umwandlung in ein Volksheer forderten alle drei Parteiprogramme der deutschen Sozialdemokratie – das Eisenacher Programm 1869, das Gothaer Programm 1875 und das Erfurter Programm 1891. „Die Möglichkeit des Friedens“, schreibt der Dresdener Militärhistoriker und Friedensforscher Wolfgang Scheler, „sowie stattfindende und mögliche Kriege wurden [zunächst auch von Marx und Engels] vor allem danach bewertet, in welchem Verhältnis sie zur Formierung einer revolutionären, selbstbewussten Klasse und ihrer politischen Machtergreifung durch Insurrektion standen. Analysiert wurden die Auswirkungen, die die von den alten Mächten erzeugten Kriege hierauf hatten, günstige oder ungünstige.“ Kriegsverhütung als Kampfaufgabe Friedrich Engels Ein anderes, ein neues Herangehen der Arbeiterbewegung an die Fragen von Krieg und Frieden erforderten dann freilich die Entwicklungen, die den Übergang des Kapitalismus in sein imperialistisches Stadium begleiteten. Als einer der ersten begriff das Friedrich Engels. Engels war über jeden Verdacht erhaben, ein Hasenfuß oder ein allem Militärischen abholdes „Weichei“ zu sein. Er hatte als damals 27-Jähriger den bewaffneten Widerstand in Elberfeld während der 1848er-Revolution organisiert, er war ein aktiver Kämpfer in deren letzter Phase, beim Aufstand in Baden, er war der Autor von über 400 längeren und kürzeren Arbeiten zu Militärfragen. Die trugen ihm nicht nur im Freundeskreis den Spitznamen „General“ ein, den die Marx-Tochter Jenny geprägt hatte, sondern stießen auch bei höchst konservativen preußischen Militärs auf großes Interesse. Doch in Engels’ Beschäftigung mit militärischen Problemen ist eine deutliche Akzentverschiebung festzustellen. Das Interesse des jungen Engels galt vor allem Fragen der Kriegsplanung und Kriegführung. – 1851 nannte er „[d]ie enorme Wichtigkeit, die die partie militaire [die militärische Seite] bei der nächsten Bewegung bekommen muss“, neben „eine[r] alte[n] Inklination“ als einen der Gründe, die ihn veranlassten, „Militaria zu ochsen“, wie er in einem Brief an seinen Freund Weydemeyer schrieb (der war Leutnant in der preußischen Armee gewesen). Einer Frage, die ihn zuvor nur ganz gelegentlich beschäftigt hatte – z. B. in seinem Aufsatz „Po und Rhein“ von 1859 –, galt jedoch seit den 1880er Jahren immer mehr seine Aufmerksamkeit: dem Problem der Kriegsverhütung. Grund dafür war vor allem die Befürchtung, dass das Wettrüsten die Gefahr eines großen Krieges, und dass die militärtechnischen Fortschritte das Gefahrenpotential eines Krieges ungeheuer erhöhen würden. Engels’ Vorstellungen von einer sozialistischen Revolution hatten sich lange, nicht anders als die von Marx, an der „klassischen“ französischen Revolution von 1789 - 94 orientiert; jetzt sah er, dass diese „Fortschritte“ überdies eine neue revolutionäre Taktik erfordern würden. 1892 schrieb er an Paul Lafargue, den Schwiegersohn von Karl Marx: „Die Zeitungsberichte über die entsetzliche Wirkung der neuen Sprenggeschosse in Dahomey [das ist das heutige Benin – Frankreich führte dort einen kolonialen Eroberungskrieg – der Autor] werden Sie gelesen haben. Ein junger Wiener Arzt … hat die Verwundungen gesehen, die die österreichischen Sprenggeschosse bei dem Streik von Nürmitz angerichtet haben, er sagt uns dasselbe. Natürlich wollen die Menschen, die sich der Gefahr aussetzen, auf diese Weise in Stücke gerissen zu werden, wissen, warum. Das ist ausgezeichnet, um den Frieden zu erhalten und auch um die sogenannten revolutionären Anwandlungen im Zaum zu halten, auf deren Explodieren unsere Regierenden nur warten. Die Ära der Barrikaden und Straßenschlachten ist für immer vorüber; wenn sich die Truppe schlägt [d. h. mit den neuen, weit gefährlicheren Waffen schlägt – der Autor], wird der Widerstand Wahnsinn. Also ist man verpflichtet, eine neue revolutionäre Taktik zu finden. Ich habe seit einiger Zeit darüber nachgedacht, bin aber noch zu keinem Ergebnis gekommen.“ Und schon fünf Jahre zuvor, Ende 1887, hatte er jene bekannten, prophetisch anmutenden Sätze formuliert: „Und endlich ist kein andrer Krieg für Preußen-Deutschland mehr möglich als ein Weltkrieg, und zwar ein Weltkrieg von einer bisher nie geahnten Ausdehnung und Heftigkeit. Acht bis zehn Millionen Soldaten werden sich untereinander abwürgen und dabei ganz Europa so kahlfressen, wie noch nie ein Heuschreckenschwarm. Die Verwüstungen des Dreißigjährigen Kriegs zusammengedrängt in drei bis vier Jahre und über den ganzen Kontinent verbreitet; Hungersnot, Seuchen, allgemeine, durch akute Not hervorgerufene Verwilderung der Heere wie der Volksmassen; rettungslose Verwirrung unsres künstlichen Getriebs in Handel, Industrie und Kredit, endend im allgemeinen Bankerott; Zusammenbruch der alten Staaten und ihrer traditionellen Staatsweisheit, derart, dass die Kronen zu Dutzenden über das Straßenpflaster rollen und niemand sich findet, der sie aufhebt; absolute Unmöglichkeit, vorherzusehn, wie das alles enden und wer als Sieger aus dem Kampf hervorgehen wird; nur ein Resultat absolut sicher: die allgemeine Erschöpfung und die Herstellung der Bedingungen des schließlichen Siegs der Arbeiterklasse. – Das ist die Aussicht, wenn das auf die Spitze getriebene System der gegenseitigen Überbietung in Kriegsrüstungen endlich seine unvermeidlichen Früchte trägt.“ Angesichts solch gespenstischer, aber, wie sich zeigen sollte, sehr realistischer Perspektiven bekommt die Frage der Kriegsverhütung ein viel höheres Gewicht. Und erfordert damit auch, das möchte ich besonders betonen, die Zusammenarbeit mit Friedenskräften, die der Arbeiterbewegung sozial recht fern stehen. Und die mit „Sozialismus“ erst mal gar nichts am Hut haben. Aus dieser Einsicht heraus hatte z. B. das sozialdemokratische Zen­tralorgan „Vorwärts“, in dem Anfang 1893 Engels’ realpolitische Schrift „Kann Europa abrüsten?“ erschien, schon kurz zuvor auch den Roman „Die Waffen nieder!“ der adligen Friedensaktivistin Bertha von Suttner in Fortsetzungen veröffentlicht. Und offenbar auch aus dieser Einsicht heraus stellte der Basler Stadtpfarrer 1912 das dortige Münster für den Friedenskongress der Sozialisten zur Verfügung! Nebenbei: Louis Aragon schildert das eindrücklich in seinem Roman „Die Glocken von Basel“.   Teil II und Ende in der UZ vom 27. 5.

Profit und die Gesetze des Kapitalismus

Klaus Müller hat ein gut verständliches, kurzes Buch zu den schwierigeren Problemen der Politischen Ökonomie geschrieben
Lucas Zeise
Ausgabe vom 20. Mai 2016

Ein vorzügliches Werk. Es handelt vom Profit und behandelt deshalb die wesentlichen Gesetze der politischen Ökonomie. Der Standpunkt des Autors ist der eines orthodoxen Marxisten. Von dieser Warte aus diskutiert er die Probleme, die die …

Mehr als ein Lexikon

Das Vermächtnis der Häftlinge von Buchenwald
Nina Hager
Ausgabe vom 20. Mai 2016
 (Foto: Bundesarchiv, Bild 183-J0311-0302-001 / CC-BY-SA 3.0)

(Foto: Bundesarchiv, Bild 183-J0311-0302-001 / CC-BY-SA 3.0)

Mit dem Lexikon „Konzentrationslager Buchenwald 1937 bis 1945“, das kürzlich im Rhinoverlag erschien, haben Gitta Günther und Gerhard Hoffmann, beide Mitglieder der Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora e. V. ein nicht nur …

Das Ende des 500-Euro-Scheins

Warum Schäuble und Draghi die Nutzung von Bargeld einschränken
Lucas Zeise
Ausgabe vom 13. Mai 2016
 (Foto: Claudia Hautumm/pixelio.de)

(Foto: Claudia Hautumm/pixelio.de)

Der baldige Tod der 500-Euro-Note ist anzuzeigen. Die wenigsten Leser werden das schmucke Stück Papier vom Augenschein kennen. Und noch weniger werden es zum Begleichen von Rechnungen regelmäßig nutzen. Es könnte uns also egal sein, dass …

Wird das Bundeskanzleramt wirklich durchleuchtet?

Als die Globkes die Republik prägten
Ulrich Sander
Ausgabe vom 13. Mai 2016
Globke (2. Reihe Mitte) in Bratislava: Er weilte im September 1941 in der Slowakei und bereitete zusammen mit Nazi-Innenminister Frick (1. Reihe 3. v. links) die Einführung des berüchtigten Judenkodexes vor.

Globke (2. Reihe Mitte) in Bratislava: Er weilte im September 1941 in der Slowakei und bereitete zusammen mit Nazi-Innenminister Frick (1. Reihe 3. v. links) die Einführung des berüchtigten Judenkodexes vor.

Vorigen Samstag zogen mal wieder Nazis durchs Regierungsviertel in Berlin. Sie zogen auch vors Bundeskanzleramt. Nicht nur draußen waren sie präsent. Auch darin: So hängt zum Beispiel im 4. Stock ohne jeden weiteren Kommentar das Porträt …

Regierungslinke entzaubert

Der „Kniefall“ von Thüringen
Herbert Münchow
Ausgabe vom 13. Mai 2016
Im Thüringer Grenzmuseum bei einem Besuch der Staatssekretärin Babette Winter (Foto: TSK)

Im Thüringer Grenzmuseum bei einem Besuch der Staatssekretärin Babette Winter (Foto: TSK)

„Integrationsfalle (Mit)Regieren ‚Wild nicht erlegt – dafür Flinte verloren‘ … heißt die neue Streitschrift von Ekkehard Lieberam, die in der Schriftenreihe des Forums Gesellschaft und Politik im pad-verlag erschienen ist. Hier wird …

Gelebter Internationalismus

Lexikon der deutschen Kämpfer für die Spanische Republik
Günter Wehner
Ausgabe vom 13. Mai 2016
Denkmal für die deutschen Kämpferinnen und Kämpfer für die Spanische SRepublik von Fritz Cremer in Berlin-Friedrichshain (Foto: SpreeTom / wikimedia.org/ CC BY-SA 3.0)

Denkmal für die deutschen Kämpferinnen und Kämpfer für die Spanische SRepublik von Fritz Cremer in Berlin-Friedrichshain (Foto: SpreeTom / wikimedia.org/ CC BY-SA 3.0)

Spät aber dennoch rechtzeitig zum 80. Jahrestag des Spanienkrieges und der Internationalen Brigaden erschien das biografische Lexikon deutscher Spanienkämpfer. Den Herausgebern ist mit der umfassenden Zusammenstellung von 4 500 Namen …

Eine Denkhilfe

„Faschismus-Diagnosen“ von Kurt Pätzold
Jonny Michel
Ausgabe vom 13. Mai 2016

Wer sich mit der Entstehung des historischen Faschismus, dessen Entwicklung und den Umständen, die dazu führten, befasst, der kommt nicht am international renommierten Historiker Kurt Pätzold vorbei. In zahlreichen Publikationen stellte …

Russlandstrategien des deutschen Kapitals

(nh)
Ausgabe vom 13. Mai 2016
I. Weltkrieg.- Deutsche Soldaten bei der Besetzung von Schaulen (Schawli, Litauen), Juli 1915 (Foto: Bundesarchiv, Bild 146-1971-018-03 / Kühlewind / CC-BY-SA 3.0)

I. Weltkrieg.- Deutsche Soldaten bei der Besetzung von Schaulen (Schawli, Litauen), Juli 1915 (Foto: Bundesarchiv, Bild 146-1971-018-03 / Kühlewind / CC-BY-SA 3.0)

Zweimal im vergangenen Jahrhundert waren es deutsche Truppen, die sich ‘gen Osten in Marsch setzen, um im Interesse des deutschen Kapitals Eroberungen vorzunehmen. Beide Eroberungszüge endeten im Desaster. Heute agieren wieder …

Erinnerung an einen albanischen Kommunisten

Der Weg Koço Tashkos vom progressiven Patrioten zum Revolutionär
Thomas Kacza
Ausgabe vom 6. Mai 2016

Es gehörte zu den Praktiken der seit der Stalin-Zeit üblichen Herrschaftsausübung, einen in Ungnade gefallenen Genossen, waren seine Verdienste auch noch so groß, aus dem öffentlichen Gedächtnis zu verbannen, oft verbunden mit tödlicher …

Der Grabstein in der Diele

Erinnerung an Adolf Bauer, von den Faschisten im Juli 1932 ermordet
Heinz Stehr
Ausgabe vom 6. Mai 2016

Wer in den letzten 30 Jahren unseren Genossen Bernd Frohböse zu Hause in Brunsbüttel besuchte, musste fast zwangsläufig am Grabstein vorbei. Neuen Besuchern musste Bernd die Geschichte des Steins erklären. Seine Inschrift lautet: „Hier …

Eine gefährliche Illusion

30 Jahre nach Tschernobyl
Nina Hager
Ausgabe vom 6. Mai 2016
 (Foto: www.publixviewing.de)

(Foto: www.publixviewing.de)

Am 26. April 1986 geriet im Atomkraftwerk „W.  I. Lenin“ in Tschernobyl der Reaktor Nummer 4 während einer Simulation eines vollständigen Stromausfalls außer Kontrolle. Die Verantwortlichen vor Ort hatten gegen geltende …

Schöne deformierte Arbeitswelt

Versuch eines lesenden Arbeiters, vor lauter digitalen Bäumen den Wald nicht aus dem Auge zu verlieren
Lothar Geisler
Ausgabe vom 29. April 2016

Eins. Vernetzt in die Zukunft Da kann einem schon der Kopf brummen, bei all dem, was sich da an rasanten Umbrüchen zukünftig auch in der Produzentenwelt „entlang der Wertschöpfungskette“[1] abzeichnet: Cyber-physische Systeme (CPS), …

Die Träume haben sich nicht erfüllt

Vor 100 Jahren scheiterte der Osteraufstand in Irland
Hermann Glaser-Baur
Ausgabe vom 22. April 2016
Nach den offiziellen Gedenkfeiern der Karneval: Verkleidet in die Uniformen der Kämpfer von damals. (Foto: William Murphy/flickr.com/CC BY-SA 2.0)

Nach den offiziellen Gedenkfeiern der Karneval: Verkleidet in die Uniformen der Kämpfer von damals. (Foto: William Murphy/flickr.com/CC BY-SA 2.0)

Die Paukenschläge und die Flötenklänge sind verhallt, die vielen grün-weiß-orangenen und wenigen roten Fahnen eingerollt – die irische Insel ist nach dem wegen des frühen Osterzeitpunkts eigentlich mehrere Wochen vor der Zeit gefeierten …

Die geistigen Wegbereiter der braunen Barbarei

Personen, Organisationen und Netzwerke der extremen Rechten zwischen 1918 und 1933
Manfred Weißbecker
Ausgabe vom 22. April 2016
Berlin, 13. März 1920: Mit dem Einmarsch der Marinebrigade Ehrhardt, die später zur sogenannten Schwarzen Reichswehr gehörte, zu der im besprochenen Buch leider kein Beitrag aufgenommen wurde, beginnt der Kapp-Putsch. (Foto: Bundesarchiv, Bild 183-R16976 / CC-BY-SA 3.0)

Berlin, 13. März 1920: Mit dem Einmarsch der Marinebrigade Ehrhardt, die später zur sogenannten Schwarzen Reichswehr gehörte, zu der im besprochenen Buch leider kein Beitrag aufgenommen wurde, beginnt der Kapp-Putsch. (Foto: Bundesarchiv, Bild 183-R16976 / CC-BY-SA 3.0)

1933, nach dem 30. …

Ein Garant für den Wohlstand aller Nationen?

Freihandel in der Geschichte
nh
Ausgabe vom 22. April 2016
Ein Schiff der britischen East India Company zerstört chinesische Dschunken (Foto: wikimedia.org/public domain)

Ein Schiff der britischen East India Company zerstört chinesische Dschunken (Foto: wikimedia.org/public domain)

„Freihandel“ gab es – entsprechend einiger historischer Quellen – erstmals im 14. Jahrhundert: 1353 einigten sich England und Portugal auf wechselseitige Handelsfreiheit für Kaufleute. Vorherrschend aber war in jener Zeit die Praxis, an …

Das Vorspiel zum 2. Weltkrieg

Zum Charakter des Spanischen Krieges (1936 von 1939)
Werner Abel
Ausgabe vom 15. April 2016

Als am 16. Februar 1936 linke und linksbürgerliche Parteien, zusammengeschlossen in einer Volksfront, die Wahlen zum Cortes, dem spanischen Parlament, gewannen, nach Stimmen zwar knapp, aber nach Sitzen mit deutlichem Vorsprung, da …

Bertram-Wieland-Archiv

Ausgabe vom 8. April 2016

Das Bertram-Wieland-Archiv für die Geschichte der Arbeiterbewegung e. V. forscht und arbeitet zur Entwicklung der Arbeiterbewegung im Rheinland. Der junge Verein will die Überlieferung insbesondere der Organisationen links der …

Russland als Feindbild

Geschichte und Aktualität
Ulrich Schneider
Ausgabe vom 8. April 2016

Es ist schon erstaunlich, welche Dauerhaftigkeit politische Feindbilder über Jahrzehnte, ja Jahrhunderte haben können, selbst wenn sich gesellschaftspolitische Verhältnisse in diesen Zeiträumen in den jeweiligen Ländern oder Regionen …

Alte Gefahren, neue Spielräume

Vor dem Parteitag: Interviews mit DDR-Funktionären zeigen, vor welchen Fragen Kuba steht
om
Ausgabe vom 1. April 2016

Vom 16. bis zum 18. April hält die Kommunistische Partei Kubas (PCC) ihren 7. Parteitag ab. Vor fünf Jahren, 2011, hatte der letzte Parteitag die Grundlagen der neuen Wirtschaftspolitik, der „Aktualisierung des Sozialismus“, gelegt. Die …

Immer mit ganzer Kraft

Widerstand gegen Hitler: Zum 100. Geburtstag von Ursula Goetze
Cristina Fischer
Ausgabe vom 25. März 2016
 (Foto: Archiv)

(Foto: Archiv)

Ursula Goetze (geboren am 29. März 1916, ermordet am 5. August 1943) gehört, anders als Mildred Harnack, Libertas Schulze-Boysen, Greta Kuckhoff und Hilde Coppi, zu den kaum bekannten Frauen der sogenannten „Roten Kapelle“. Sie war als …

Widerstandsfähiger

Landwirtschaft in der DDR
Nina Hager
Ausgabe vom 25. März 2016
 (Foto: Bundesarchiv, Bild 183-T0608-0003 / CC-BY-SA 3.0)

(Foto: Bundesarchiv, Bild 183-T0608-0003 / CC-BY-SA 3.0)

Wie sind die historischen Ereignisse um die Bodenreform im Osten nach der Zerschlagung des faschistischen Deutschlands zu bewerten? Wie die Entstehung von Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG)? Wie sich nach 1990 zeigte, …

Ihr werdet’s weiterführen

Fritz Heckert – Gewerkschafter, Kommunist aus Chemnitz
Raimon Brete
Ausgabe vom 25. März 2016

In Chemnitz, im Dachgeschoss der Mühlenstraße 9 wurde Fritz Heckert am 28. März 1884 geboren. Er starb vor 80 Jahren am 7. März und war zuversichtlich: „Ihr werdet’s weiterführen.“ Fritz Heckert begann nach dem Besuch der Volksschule …

Auf dem Weg in den 2. Weltkrieg

Zur Appeasementpolitik Großbritanniens und Frankreichs
UZ
Ausgabe vom 25. März 2016
... und 1939 den Rest Tschechiens. Danach beginnt Deutschland mit dem Überfall Polens den zweiten Weltkrieg. (Foto: Foto: wikimedia.org/public domain)

... und 1939 den Rest Tschechiens. Danach beginnt Deutschland mit dem Überfall Polens den zweiten Weltkrieg. (Foto: Foto: wikimedia.org/public domain)

Am Morgen des 7. März 1936 rückten drei Bataillone der Wehrmacht in das entmilitarisierte Rheinland ein. Garnisonen entstanden in Aachen, Trier und Saarbrücken. Zur gleichen Zeit wurde den Botschaftern in Paris, London, Rom und Brüssel …

Generation Allah

Rezension zum Buch von Ahmad Mansour
Birgit Gärtner
Ausgabe vom 18. März 2016

Als die Hamas im August 1988 in ihrer Charta schrieb, sie begreife sich als Teil einer weltumspannenden Bewegung, klang das gelinde gesagt absurd. Knapp 30 Jahre später wissen wir, dass islamischer Fundamentalismus tatsächlich ein …

Alle Kräfte sammeln

Erinnerung an Peter Gingold
Martina Lennartz
Ausgabe vom 18. März 2016
100 Jahre Peter Gingold, Matinee in Frankurt, Esther Bejarano mit Die Grenzgänger und Tacheles & Schmu (Foto: Tom Brenner)

100 Jahre Peter Gingold, Matinee in Frankurt, Esther Bejarano mit Die Grenzgänger und Tacheles & Schmu (Foto: Tom Brenner)

Da sich im März 2016 der Geburtstag des im In- und Ausland bekannten Frankfurter Antifaschisten und Kommunisten Peter Gingold zum 100. Mal jährt, luden die Ettie-und-Peter-Gingold-Erinnerungsinitiative und die Vereinigung der Verfolgten …

1925: Ein Wendepunkt in der Geschichte der KPD

Erfahrungen, fatale Fehleinschätzungen, Rückfälle in alte Fehler und ein nötiger Klärungsprozess
Heinz Karl
Ausgabe vom 11. März 2016
Wahlagitation zur Reichspräsidentenwahl, Essen im März 1925 (Foto: Bundesarchiv, Bild 183-14686-0026 / CC-BY-SA 3.0)

Wahlagitation zur Reichspräsidentenwahl, Essen im März 1925 (Foto: Bundesarchiv, Bild 183-14686-0026 / CC-BY-SA 3.0)

Die KPD war eine der wichtigsten im Deutschland des 20. Jahrhunderts wirkenden politischen Kräfte. Sie war nicht nur über Jahre die stärkste und einflussreichste kommunistische Partei in den kapitalistischen Ländern. Sie war auch die …

Wann wird Wilhelm Knöchel rehabilitiert?

Im Inland stand er 1942/43 an der Spitze der KPD
Ulrich Sander
Ausgabe vom 11. März 2016
Wilhelm Knöchel

Wilhelm Knöchel

Der tschechische Kommunist Julius Fučik schrieb 1942 in Prager Gestapo-Haft heimlich seine Hafterlebnisse mit dem Titel „Reprtage unter dem Strang“ auf. Fučik, 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet, schrieb: „Die ihr diese Zeit …

Kapitalismus und Migration

Aus dem Editorial von „Z – Zeitschrift marxistische Erneuerung
Ausgabe vom 4. März 2016

Nach der Griechenlandkrise wird die politische Debatte in der Bundesrepublik von der Auseinandersetzung um Migration und Flüchtlinge geprägt. Die Frage nach den eigentlichen Fluchtursachen, nach den auslösenden Faktoren für die großen …

Kommunist und Widerstandskämpfer

Peter Gingold zum 100. Geburtstag
Dr. Ulrich Schneider
Ausgabe vom 4. März 2016
 (Foto: Dietmar Treber)

(Foto: Dietmar Treber)

Es sind nicht nur die Älteren, die sich noch an Peter Gingold erinnern. Es sind auch viel Jüngere, die durch diesen engagierten Kommunisten und Antifaschisten in ihrem politischen Weg beeinflusst und geprägt wurden. War er doch in vielen …

Im Kampf gegen Kapital und Faschismus

Im Jahr 1936 entstanden in mehren Ländern Volksfrontbewegungen. So in Frankreich und Spanien
UZ
Ausgabe vom 19. Februar 2016
Eine zeitgenössische Darstellung der spanischen „Frente Popular“ . (Foto: Biblioteca Valenciana/Public Domain Mark 1.0)

Eine zeitgenössische Darstellung der spanischen „Frente Popular“ . (Foto: Biblioteca Valenciana/Public Domain Mark 1.0)

Am 12. Januar 1936 …

Zur Frage der Verelendung

Philipp Kissel
Ausgabe vom 12. Februar 2016
Gab es auch schon vor der „Flüchtlingskrise“: Armut in Deutschland. (Foto: Wikimedia.org/Hendrike/CC BY-SA 3.0)

Gab es auch schon vor der „Flüchtlingskrise“: Armut in Deutschland. (Foto: Wikimedia.org/Hendrike/CC BY-SA 3.0)

Genosse Norbert Birkwald wirft in seinem Leserbrief eine wichtige Frage auf: Werden die Armen immer ärmer oder werden sie „nur“ mehr? Die dahinter liegende Frage ist grundsätzlicher Natur: Gibt es eine absolute Verelendung? Dazu einige …

Objektive Geschichtsschreibung sieht anders aus

Denunziation der DDR-Kulturpolitik im Begleitbuch zur Ausstellung „Ostdeutsche Arbeitswelt im Wandel“
Rüdiger Bernhardt
Ausgabe vom 12. Februar 2016
Auf der 2. Bitterfelder Konferenz am 24. April 1964 im Kulturpalast des Elektrochemischen Kombinats in Bitterfeld. In der ersten Reihe Willi Bredel, Otto Gotsche, Alexander Abusch, Erwin Strittmatter und Walter Ulbricht (v. l. n. r.). (Foto: Bundesarchiv)

Auf der 2. Bitterfelder Konferenz am 24. April 1964 im Kulturpalast des Elektrochemischen Kombinats in Bitterfeld. In der ersten Reihe Willi Bredel, Otto Gotsche, Alexander Abusch, Erwin Strittmatter und Walter Ulbricht (v. l. n. r.). (Foto: Bundesarchiv)

Vom Oktober bis zum Dezember 2015 gab es in Dresden die Ausstellung „Arbeit! Ostdeutsche Arbeitswelt im Wandel 1945–2015“. Die Veranstalter, das Dresdner Institut für Kulturstudien e. V. und die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft, gaben …

Aus dem Dorf in die Welt – und zurück

Die streitbare Ökofeministin und Globalisierungskritikerin Maria Mies wird 85
Anneliese Fikentscher
Ausgabe vom 5. Februar 2016
Maria Mies, 2011 in ihrem Heimatdorf Steffeln (Foto: arbeiterfotografie.com)

Maria Mies, 2011 in ihrem Heimatdorf Steffeln (Foto: arbeiterfotografie.com)

Wenn ich als kleines Kind aus unserem Küchenfenster schaute, sah ich im Westen immer den schönen, runden Steffelberg vor mir. Abends ging die Sonne hinter diesem Berg unter, die Wolken kamen von Westen her, sie brachten uns Regen und …

Der Abessinien-Krieg

Vor 80 Jahren führte Italien einen mörderischen Krieg – und nicht nur das faschistische Deutschland profitierte …
NH
Ausgabe vom 29. Januar 2016
Italienische Eingeborenenkavallerie reitet gegen Addis Abeba (Foto: Collezione cartoline Albertomos/wikimedia.org/public domain)

Italienische Eingeborenenkavallerie reitet gegen Addis Abeba (Foto: Collezione cartoline Albertomos/wikimedia.org/public domain)

Seit 1922 – dem Jahr des Machtantritts des Faschismus in Italien – verstärkte sich der Druck auf Äthiopien. Der italienische Faschismus bereitete zunächst unter der Flagge „Wiederherstellung des Römischen Imperiums“ propagandistisch die …

Kampf dem imperialistischen Krieg

Aus der Gruppe „Internationale“ entstand vor 100 Jahren der „Spartakusbund“
Nina Hager
Ausgabe vom 29. Januar 2016

Der Krieg dauerte schon fast eineinhalb Jahre. Einundeinhalb Jahre hatten die Kriegsgegner in der Linken auch in Deutschland versucht, Kräfte zu sammeln, Überzeugungsarbeit zu leisten. Am 1. Januar 1916 fand in Berlin nach längerer …

Erinnerung an Comandante Ernesto

Vor 20 Jahren starb der Kommunist und Spanienkämpfer Ernst Buschmann
-ler
Ausgabe vom 29. Januar 2016
Der Comandante als Motiv in einem Fenster des Reha-Zentrums (Foto: Lars Mörking)

Der Comandante als Motiv in einem Fenster des Reha-Zentrums (Foto: Lars Mörking)

Geboren wurde Ernst Buschmann am 8. November 1914 als viertes Kind einer Arbeiterfamilie in Solingen. Er starb am 31. Januar 1996 in Koblenz. Mit zehn Jahren schloss er sich der Arbeiterkinder- und Sportbewegung an. Nach Abschluss der …

Ein genialer Theoretiker

Vor 125 Jahren wurde Antonio Gramsci geboren
Gerhard Feldbauer
Ausgabe vom 22. Januar 2016
Antonio Gramsci, um 1920 (Foto: Gemeinfrei)

Antonio Gramsci, um 1920 (Foto: Gemeinfrei)

Wenn wir am 22. Januar den 125. Geburtstag Antonio Gramscis begehen, erinnern zeitgleich zwei historische Ereignisse an sein Wirken als eines herausragenden kommunistischen Theoretikers nicht nur Italiens, sondern der kommunistischen …

Kulturelle Hegemonie und „Alltagsverstand“

Die Notwendigkeit des Kampfes um die Ideen
Herwig Lerouge
Ausgabe vom 15. Januar 2016

Die „Demokratie“ der europäischen Banken und Großkonzerne nimmt es sicherlich nicht hin, dass man die Grundlagen des Privateigentums der Unternehmen und Banken in Frage stellt. Aber heutzutage werden die Grenzen dieser Demokratie …

Krieg – Terror – Flucht

Soeben erschienen: Marxistische Blätter 1_2016
LoG
Ausgabe vom 8. Januar 2016

Was muss für MarxistInnen in der Arbeiterbewegung – als die wir uns verstehen – im Zentrum stehen, wenn sie ein Schwerpunktheft zum Thema „Flucht“ machen? Natürlich die Fluchtursachen. Sie vor allem müssen wir begreifen lernen, …

Die LL-Demonstration hat eine Geschichte

Ausgabe vom 25. Dezember 2015
Berlin 1926: Einweihung des Revolutionsdenkmals nach dem Entwurf von Ludwig Mies van der Rohe durch Wilhelm Pieck (Foto: Bundesarchiv/CC-BY-SA 3.0)

Berlin 1926: Einweihung des Revolutionsdenkmals nach dem Entwurf von Ludwig Mies van der Rohe durch Wilhelm Pieck (Foto: Bundesarchiv/CC-BY-SA 3.0)

Die Erinnerung an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht wurde von der KPD und der revolutionären ArbeiterInnenbewegung am Leben erhalten. Alljährlich demonstrierten Zehntausende nach Berlin-Friedrichsfelde, wo Rosa Luxemburg, Karl …

Griechenland, die EU und die Linke / Kapitalismusanalysen

Aus dem Editorial von Z. – Zeitschrift Marxistische Erneuerung Nr. 104
Ausgabe vom 18. Dezember 2015

Die gegenwärtige politische Diskussion wird nach wie vor fast vollständig von den Krisenprozessen in und um die EU beherrscht. Für die marxistische Linke bleibt die Aufarbeitung der „griechischen Erfahrung“ zentral; damit befassen sich …

Freiwillige Unterwerfung

Der Neoliberalismus erfasst alle Lebensbereiche
Pablo Graubner
Ausgabe vom 18. Dezember 2015
Kolumbien: „Sternchen″ bei einer Fernseh-Show (Foto: LGEPR / wikimedia.com/ CC BY 2.0)

Kolumbien: „Sternchen″ bei einer Fernseh-Show (Foto: LGEPR / wikimedia.com/ CC BY 2.0)

„Leben im Neoliberalismus“ – diesen Untertitel trägt das Buch des Politikwissenschaftlers, hauptamtlichen Gewerkschafters und Publizisten Patrick Schreiner. Das Grundanliegen des Buches lässt sich so zusammenfassen: Das private, …

Verdeckter Bürgerkrieg und Klassenkampf in Italien

Ein neuer Band der „Bibliothek des Widerstands“ des Laika-Verlags
Gerhard Feldbauer
Ausgabe vom 11. Dezember 2015
<p>Der Trauerzug zur Beisetzung Giuseppe Pinellis wurde zur Demonstration.</p> (Foto: it.wiki)

<p>Der Trauerzug zur Beisetzung Giuseppe Pinellis wurde zur Demonstration.</p> (Foto: it.wiki)

Mit „Verdeckter Bürgerkrieg und Klassenkampf in Italien – Die sechziger Jahre: Revolte und Strategie der Spannung“ hat der Hamburger Laika Verlag einen neuen (Bd. 32) seiner in Kooperation mit „junge Welt“ publizierten Bibliothek des …

Francos langer Schatten

Vor 40 Jahren starb der spanische Diktator
Florian Osuch
Ausgabe vom 11. Dezember 2015
<p>Ein Putschist und US-Vertrauter ehrt Franco: Pinochets Pressechef, Federico Willoughby, am Sarg Francos in Madrid, November 1975. Willoughby-MacDonald hatte sich seine Qualifikation als Mitarbeiter Pinochets unter anderem als ehemaliger Geschäftsführer der Abteilung Public Relations der Ford Motor Company in Chile erworben. Während der Vorbereitung des Putsches vom 11. September 1973 gegen die Regierung der Unidad Popular unterhielt er ebenfalls enge Kontakte zur USA-Botschaft ...</p> (Foto: Deymian40/wikimedia.org/CC BY-SA 3.0)

<p>Ein Putschist und US-Vertrauter ehrt Franco: Pinochets Pressechef, Federico Willoughby, am Sarg Francos in Madrid, November 1975. Willoughby-MacDonald hatte sich seine Qualifikation als Mitarbeiter Pinochets unter anderem als ehemaliger Geschäftsführer der Abteilung Public Relations der Ford Motor Company in Chile erworben. Während der Vorbereitung des Putsches vom 11. September 1973 gegen die Regierung der Unidad Popular unterhielt er ebenfalls enge Kontakte zur USA-Botschaft ...</p> (Foto: Deymian40/wikimedia.org/CC BY-SA 3.0)

Rund um den 20. November 2015 fanden in Spanien wie in den Jahren zuvor Kundgebungen, kirchliche Zeremonien und andere Ehrungen anlässlich des Todestages des Diktators Francisco Franco statt. In der „jungen Welt“ war von landesweit 40 …

Nein zum Krieg

Ausgabe vom 11. Dezember 2015
Button zur zur Unterstützung der L.-L.-Demo 2116 (1,- Euro, zu bestellen unter info@unsere-zeit.de oder 0201/177889-23)

Button zur zur Unterstützung der L.-L.-Demo 2116 (1,- Euro, zu bestellen unter info@unsere-zeit.de oder 0201/177889-23)

Auf nach Berlin zu Rosa und Karl Wir rufen …

Die Geschichte einer Recherche

Wer erinnert sich noch an die Waldheim-Kampagne?
Marie-Luise Schulz
Ausgabe vom 4. Dezember 2015

In dem im Oktober 2015 im Löcker Verlag Wien erschienenen Buch wird die Geschichte einer Recherche erzählt. Der Autor, Georg Tidl, österreichischer Journalist, arbeitete damals beim ORF, insbesondere zu Themen der Zeitgeschichte. Dr. …

Vor 45 Jahren – Zur Vorgeschichte der Marx-Engels-Stiftung

Auszüge aus der Rede von Georg Polikeit zum 195. Geburtstag von Friedrich Engels
Ausgabe vom 4. Dezember 2015

Für die Aktivitäten zum 150. Geburtstag von Frie­drich Engels im Jahr 1970 gab es zwei unterschiedliche Kreise von Veranstaltern. Zum einen die damals von einem SPD-Oberbürgermeister regierte Stadt, die sich bei ihrer Engels-Ehrung …

Digitales und Transhumanes: Globale Herrschaft im Visier

Argumente für Kritiker von „Datenkraken und Transhumanismus“
Siegfried R. Krebs
Ausgabe vom 27. November 2015
Die Transhumanisten preisen unter anderem Wunderchips und/oder -prothesen an. Ganz so wie den Cyborgs aus der Serie „Star Trek“, die nur als Teil eines großen „Kollektivs“ leben können, soll es den  Menschen der Zukunft aber wohl nicht ergehen … (Foto: Marcin Wichary/ wikimedia.com/ CC BY 2.0)

Die Transhumanisten preisen unter anderem Wunderchips und/oder -prothesen an. Ganz so wie den Cyborgs aus der Serie „Star Trek“, die nur als Teil eines großen „Kollektivs“ leben können, soll es den Menschen der Zukunft aber wohl nicht ergehen … (Foto: Marcin Wichary/ wikimedia.com/ CC BY 2.0)

Der Schmetterling-Verlag hat jetzt ein Buch des promovierten Philosophen, Germanisten und Musikwissenschaftlers Markus Jansen über „Digitale Herrschaft“ vorgelegt – mit dem äußerst sperrigen, aber viel sagenden Untertitel „Über das …

Ein Jubiläum der Widerspenstigkeit

25 Jahre isw – Institut für sozialökologische Wirtschaftsforschung
Sonja Schmid, stellvertretende Vorsitzende des isw
Ausgabe vom 27. November 2015

1990, als das isw seine Arbeit aufnahm, war für Linke wie für Rechte und auch für die sozialdemokratische „Mitte“ eine gewaltige Zäsur. Die Rechte sah mit dem Zusammenbruch des realen Sozialismus …

Wissenschaftliche Aufklärungsarbeit

„Das Jahr 1914“ aus den „jW-Reserven“
nh
Ausgabe vom 20. November 2015

Im vergangenen Jahr haben nicht nur die bürgerlichen deutschen Medien des 100. Jahrestages des Ausbruchs des 1. Weltkrieges gedacht. Während diese aber mit ihren Veröffentlichungen im Sinne der Forderung, Deutschland müsse heute wieder …

Arbeit + Baumwolle = Kapitalismus

Zwei Veröffentlichungen zur Geschichte der Entwicklung des Kapitalismus
Rainer Venzke
Ausgabe vom 20. November 2015
USA: Kinderarbeit in einer Spinnerei (Foto: Lewis Hine/United States Library of Congress/gemeinfrei)

USA: Kinderarbeit in einer Spinnerei (Foto: Lewis Hine/United States Library of Congress/gemeinfrei)

So auffällig sich diese beiden Bücher äußerlich und von der Darstellungsweise unterscheiden ergänzen sie sich doch inhaltlich ausgezeichnet und bestätigen auf verschiedenartige Weise ihr jeweiliges Anliegen. Das bescheiden gestaltete …

9. November 1938 – Erinnerung und Mahnung

nh
Ausgabe vom 13. November 2015
Seit 25 Jahren erinnert in Bergisch Gladbach eine Mahnwache an die Reichspogromnacht (Foto: Reiner Engels/r-mediabase.eu)

Seit 25 Jahren erinnert in Bergisch Gladbach eine Mahnwache an die Reichspogromnacht (Foto: Reiner Engels/r-mediabase.eu)

In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 brannten in ganz Deutschland die Synagogen. SA-Horden zerstörten 7 500 Geschäfte jüdischer Inhaber, Wohnungen und Schulen. 91 Menschen jüdischer Herkunft wurden in dieser Nacht erschlagen, mehr …

Nur eine Episode im Kalten Krieg?

KPD-Verbot 1956 bleibt ein aktuelles Thema
Walter Bauer
Ausgabe vom 13. November 2015

Parteiverbote gegen Links beginnen bekanntermaßen mit den Sozialistengesetzen im 19. Jahrhundert und werden heute noch durch das weiterhin bestehende KPD-Verbot von 1956 praktiziert. Diese bundesdeutsche Realität, das seit 1956 …

Utopie – 500 Jahre nach Thomas Morus

Marxistische Blätter 6_2015 soeben erschienen
LoG
Ausgabe vom 13. November 2015

Vor einem halben Jahrtausend entstand eine Schrift, die eine ganze Literaturgattung prägte. Thomas Mores ‚wahrhaft goldenes Büchlein von der besten Staatsverfassung und von der neuen Insel Utopia‘ stand an historischer …

Ein Jahrhundertprozess

Am 20. November 1945 begann in Nürnberg der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher (Teil 2)
Tim Engels
Ausgabe vom 13. November 2015
Arbeiten im Gerichtssaal im Justizpalast in Nürnberg (Foto: U.S. Army /wikimedia.org/public domain)

Arbeiten im Gerichtssaal im Justizpalast in Nürnberg (Foto: U.S. Army /wikimedia.org/public domain)

Die zutiefst unbefriedigenden und für die politische Lage Nachkriegsdeutschlands verheerenden Prozessergebnisse, nicht zuletzt für die Opfer und Überlebenden des Nazifaschismus, sind vor allem auch auf die veränderten politischen …

Ein Jahrhundertprozess

Ausgabe vom 6. November 2015
Angeklagte im Hauptkriegsverbrecherprozess (siehe Seite 10) (1. Reihe v. l.n.r.: Göring. Heß, von Ribbentrop, Keitel; 2. Reihe: Dönitz, Raeder, von Schirach, Sauckel. (Foto: U.S. Army /wikimedia.org/public domain)

Angeklagte im Hauptkriegsverbrecherprozess (siehe Seite 10) (1. Reihe v. l.n.r.: Göring. Heß, von Ribbentrop, Keitel; 2. Reihe: Dönitz, Raeder, von Schirach, Sauckel. (Foto: U.S. Army /wikimedia.org/public domain)

Am 20. November 1945 begann in Nürnbergder Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher. Am 1. Oktober 1946 wurde das Urteil verkündet … Die Nürnberger Prozesse umfassten nicht nur den Hauptkriegsverbrecherprozess, sondern auch die …

Ein Jahrhundertprozess

Am 20. November 1945 begann in Nürnberg der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher (Teil 1)
Tim Engels
Ausgabe vom 6. November 2015
Die Richter und die Ankläger im Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher. (Foto: U.S. Army /wikimedia.org/public domain)

Die Richter und die Ankläger im Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher. (Foto: U.S. Army /wikimedia.org/public domain)

„Der Welt wird etwas verlorengehen, wenn die Geschichte dieser Prozesse ungeschrieben bleibt.“ (Barbara Skinner Mandellaub*) Im Jahre siebzig nach der „Befreiung des Deutschen Volkes vom Nationalsozialismus und Militarismus“ (Art. …

Ungebrochen

Gabriele Gast, Kundschafterin des Auslandsnachrichtendienstes der DDR
Gerhard Feldbauer
Ausgabe vom 30. Oktober 2015

Unter der großen Zahl von Bürgern der Bundesrepublik, die für die Hauptabteilung Aufklärung (HVA), den Auslandsnachrichtendienst der DDR arbeiteten, gehörte Gabriele Gast zweifelsohne zu den …

Berufsverbote

„Vergessene“ Geschichte der politischen Verfolgung in der Bundesrepublik Deutschland
Ausgabe vom 23. Oktober 2015

Diese „Vergessene“ Geschichte wird in einer Ausstellung der Niedersächsischen Initiative gegen Berufsverbote aufgearbeitet. Ende der 1960er Jahre stellten sich westdeutsche Politiker, Juristen, Polizei und Geheimdienste die Frage, …

Von Wilna nach Schlieben

Ausgabe vom 16. Oktober 2015

Im April 2015 erschien im Regionalverlag Bücherkammer Herzberg/Elster das Buch „Von Wilna nach Schlieben“. Darin beschreibt der Autor Uwe Schwarz die Geschichte seiner ursprünglich aus Wilna (Vilnius) stammenden Familie von 1872 bis …

KZ und Zuchthaus Sonnenburg, 1933–1945

Umfassende Publikation auf Deutsch und Polnisch erschienen
Hilmar Franz
Ausgabe vom 16. Oktober 2015
Carl von Ossietzky, Sonnenburg, 30. Juni 1933. Zeichnung von Adolf Noetzel

Carl von Ossietzky, Sonnenburg, 30. Juni 1933. Zeichnung von Adolf Noetzel

„Es steht in Sonnenburg ein deutsches Lager“: Nach der …

Bewusste Zerstörung und Ausgrenzung

DDR-Wissenschaft in der Abwicklung
Nina Hager
Ausgabe vom 9. Oktober 2015
Die Kugellabore auf dem früheren Gelände der Akademie der Wissenschaften der DDR stehen noch heute … (Foto: wikimedia.org/public domain)

Die Kugellabore auf dem früheren Gelände der Akademie der Wissenschaften der DDR stehen noch heute … (Foto: wikimedia.org/public domain)

„Es gibt nichts zu feiern!“, steht in der Erklärung des Parteivorstandes der DKP zum 25. Jahrestag der „deutschen Einheit“. Dafür gibt es viele Gründe. Zu dem, was damals als „nicht erhaltenswert“ galt, später von einigen wenigen …

Die Abwicklung der DDR-Wirtschaft

Weder durchweg marode noch unproduktiv – und schon gar nicht pleite
Klaus Blessing
Ausgabe vom 25. September 2015
Leuna-Werke: Anderswo folgte nach dem 3. Oktober 1990 Schließung, Leerstand oder gar der Abriss … Zwei Millionen Arbeitsplätze gingen verloren. (Foto: Bundesarchiv/ Bild-F089027-0001_Leuna_Industrieanlagen)

Leuna-Werke: Anderswo folgte nach dem 3. Oktober 1990 Schließung, Leerstand oder gar der Abriss … Zwei Millionen Arbeitsplätze gingen verloren. (Foto: Bundesarchiv/ Bild-F089027-0001_Leuna_Industrieanlagen)

In den frühen Morgenstunden des 23. August 1990 beschloss die am 18. März neu gewählte, von der CDU dominierte Volkskammer den Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland gemäß Artikel 23 des …

Theoretische Konferenz der DKP II

Berichte aus den Arbeitsgruppen
Ausgabe vom 18. September 2015

Arbeisgruppe 1: DKP-Programm und Erfahrungen der Geschichte „Die Realität ist ein guter Lehrmeister“ – damit eröffnete der DKP-Vorsitzende Patrik Köbele die Debatte in der ersten Arbeitsgruppe auf der theoretischen Konferenz …

Übergänge zum Sozialismus

Spannendes Wochenendseminar in der KL-Schule
Thomas Mehner
Ausgabe vom 18. September 2015

Gut 20 Genossinnen und Genossen, aus unserer Partei, aus der SDAJ, Ehemalige und Aktive der Linkspartei und andere Linke trafen sich am 29./30. August in der DKP-Parteischule in Leverkusen zu einem Seminar zum Thema „Übergänge zum …

Griechenland, EU und Euro in der Krise

3. Hamburger Veranstaltungsreihe September – November 2015
Ausgabe vom 18. September 2015

Die dramatischen Ereignisse um Griechenland werfen viele heftig umstrittene Fragen auf: Was ist das für eine EU, an der die von vielen Hoffnungen getragene Syriza-Regierung so gnadenlos gescheitert ist? Ist sie mit starken linken …

Kann die Linke aus ihrer Geschichte lernen?

Zur Tagung „Die internationale Bewegung der Arbeiterinnen und Arbeiter gegen den Krieg“ in Bern
Anne Polikeit
Ausgabe vom 18. September 2015

100 Jahre Konferenz von Zimmerwald: Womit wäre die heutige Linke solidarisch? Mit dem internationalen Proletariat oder mit dem nationalen Kapital? Zwar gebraucht man andere Wörter. Aber die Frage ist geblieben.

Ein Vorläufer der Kommunistischen Internationale

Vor 100 Jahren formierte Lenin die revolutionäre Zimmerwalder Linke
Gerhard Feldbauer
Ausgabe vom 4. September 2015
Hier fand die Konferenz statt: Postkarte des Hotels und der Pension „Beau Sejour“, Zimmerwald (1904) (Foto: http://www.panoramio.com/photo/16755103/public domain)

Hier fand die Konferenz statt: Postkarte des Hotels und der Pension „Beau Sejour“, Zimmerwald (1904) (Foto: http://www.panoramio.com/photo/16755103/public domain)

Schon kurz nachdem bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges die übergroße Mehrheit der Führungen der sozialistischen bzw. sozialdemokratischen Parteien Europas auf die chauvinistischen Positionen der Vaterlandsverteidigung ihrer Imperialisten …

Digitale Arbeit und Gewerkschaften

Aus dem Editorial von Z. – Zeitschrift für marxistische Erneuerung, Heft Nr. 103, September 2015
Ausgabe vom 4. September 2015

1990 spielte das Internet noch keine Rolle und die private und berufliche Computer-Nutzung steckte noch in den Anfängen. Heute, nach fünfundzwanzig Jahren, sprechen wir zu Recht von einem digitalen oder Internet-Kapitalismus: in vieler …

Der Krieg ist endgültig aus

UZ
Ausgabe vom 28. August 2015
Menschen in Chongqing, China, feiern den Sieg über Japan (Foto: Republic of China Ministry of the National Defense)

Menschen in Chongqing, China, feiern den Sieg über Japan (Foto: Republic of China Ministry of the National Defense)

Das letzte Kapitel des 2. Weltkrieges wurde im Fernen Osten, in China, Japan und in Südostasien geschrieben. Am 8. August trat die Sowjetunion – so wie mit den Westalliierten vereinbart – in Fernost in den Krieg ein. Im Verlauf der …

Ein Politiker mit Realitätssinn

Am 20. August starb Egon Bahr
Georg Polikeit
Ausgabe vom 28. August 2015
26.4.1972, Berlin: Die Leiter der Verhandlungsdelegationen, der DDR-Staatssekretär Dr. Michael Kohl (r.) und Egon Bahr nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Verhandlungen über einen Verkehrs-Vertrag zwischen der DDR und der BRD (Foto: Bundesarchiv, Bild 183-L0426–0044/Link, Hubert/CC-BY-SA)

26.4.1972, Berlin: Die Leiter der Verhandlungsdelegationen, der DDR-Staatssekretär Dr. Michael Kohl (r.) und Egon Bahr nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Verhandlungen über einen Verkehrs-Vertrag zwischen der DDR und der BRD (Foto: Bundesarchiv, Bild 183-L0426–0044/Link, Hubert/CC-BY-SA)

Parteiübergreifend waren sie sich in der letzten Woche alle einig: Der am 20. August verstorbene SPD-Politiker Egon Bahr war ein herausragender Politiker, „Baumeister der deutschen Ostpolitik“, Architekt der „Wiedervereinigung“, „ein …

Siegreicher Aufstand

Am 19. August 1945 siegte in Vietnam die erste nationale Befreiungsrevolution
Gerhard Feldbauer
Ausgabe vom 28. August 2015
Der Kommandeur der Vietnamesischen Volksarmee Vo Nguyen Giap bei einer Truppenbesichtigung in Hanoi am 26. August 1945 (Foto: public domain)

Der Kommandeur der Vietnamesischen Volksarmee Vo Nguyen Giap bei einer Truppenbesichtigung in Hanoi am 26. August 1945 (Foto: public domain)

Es war am Beginn des Jahres 1941. In Europa hatten die Hitlerhorden den halben Kontinent unterjocht. Der faschistische Achsenpartner Japan war in weite Gebiete Asiens eingefallen. Im Frühjahr 1940 hatte er auch die französische Kolonie …

Die Saat ist aufgegangen …

Der Aufstand des Abendlandes. AfD, PEGIDA & Co.: Vom Salon auf die Straße
Manfred Weißbecker
Ausgabe vom 21. August 2015

Wer immer noch notwendige Warnungen vor der Neuen Rechten, die in unterschiedlichster Gestalt auftritt und Zulauf erhält, für übertriebenen Alarmismus oder gar für überflüssig hält, dem sei das vorliegende kleine Bändchen nachdrücklich …

Extreme Rechte in den USA

Ein vielschichtiges, komplexes und zum Teil widersprüchliches Geflecht
Birgit Gärtner
Ausgabe vom 21. August 2015
Nazis bei einer Aktion vor dem US-Capitol in Washington im Jahr 2008. (Foto: David/flickr.com/CC BY 2.0)

Nazis bei einer Aktion vor dem US-Capitol in Washington im Jahr 2008. (Foto: David/flickr.com/CC BY 2.0)

Es seien „gewöhnliche Menschen …, die weder verrückt, irrational, dumm oder opportunistisch und noch nicht einmal zwangsläufig fanatisch“ seien, schreibt Matthew N. Lyons in dem Band „Arier, Patriarchen, Übermenschen – Die extreme Rechte …

Streitbare Handreichung

Rezension: „Rufmord – Die Antisemitismus-Kampagne gegen links“ von Wolfgang Gehrcke
Lothar Geisler
Ausgabe vom 21. August 2015
2014: Viele Linke, die sich bei Aktionen gegen die Bombardierung des Gaza-Streifens durch die israelische Armee und die Politik der israelischen Regierung wandten, wurden damals als Antisemiten denunziert. (Foto: KylaBorg/ flickr.com/ CC BY 2.0)

2014: Viele Linke, die sich bei Aktionen gegen die Bombardierung des Gaza-Streifens durch die israelische Armee und die Politik der israelischen Regierung wandten, wurden damals als Antisemiten denunziert. (Foto: KylaBorg/ flickr.com/ CC BY 2.0)

Das von Wolfgang Gehrcke mitverfasste Buch „Die deutsche Linke, der Zionismus und der Nahost-Konflikt“ (PapyRossa, 2009) hat wertvolle (Auf)Klärungsarbeit geleistet und wie gewollt eine „notwendige Debatte“ ausgelöst. Nun legt der Autor …

Bis heute „unbotmäßig“

Zum 85. Geburtstag des Historikers Eberhard Czichon
Wiljo Heinen
Ausgabe vom 14. August 2015
Schnell wieder in Amt und Würden: Hermann Josef Abs in der Kreditanstalt für Wiederaufbau 1949 in Frankfurt am Main. (Foto: Unbekannt / wikimedia.org / CC BY-SA 3.0)

Schnell wieder in Amt und Würden: Hermann Josef Abs in der Kreditanstalt für Wiederaufbau 1949 in Frankfurt am Main. (Foto: Unbekannt / wikimedia.org / CC BY-SA 3.0)

„Du kannst alles schreiben“, so Eberhard Czichon am Telefon, und es gehe ihm gut, nur das Laufen … Aber zu den Parteiversammlungen würde er gefahren. In seinem Alter dürfe er sich auch mal fahren lassen. Ja – darf er, denn in diesen …

Italien im August 1945

Bereits zu dieser Zeit konnten sich die Mussolini-Faschisten verdeckt wieder organisieren
Gerhard Feldbauer
Ausgabe vom 14. August 2015
Turin am 6. Mai 1945: Parade anlässlich der Befreiung auf der Piazza Vittorio Veneto. Doch die Faschisten formierten sich breits neu … (Foto: Giorgio Agosti / wikimedia.org / CC BY-SA 2.5 IT)

Turin am 6. Mai 1945: Parade anlässlich der Befreiung auf der Piazza Vittorio Veneto. Doch die Faschisten formierten sich breits neu … (Foto: Giorgio Agosti / wikimedia.org / CC BY-SA 2.5 IT)

Seit dem Ende des Krieges und der Hinrichtung des „Duce“ waren kaum mehr als drei Monate vergangen, als sich am 8. August 1945 die Mussolini-Faschisten in verdeckten Formen als Sammlungsbewegung Uomo Qualunque (Jedermann) wieder …

Kampf dem Atomtod: Nur Frieden bietet Schutz …

Bilder aus 65 Jahren
Ausgabe vom 7. August 2015
4. Mai 1984, Frankfurt a. M. (Foto: Manfred Tripp)

4. Mai 1984, Frankfurt a. M. (Foto: Manfred Tripp)

Noch immer lagern in Büchel in der Eifel US-amerikanische Atomwaffen und hier werden im Rahmen der innerhalb der NATO vereinbarten sogenannten nuklearen Teilhabe auch Jagdbomberpiloten der Bundeswehr für den Einsatz mit dieser …

Schicksal des Potsdamer Abkommens

Leseprobe aus: Das Potsdamer Abkommen. Grundlagen für eine friedliche und antifaschistische Nachkriegsentwicklung
Erich Buchholz
Ausgabe vom 7. August 2015

(…) Wie der Kriegsverlauf das Zustandekommen der Konferenzen in Teheran, Jalta und Potsdam bewirkte, so hatte das politische Geschehen der Nachkriegszeit bedeutende Auswirkungen auf das Schicksal des Potsdamer Abkommens. Nicht zuletzt …

Nie wieder Hiroshima und Nagasaki!

70 Jahre nach den Atombombenabwürfen am 6. und 9. August 45
UZ
Ausgabe vom 7. August 2015

Nach der Zerschlagung des deutschen Faschismus und seiner Verbündeten wurde die Welt nicht friedfertiger. Der heiße Krieg war beendet. Der Kalte Krieg, der sich gegen die Sowjetunion und die mit ihr verbündeten jungen Volksdemokratien …

August 1945 - August 2015: Erinnerung an Hiroshima und Nagasaki

Ausgabe vom 24. Juli 2015
6. August 2014: Laternenfest in Hiroshima zur Erinnerung an das schreckliche Geschehen. (Foto: Vanvelthem Cédric / wikimedia.com / CC BY-SA 4.0)

6. August 2014: Laternenfest in Hiroshima zur Erinnerung an das schreckliche Geschehen. (Foto: Vanvelthem Cédric / wikimedia.com / CC BY-SA 4.0)

Am 6. August 1945 explodierte die US-Atombombe „Little Boy“ über Hiroshima, drei Tage später die Plutoniumbombe „Fat Man“ über Nagasaki. Etwa 100 000 Menschen, meist Zivilisten oder verschleppte Zwangsarbeiter, verloren ihr Leben. Von …

Die Erfindung des Verderbens

70 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki
Nina Hager
Ausgabe vom 24. Juli 2015
 (Foto: U.S. Army/public domain)

(Foto: U.S. Army/public domain)

m 6. August 1945 explodierte die US-Atombombe „Little Boy“ über Hiroshima, drei Tage später die Plutoniumbombe „Fat Man“ über Nagasaki. Etwa 100 000 Menschen, meist Zivilisten oder verschleppte Zwangsarbeiter, verloren ihr Leben. Von …

Georg Frentzel

Auf der Spur eines Kriegsverbrechers
Günter Wehner
Ausgabe vom 17. Juli 2015

Erneut begab sich Prof. Dr. Siegfried Grundmann auf die Spur, einen Kriegsverbrecher zu entlarven. Er schildert knapp und präzise seinen Weg zum Thema „Frentzel“. Das Enttarnen des Täters Frentzel entsprang einem Zufall, nämlich dem …

Log Chruschtschow?

Über: Grover Furr, Chruschtschows Lügen.
Klaus Stein
Ausgabe vom 17. Juli 2015

Ich habe das Buch von vorne bis hinten gelesen. Empfehlen kann ich es nicht. Furr streitet die Massenrepressionen unter Stalin nicht ab. Chruschtschow stützte sich in seinem Bericht an den XX. Parteitag auf eine Parteikommission. …

Unser Volk wird gewiss siegen

30 Jahre Vietnam-Kriege im Rückblick
Stefan Kühner
Ausgabe vom 17. Juli 2015
Vietnam: Soldaten einer Raketen-Batterie (Foto: public domain)

Vietnam: Soldaten einer Raketen-Batterie (Foto: public domain)

Ist 40 Jahre nach dem Ende der letzten Vietnamkriege nicht durch Dutzende Historiker schon alles über diese Kriege geschrieben beziehungsweise in Fernsehdokumentationen und Spielfilmen aufgezeigt worden? Nun, Helmut Kapfenberger ist …

LINKE WIDERSTÄNDE GEGEN DIE VOLKSFRONTPOLITIK

Ausgabe vom 10. Juli 2015
Toledo 1936: Frauen unterstützen die Volksfrontregierung in Spanien (Foto: Kolzov/gemeinfrei)

Toledo 1936: Frauen unterstützen die Volksfrontregierung in Spanien (Foto: Kolzov/gemeinfrei)

Mit der Volksfrontpolitik der kommunistischen Parteien nach dem VIL Weltkongres der Komintern (1935), d. h. ihrer Bereitschaft, zur Verteidigung der Demokratie und im Kampf gegen den Faschismus auch mit bürgerlichen Kräften …

Entscheidende Weichenstellungen im Kampf gegen Krieg und Faschismus

Zum VII. Weltkongress der Komintern in Moskau • Von Herbert Mies
Herbert Mies
Ausgabe vom 3. Juli 2015
Georgi Dimitroff, Maurice Thorez und Wilhelm Pieck im Präsidium des VII. Weltkongresses der Kommunistischen Internationale, Juli/August 1935 (Foto: UZ-Archiv)

Georgi Dimitroff, Maurice Thorez und Wilhelm Pieck im Präsidium des VII. Weltkongresses der Kommunistischen Internationale, Juli/August 1935 (Foto: UZ-Archiv)

Der Entwurf des Leitantrags für den 21.Parteitag der DKP ist kein neues Programm, aber ein bedeutsames Dokument der strategischen und taktischen Orientierung ist es allemal. Es bestimmt die Aufgaben der Partei in der gegebenen und …

Nur „eine politische Biographie“?

Auf den Spuren des kommunistischen Schneiders Wilhelm Weitling
Erhard Kienbaum
Ausgabe vom 8. Mai 2015
Wilhelm Weitling, 1808-1871: Schneider; Theoretiker des utopisch-revolutionären Arbeiterkommunismus

Wilhelm Weitling, 1808-1871: Schneider; Theoretiker des utopisch-revolutionären Arbeiterkommunismus

Weitling, einer der glanzvollsten Vertreter der frühen Arbeiterbewegung, war – im Unterschied zu Marx und Engels – selbst Arbeiter. Waltraud Seidel-Höppner ist den Spuren des kommunistischen Schneiders über Jahrzehnte unermüdlich …

KPD-Verbot und politische Justiz

UZ-Dokumentation aus Anlass des 60. Jahrestages des Urteils gegen die KPD
Ausgabe vom Dokumentations-Seiten

2016 jährte sich zum 60. Mal das Verbot der KPD. Über das Verbot und seine Auswirkungen wurden zahlreiche Bücher und dicke Stapel an Broschüren veröffentlicht. In Biografien und vielen …