Der Wahlkampf der CDU

Eine Glosse von LZ
|    Ausgabe vom 21. April 2017

Peter Altmaier

Peter Altmaier

( Olaf Kosinsky / Wikipedia)

... läuft noch nicht nach dem Geschmack ihrer Vorsitzenden Angela Merkel. Sie zeigt ihre Unzufriedenheit, indem sie dem Generalsekretär der CDU, einem gewissen Peter Tauber (43), einen Boss an die Seite stellt. Dieser Mann ist Peter Altmaier (59), der seit Beginn dieser Legislaturperiode Kanzleramtsminister ist, zudem im Zuge von Merkels „Flüchtlingskrise“ den Job des „Flüchtlingskoordinators“ übernehmen musste und nun nebenamtlich und zusätzlich das Wahlprogramm der CDU ausarbeiten und die CDU inhaltlich auf die Bundestagswahl einstimmen muss. Er kann das. Die Altmaier gewogene Presse hebt hervor, wie elegant er den Untersuchungsausschuss des Bundestages an einer Aufklärung des NSA- und BND-Skandals gehindert hat. Sie würdigen Altmaiers Präferenz für die „Grünen“ als Koalitionspartner, seine Fähigkeit, dennoch die ganz Konservativen in der CDU und deren Werte hochzuhalten und schließlich seine Wendigkeit, scheinbar Fehler einzugestehen, zugleich aber die alte, größtmögliche Brutalität in der Außen-, Innen und Wirtschaftspolitik zu verwirklichen. Kurz, ganz die Kanzlerin – nur äußerlich etwas verschieden.


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Leserbrief zu »Der Wahlkampf der CDU«, UZ vom 21. April 2017





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