Wirtschaft & Soziales

Bezahlbar, umweltfreundlich und sozial verträglich

Automobilkonferenz der DKP beriet über die Mobilität der Zukunft
Ulrike Schmitz
Ausgabe vom 14. Juli 2017
Viel Sachkunde war auf dem Podium vertreten: Winfried Wolf, Achim Bigus, Anne Rieger und Uwe Fritsch (von links nach rechts) (Foto: DKP Braunschweig)

Viel Sachkunde war auf dem Podium vertreten: Winfried Wolf, Achim Bigus, Anne Rieger und Uwe Fritsch (von links nach rechts) (Foto: DKP Braunschweig)

Unter der Fragestellung „Automobilindustrie – wie weiter?“ diskutierten auf Einladung der Betriebsgruppe VW und der DKP-Bezirke Niedersachsen und Ruhr-Westfalen mehr als 40 Teilnehmer in Hannover über die Bedeutung der Automobilindustrie in Europa, die Bedrohung der Arbeitsplätze, die Zukunft des …

Nur die Aktionäre können lachen

Uniklinikum Gießen-Marburg sahnt ab
Gernot Linhart
Ausgabe vom 14. Juli 2017

Seit dem Deal zwischen der Landesregierung und der Rhön AG, Betreiberin des Uniklinikums Gießen-Marburg (UKGM) sind einige Wochen vergangen. Völlig zufrieden mit dieser Abmachung – die Rhön AG erhält in den nächsten fünf Jahren fast 100 Mio. Euro mehr vom Land als ursprünglich vereinbart – können …

Billischeidentiti

Problematische Kleiderordnung in der Primark-Filiale Weiterstadt
Horst Gobrecht
Ausgabe vom 14. Juli 2017

Manche Unternehmen lassen es sich viel kosten, um ihre „Corporate Identity“, nach „Google“ dessen Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit, in dem sich seine „Philosophie“ sowie das Leistungsangebot und die Arbeitsweise zeigen sollen, gezielt aufzubauen und attraktiv zu halten. Für die Primark Mode …

Kein Lohndumping im Einzelhandel

Tarifverhandlungen gescheitert – Warnstreiks ausgeweitet
ver.di/MD/WSK
Ausgabe vom 14. Juli 2017
[url=https://www.flickr.com/photos/dielinke_nrw/25553252552]Die Linke NRW/flickr[/url] (Foto: [url=https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/]CC BY-SA 2.0[/url])

[url=https://www.flickr.com/photos/dielinke_nrw/25553252552]Die Linke NRW/flickr[/url] (Foto: CC BY-SA 2.0)

Am vergangenen Freitag traten in Baden–Württemberg ganztägig rund 650 Beschäftigte des Einzelhandels in einen Warnstreik. Gestreikt wurde in Betrieben bzw. Filialen von Kaufland, OBI, Kaufhof, Karstadt, Ikea, H&M und Esprit. Mit den von ver.di organisierten Aktionen protestierten die Kolleginnen und Kollegen gegen das provozierend niedrige „Angebot“ der Unternehmerseite: Erhöhungen der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 1,5 Prozent für 2017 und 1,0 Prozent für 2018. Zudem sollen pro Jahr 150 Euro als Einmalzahlungen (nicht auf die Tabelle) gezahlt werden. Dagegen fordert ver.di für die rund 490 000 Einzel- und Versandhandelsbeschäftigten in Baden–Württemberg die Erhöhung der Löhne und Gehälter um 6 Prozent; die Anhebung der Ausbildungsvergütungen um monatlich 100 Euro, ein tarifliches Mindesteinkommen von 1 900 Euro; bei einer Laufzeit von 12 Monaten. ver.di will zudem die Tarifverträge des Einzelhandels für allgemeinverbindlich erklären lassen – wie es bis zum Jahr 2000 üblich war –, um so der Tarifflucht und dem weiteren Lohndumping im Einzelhandel den Weg zu versperren. Auch in Bayern stehen die Zeichen auf Sturm. Nach der erfolglosen Tarifverhandlung am 7. Juli wurden die Streiks im bayerischen Einzelhandel fortgesetzt. ver.di rief die Beschäftigten von einzelnen Betrieben des Unternehmens Dehner Gartencenter, Esprit, H&M, Kaufland, Marktkauf und Zara in den Orten Augsburg, Bad Kissingen, Großostheim, Kempten, Memmingen, München, Nürnberg, Regensburg, Schweinfurt und Würzburg zum Streik auf. „Der engagierten Bewegung der vielen tausend Streikenden ist die Bewegung am Verhandlungstisch zu verdanken. Trotzdem bedeutet auch dieses Angebot Reallohnsenkungen, dass keine entscheidenden Schritte gegen Altersarmut und den Verdrängungswettbewerb unternommen werden“, erklärt Hubert Thiermeyer, ver.di-Verhandlungsführer in Bayern. „Immer mehr Leistung mit immer weniger Personal, dabei sollen die Beschäftigten ständig lächeln und dann bekommen sie bei den Tarifverhandlungen nicht ansatzweise die Wertschätzung und Anerkennung von den Arbeitgebern, die sie verdienen. Da darf sich niemand wundern, wenn sich die Kolleginnen und Kollegen wehren“, erläutert Dominik Datz, ver.di-Streikleiter in München. Im Einzel- und Versandhandel in Bayern arbeiten ca. 500 000 Beschäftigte, davon fallen ca. 300 000 Beschäftigte unter die Geltung des Tarifvertrags. Für den Einzelhandel in Bayern fordert ver.di eine Entgelterhöhung um einen Euro in der Stunde und 100 Euro im Monat für die Auszubildenden, sowie die sogenannte Allgemeinverbindlichkeitserklärung der Tarifverträge, damit sie für alle Beschäftigten im Einzelhandel gelten. In der dritten Tarifverhandlung am 7. Juli rückten die „Arbeitgeber“ nach zwei Monaten nun endlich von ihrem Vorhaben ab, nicht-tabellenwirksame Einmalzahlungen als Ersatz für eine Reallohnsteigerung und Anhebung des Niveaus im Einzelhandel vereinbaren zu wollen. Sie machten ein Angebot von 2,0 Prozent nach zwei Nullmonaten in diesem Jahr und 1,8 Prozent im nächsten Jahr, was aus Sicht von ver.di Reallohnsenkungen bedeuten würde und nichts gegen die akute Gefahr der Altersarmut bewirkt. Die Forderung nach einer Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge im Einzelhandel lehnten die Arbeitgeber weiterhin kategorisch ab. ver.di machte einerseits Entgegenkommen der „Arbeitgeber“ aus, kommt aber in einer Tarif-Info an die Beschäftigten zu dem Schluss, dass deren Angebote aber nicht ausreichten. Die Tarifverhandlungen werden am 8. August fortgesetzt.

Es geht um mehr als nur mehr Geld

Sinkende Tarifbindung ermöglicht Absenkung von sozialen Standards
Manfred Dietenberger
Ausgabe vom 14. Juli 2017
 (Foto: Renate Kossmann)

(Foto: Renate Kossmann)

Warnstreiks begleiten derzeit bundesweit die Tarifauseinandersetzung 2017 für die 3,4 Millionen Beschäftigten im Groß- und Einzelhandel. Die Kolleginnen und Kollegen erleben jeden Werktag neu, wie die Unternehmen versuchen, den stetig schärfer werdenden Verdrängungswettbewerb in diesem …

Kurzmeldung

Streikgesetz verfassungsgemäß

Ausgabe vom 14. Juli 2017

Am vergangenen Dienstag hat das Verfassungsgericht das Gesetz zur Tarifeinheit in Betrieben für weitgehend rechtmäßig erklärt. Damit lehnte das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe die Klagen mehrerer Gewerkschaften weitgehend ab. Das von Bundesarbeitsministerin Nahles eingebrachte Gesetz sieht …

Kurzmeldung

Neue Runde im Stahlstreit

Ausgabe vom 14. Juli 2017

Die Auseinandersetzungen zwischen den Vereinigten Staaten und der EU um Stahllieferungen in die USA spitzt sich weiter zu. US-Handelsminister Wilbur Ross hat einen angekündigten Besuch in Berlin abgesagt; Gegenstand seiner Gespräche in der deutschen Hauptstadt sollten insbesondere die Strafzölle …

Kurzmeldung

Nachhilfe in den Schulferien

Ausgabe vom 14. Juli 2017

Die GEW NRW kritisiert den Vorschlag des Bildungsforschers Prof. Wilfried Bos, Lehrkräfte sollten in den Sommerferien leistungsschwache Schüleriinnen und Schüler speziell fördern und mit ihnen das versäumte Lernpensum nacharbeiten. Für diese Feriennachhilfe sollen laut Prof. Wilfried Bos …

Kurzmeldung

Arbeitsplätze verteidigt

Ausgabe vom 14. Juli 2017

Der Anhänger-Hersteller Schmitz Cargobull wollte seinen Standort in Toddin bei Schwerin dichtmachen. Doch die Belegschaft leistet entschlossen Widerstand – und kann schon erste Erfolge verzeichnen. Der Kampf um Arbeitsplätze tobt schon seit Wochen. Die Entschiedenheit der Belegschaft zeigte …

Kurzmeldung

Keine Lohnangleichung bei Gebäudereinigern

Ausgabe vom 14. Juli 2017

Nach Vorstellung der „Arbeitgeber“ im Gebäudereiniger-Handwerk wird es auch zukünftig keine Lohngerechtigkeit für den Osten Deutschlands geben. Die entsprechende Forderung lehnten sie in der zweiten Verhandlung in der Tarifrunde für die Branche nachdrücklich ab. „Es gibt auch in der zweiten …

Kurzmeldung

Mehr Geld für Kfz‘ler im Osten

Ausgabe vom 14. Juli 2017

Die IG Metall hat Tariferhöhungen für die Beschäftigten im Kfz-Handwerk durchgesetzt. Die Beschäftigten in den tarifgebundenen Kfz-Werkstätten und Autohäusern in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen erhalten mehr Geld in zwei Stufen. 2,9 Prozent jetzt – und weitere 2,9 Prozent im …

Kurzmeldung

Arbeitsbedingungen bei Mega-Sport-Events

Ausgabe vom 14. Juli 2017

Zum Thema faire Arbeit auf Baustellen von Mega-Sport-Events hat der internationale Gewerkschaftsbund für Bau- und Holzarbeiter (BHI), in dem die IG BAU Mitglied ist, einen zweitägigen Kongress in Berlin veranstaltet. Zum Abschluss der Veranstaltung sagte der Stellvertretende IG …