Zypern-Verhandlungen gescheitert

|    Ausgabe vom 14. Juli 2017

UNO-Generalsekretär António Guterres hat enttäuscht auf das Scheitern der Bemühungen für eine Lösung des Zypern-Konfliktes reagiert. „Es tut mir leid bekanntgeben zu müssen, dass trotz der Bemühungen die Konferenz ohne Einigung zu Ende gegangen ist“, sagte Guterres.
Hauptgrund für das Scheitern der Konferenz ist nach übereinstimmenden Aussagen von Diplomaten der griechischen und türkischen Zyprer die Frage des Abzugs der rund 35 000 türkischen Besatzungssoldaten aus dem türkisch-zyprischen Norden der seit 1974 geteilten Insel.
Die Türkei hatte angeblich „Bereitschaft signalisiert“, einen großen Teil ihrer Truppen von dort abzuziehen. Ein türkisches Kontingent solle jedoch für mindestens 15 Jahre „zur Sicherheit der türkischen Zyprer“ auf der Insel bleiben. Zudem will die Türkei Garantiemacht für Zypern bleiben.
Die Fortschrittspartei des arbeitenden Volkes (AKEL) erklärte zu dem Ergebnis der Verhandlungen: „Stillstand und Scheitern der Bemühungen, die Zypern-Frage zu lösen, verlängert den status quo der Teilung und Besatzung, was untragbar und gefährlich ist.“
AKEL kämpft für ein unabhängiges, demilitarisiertes Zypern und für eine föderale Lösung des Zypernkonfliktes.


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