DKP-Wahlspot unter Beobachtung

Von UK
|    Ausgabe vom 28. April 2017

Die Bank „Merck Finck Privatbankiers“ hat sich auf der DKP-Homepage den Wahlspot der DKP in NRW ganz genau angesehen. Sie entdeckte dort „die Außenfassade unserer Niederlassung in Köln“ und den „Namensschriftzug unserer Rechtsvorgängerin, der Merck Fink & Co. oHG Privatbankiers, gut erkenn- und identifizierbar wiedergegeben.“ Gesehen „in den Sekunden 9 – 11“.

Die Bank erkannte: „Insbesondere die Dauer der Sequenz, die fast vollständige Aufnahme des Namensschriftzuges und dessen besondere Schriftart ermöglichen eine einfache und eindeutige Identifikation.“ Die Bank wird in dem DKP-Spot nicht mit Namen genannt. Das Institut fürchtete jedoch, dass ein Zusammenhang zwischen dieser Bank und den Milliarden zur Bankenrettung gesehen werden könnte. Sie teilt mit: „Dies ist falsch!“ Die Bank lässt verlauten, dass öffentliche Gelder in der Finanzkrise in den Jahren 2007 ff. nicht beantragt und nicht in Anspruch genommen worden seien.

Dies hat die DKP auch nie behauptet Die DKP wollte der Bank allerdings auch keine Gelegenheit bieten, „ohne weitere Ankündigung gerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen“ oder die „Geltendmachung von Schadensersatz sowie wahl- und strafrechtlichen Maßnahmen“ vorzunehmen und hat daher die Sequenz herausgenommen. Es ist bemerkenswert, mit welcher Aufmerksamkeit Teile des Finanzkapitals die Öffentlichkeitsarbeit der DKP beobachten. Die DKP bekräftigt ihre Forderung aus dem Sofortprogramm der DKP für NRW. Dort heißt es: „Entsprechend dem Artikel 27 der Landesverfassung sind Großbetriebe der Grundstoffindustrie sowie Monopole und Banken in demokratisch kontrolliertes öffentliches Gemeineigentum zu überführen.“


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