Gewerkschaftsquellen zur Kenntnis nehmen

Von Norbert Birkwald, Mörfelden-Walldorf
|    Ausgabe vom 12. Mai 2017

Der Kommentar von Manfred Dietenberger in der UZ 17/2017 zum vermeintlichen „Arbeiterverrat“ der IG Metall wird von Philipp Kissel in der UZ 18/2017 durch größere Länge und mehr Verwirrung getoppt. Bevor die Autoren die IG Metall als „Gelbe Gewerkschaft“ diffamieren, hätten sie sich mal das verschlimmbesserte „neue“ AÜG vornehmen sollen. Kissel und Dietenberger sei empfohlen, zukünftig gewerkschaftliche Quellen zumindest mal zur Kenntnis zu nehmen, bevor Behauptungen aufgestellt werden, wie „… das Festhalten und Vertiefen der Leiharbeit der IG-Metall-Führung ist ihr Interesse an der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Konzerne“.
Lenin schreibt, dass die kommunistische Presse ein „kollektiver Organisator“ zu sein hat. Was macht der Leiharbeiter also mit Kissels Satz „Es gibt nur noch für einen Teil der Beschäftigten so etwas wie eine Gewerkschaft, und damit auch wieder nicht.“ Er organisiert sich weiterhin nicht. Womit Kissels Vorhersage ja erreicht wäre.
Mit solidarischen Grüßen, aber ziemlich verärgert


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