Klare Parteinahme fehlt noch

Von Fritz Dittmar, Hamburg
|    Ausgabe vom 28. April 2017

Die Artikel zu Nordkorea zeigen im Ganzen eine zunehmend klarere Haltung an. 2006 gab Genosse Idler noch unter der Überschrift „Die Bombe, die die Welt nicht braucht“ den nordkoreanischen Genossen den Rat, „nicht auf glühende Kohlen zu blasen“ und stattdessen auf ein günstiges Verhandlungsklima zu hoffen. 2013 erkannte ein UZ-Artikel zwar das Recht Nordkoreas an, sich gegen die Aggressionsdrohungen der USA auch durch die Verfügung über Atomwaffen zu schützen, empfahl aber das Streben nach einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel, was Nordkorea auch ohne wirksame Verteidigung gegen drohende US-Aggression lassen würde. Klaus Wageners Artikel erwägt „von außen“ objektiv die Chancen und Risiken für Nordkorea und vermeidet eine „Belehrung“ unserer koreanischen Genossen von sicherem Ufer aus. Mit Recht stellt er fest, dass die Wahl der strategischen Linie „keine einfache Entscheidung“ ist.

Was mir fehlt, ist allerdings eine klarere Parteinahme. Der Internationalismus verpflichtet uns Kommunisten, die fortdauernden und unter Trump verschärften Aggressionsdrohungen zu verurteilen und in unseren Ländern die Solidarität mit Nordkorea zu organisieren.


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