Festival-Veranstalter können zufrieden sein

Von Robert Diedrich, Boppard
|    Ausgabe vom 14. Juli 2017

2015 hieß es in der UZ: 1 500 Jugendliche zu Gast bei der SDAJ auf dem Festival der Jugend in Köln (UZ vom 29. Mai 2015). 2017 heißt es in dem Bericht von Roman Stelzig: Mehrere zehntausend Besucher tummelten sich auf dem Gelände. Gab es diesen rasanten Anstieg der Festival-Teilnehmer gegenüber vor zwei Jahren, oder war es mehr ein Wunschdenken? Das Letztere ist der Fall.
Am Pfingstsonntagnachmittag gab es viel Beifall, als die SDAJ von der Großen Bühne aus die Zahl der Besucher mit 2 000 bekannt gab. Im Bericht von Roman Stelzig wurden aus den 2 000 Besuchern unwirkliche mehrere Zehntausend. Was er sich dabei gedacht hat, bleibt sein Geheimnis. Seriös ist das nicht.
Die Organisatoren und Unterstützer des Festivals können m. E. mit dem breitgefächerten Programmangebot (beinhaltete u. a. Themen wie G20-Gipfel, Arbeitszeitverkürzung, Kommunismus wählen – Bundestagswahl 2017, Bundeswehr raus aus den Schulen, Wer steckt hinter der AfD?, es gab Lesungen, Sport, Filme und viel Musik) – und mit der Teilnehmerzahl von Dauercampern und des Tagespublikums trotz zeitweiligen Regens höchst zufrieden sein. Nicht nur jüngere Menschen fühlten sich von der politisch-kulturellen Ausrichtung des Festivals angesprochen.
Was dem „Festival der Jugend“ fehlt, ist ein höherer Bekanntheitsgrad, in nicht wenigen Städten findet (noch) mangels Kapazitäten keine Werbung für das Festival statt. Da ist noch viel Luft nach oben.
Ob sich mal einige zehntausend Besucher auf dem Festivalgelände tummeln werden, das wird die Zukunft zeigen.

Anmerkung der Redaktion:
Wir bedauern, dass uns dieser Schreibfehler durchgegangen ist. „Tausende Besucher“ wäre selbstverständlich richtig gewesen.


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