Landtagswahl NRW

Du gehst nach Düsseldorf?

Von Michael Gerber
|    Ausgabe vom 28. April 2017

Michael Gerber

Michael Gerber

In Bottrop gilt es für die Parteigruppe, wöchentliche Infostände sowie die Verteilung von 30 000 Bottroper „UZ-Notizen“, der Kleinzeitung der DKP, zu organisieren. Im Stadtteil Eigen ist dies für Michael Gerber, DKP-Direktkandidat zur Landtagswahl, ein Heimspiel. Hier hat die DKP bei der letzten Kommunalwahl in zwei Wahlkreisen 14 Prozent der Stimmen erhalten. Die Verteilung der „Notizen“ wird genutzt, um viele persönliche Gespräche zu führen. Bewohner der Rheinbabenstraße erkundigen sich, wann die Straße endlich erneuert wird. Der Nahverkehrsplan wird überarbeitet und die Anwohner wünschen sich eine andere Busroute. Die DKP konnte dies erfolgreich in die Neuplanung einbringen. Erleichterung bei den Anwohnern.

Am Gartenzaun werden auch Erfahrungen zur Gartenarbeit ausgetauscht. In der Zechensiedlung spielt sich das Leben ab dem Frühjahr im Garten ab. Wer hier ernst genommen werden will, muss nicht nur gut politisch argumentieren können, sondern sich auch in der Gartenpflege auskennen. Dabei gibt es auch eine Unterschrift für die Kandidatur der DKP zur Bundestagswahl. Manni, besonders fleißiger „Notizen“-Verteiler, hat dabei schon 41 Unterstützungsunterschriften für die Bundestagswahl gesammelt.

Auf der Straße werde ich angesprochen: „Michael, du gehst nach Düsseldorf? Das geht doch nicht!“ Im Gespräch stellt sich heraus, die Überschrift in der WAZ: „Gerber kandidiert für den Landtag“ wird bereits so gewertet: „Wenn der kandidiert, wird er auch gewählt.“ Ich kann beruhigen, viele Stimmen für die DKP sind wünschenswert, aber ich bleibe auch nach der Landtagswahl in Bottrop. Ein anderer Bürger äußert sich empört: „Michael, es ist eine Sauerei, dass die BEST dich gerichtlich verfolgt, weil du offen sagst, welche Schweinereien dort mit der Belegschaft gemacht werden.“ Es tut gut; solchen offenen Zuspruch zu bekommen!

Bei einem Treffen mit Anwohnern der Beckheide wird eine Zwischenbilanz der Unterschriftensammlung gegen die Bebauung der Grünfläche gezogen. Bisher wurden 660 Unterschriften gesammelt. Es werden weitere Festlegungen getroffen, wie die Unterschriftensammlung fortgesetzt werden kann. Demnächst sollen möglichst viele Unterschriften dem Oberbürgermeister übergeben werden.

In der Parteigruppe wird kritisch diskutiert, dass wir es bisher im Wahlkampf nicht geschafft haben, neue Mitglieder für die DKP zu gewinnen. Hier müssen wir besser werden. In dem Schlussspurt bis zum 14. Mai gibt es noch viel zu tun. Die Briefwahl muss organisiert werden. Auch ein persönlicher Kandidatenbrief muss noch erstellt und verteilt werden. Wir werden am Ball bleiben und den Schwung aus der Landtagswahl mitnehmen in den anstehenden Bundestagswahlkampf!


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